VonSebastian Oppenheimerschließen
Vor einer Panne oder einem Unfall im Ausland fürchten sich viele Autofahrer. Wichtig ist vor allem, zunächst die Sicherheit im Auge zu haben.
Eine gute Vorbereitung auf die Urlaubsreise mit dem Auto ist wichtig: Nicht nur ein Fahrzeugcheck vor dem Start erhöht die Sicherheit – auch das richtige Beladen des Autos sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Doch egal, wie gut man plant – nicht vor jeder bösen Überraschung kann man sich schützen. Zwar es ist nervig, in einem Stau zu stecken, doch es kann noch deutlich schlimmer kommen: Ein Unfall oder eine Panne im Ausland können die Urlaubsfreude schnell ruinieren. Wichtig ist, in so einem Fall richtig zu reagieren.
Auch im Ausland gilt nach Unfall oder Panne: Sicherheit geht vor
Oberste Priorität hat immer die Sicherheit. Bleibt ihr Auto also liegen oder ist es zu einem Unfall gekommen, folgen im Ausland die gleichen Schritte wie hierzulande. Zunächst wird der Warnblinker aktiviert, dann werden noch im Fahrzeug die Rettungswesten angelegt. Anschließend geht es an das Aufstellen des Warndreiecks.
Bei einem Unfall im Ausland sollte die Polizei gerufen werden
Verletzten muss erste Hilfe geleistet werden, den lokalen Rettungsdienst kann man in jedem europäischen Land über die 112 alarmieren. Der Auto Club Euro (ACE) empfiehlt zudem, bei einem Unfall außerhalb Deutschlands stets die Polizei zu verständigen, um – gerade bei mehreren Unfallbeteiligten – Missverständnissen vorzubeugen. Das klappt aber nicht immer: In einigen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, rückt die Polizei nicht aus, um Bagatellunfälle aufzunehmen. Jedoch weist der Automobilcub darauf hin, dass in anderen Ländern, vor allem in Osteuropa, die Polizei bei jedem Sachschaden gerufen werden muss, da die dortigen Versicherungsgesellschaften nur das von der Polizei erstellte Unfallprotokoll anerkennen.
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Unbedingt das Kennzeichen des Unfallgegners notieren
Wichtig sind die Kontaktdaten des Unfallgegners – diese sollte man so aufschreiben, wie sie auf dessen grüner Versicherungskarte verzeichnet sind, rät das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ). Falls dieser die Daten nicht herausgeben will, sollte man sich auf jeden Fall das Kennzeichen notieren, dann kann man immer noch über den Zentralruf der Autoversicherer dessen Versicherung herausfinden. Aus dem Ausland erreicht man den Zentralruf unter +49 40 300 330 300, in Deutschland unter 0800 250 260 0. Auch der eigenen Versicherung sollte ein Unfall schnellstmöglich gemeldet werden.
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Folgende Schritte sollte man unbedingt bei einem Unfall im Ausland befolgen:
- Bei einem Unfall mit einem Mietwagen, den Verleiher kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen
- Möglichst aussagekräftige Fotos vom Unfallort machen
- Kontaktdaten von Zeugen aufnehmen
Europäischer Unfallbericht sollte im Urlaub immer an Bord sein
Immer dabei haben sollte man im Auto-Urlaub die Grüne Versicherungskarte – auch wenn diese in den meisten Ländern nicht mehr vorgeschrieben ist. Allerdings kann sie sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, relevante Daten zu Auto und Versicherung an den Unfallgegner weiterzugeben. Auf jeden Fall an Bord der sogenannte Europäische Unfallbericht – ein inhaltlich und grafisch standardisiertes Dokument, das im Ausland die Aufnahme eines Unfalls erleichtert. Bestellen lässt es sich unter anderem bei der eigenen Kfz-Versicherung – alternativ kann man es auch auf den Webseiten der Versicherer oder Automobilclubs herunterladen. Um die Kommunikation zu erleichtern, gibt es den Unfallbericht auch mehrsprachig. Die für das jeweilige Reiseland passende Version kann man sich ebenfalls im Netz herunterladen – beispielsweise beim ADAC. Der ACE warnt davor, fremdsprachige oder unverständliche Dokumente zu unterzeichnen.
Auch für den Fall einer Panne ist es extrem wichtig, sich im Vorfeld zu informieren. Denn dafür gibt es entsprechende Schutzbriefe bei Versicherungen oder Automobilclubs. Hier lohnt es sich, einiges an Zeit zu investieren – denn die Angebote unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern teils auch erheblich im Umfang. Vorsicht geboten ist in verschiedenen Ländern Ost- und Südosteuropas auch vor falschen Pannenhelfern.
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