Ballaststoffe sind wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und zeigen einen ganzheitlichen Effekt im Körper. Welchen Krankheiten Sie dadurch vorbeugen können.
Ballaststoffe sind gut für den Darm, fördern die Verdauung und halten lange satt – diese oder ähnliche Aussagen hört und liest man immer wieder. Was genau sind Ballaststoffe und welchen gesundheitsfördernden Effekt zeigen sie? Der Begriff „Ballaststoffe“ umfasst zunächst einmal eine Vielzahl von Nahrungsbestandteilen, die im menschlichen Dünndarm entweder nicht von körpereigenen Enzymen abgebaut werden können oder nur teilweise verdaut werden und daher unverdaut oder unvollständig verdaut in den Dickdarm gelangen. Dabei sind Ballaststoffe alles andere als nur „Ballast“ – warum nicht nur die Darmgesundheit von einer ballaststoffreichen Ernährung profitiert.
Wie viele Ballaststoffe pro Tag?
Erwachsenen wird empfohlen, rund 40 Gramm an Ballaststoffen pro Tag zu sich zu nehmen. Bezogen allein auf Erbsen wären dies circa 800 Gramm (bei 4 g Ballaststoffen pro 100 Gramm).
Ballaststoffe: Warum sie wichtig für die Gesundheit sind
Ballaststoffe werden auch als „Nahrungsfasern“ bezeichnet, sind hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln zu finden und bestehen meist aus Kohlenhydraten. Ballaststoffe sind wichtige Bestandteile der menschlichen Ernährung, die in pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen vorkommen. Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen werden Ballaststoffe vom Körper nicht verdaut, sondern unverändert durch den Magen-Darm-Trakt hindurchgeleitet. Dennoch spielen sie eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit. Ballaststoffe tragen zu einer gesunden Verdauung bei, indem sie die Darmtätigkeit fördern und die Darmflora beziehungsweise das Darmmikrobiom unterstützen. Ballaststoffe sorgen für eine reguläre Stuhlkonsistenz und erleichtern die Darmentleerung, was Verstopfung vorbeugt. „Wie es Ihrem Darm geht, entscheidet darüber, ob Sie bis ins hohe Alter gesund bleiben oder früh erkranken“, so der Gastroenterologe Dr. Ulrich Strunz.
In welchen Lebensmitteln sind besonders viele Ballaststoffe?
Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen, Obst beispielsweise Äpfel, Beeren, Orangen und Birnen sowie Gemüse wie Brokkoli, Karotten, Tomaten, Spinat, Grünkohl sind reich an Ballaststoffen. Zudem zählen auch Nüsse und Samen, beispielsweise Flohsamen, Chiasamen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Mandeln zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln.
Ballaststoffe tragen nicht nur entscheidend zur Darmgesundheit bei und beugen sogar Übergewicht vor – da die Nährstoffe lange sättigen –, sie wirken sich auch positiv auf andere Organe und Funktionen aus.
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Durch eine ballaststoffreiche Ernährung kann nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) verschiedenen Erkrankungen vorgebeugt werden. Durch den Verzehr von Ballaststoffen sinkt nicht nur das Risiko für Darmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch Übergewicht, Diabetes Typ 2, Arteriosklerose sowie Herzinfarkt können verhindert werden. Wer regelmäßig und ausreichend Ballaststoffe zu sich nimmt, kann zudem zu hohe Cholesterinwerte senken.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.