Katze richtig streicheln

Fünf Stellen, an denen die Katze es liebt, gekrault zu werden

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Berührt man eine Katze an der falschen Stelle, riskiert man einen Kratzer. Welche Liebkosungen sie besonders mag.

Viele Katzen lieben es, gestreichelt zu werden, aber nicht alle Stellen sind gleichermaßen beliebt. Pluspunkte kann der sammeln, der die bevorzugten Bereiche kennt.

Kopf und Wangen

An den Wangen werden Katzen sehr gerne gestreichelt.

Der Kopf ist eine der beliebtesten Stellen. Besonders die Wangen sind heiß begehrt, weil sich dort Duftdrüsen befinden. Wenn Sie Ihre Katze an den Wangen kraulen, markiert sie Sie gewissermaßen und zeigt, dass sie sich bei Ihnen rundum wohlfühlt. Tipp: Achten Sie darauf, sanfte, kreisende Bewegungen zu machen und nicht zu fest zu drücken.

Unter dem Kinn

Diese Stelle ist oft schwer für die Katze selbst zu erreichen, weshalb sie es besonders genießt, wenn sie dort von Ihnen gekrault wird. Tipp: Verwenden Sie Ihre Fingerspitzen und seien Sie vorsichtig, um keine empfindlichen Barthaare zu berühren.

Hinter den Ohren

Die Haut hinter den Ohren ist dünn und leicht zugänglich, was diese Stelle ideal für sanfte Streicheleinheiten macht. Es ist auch eine Stelle, an der sich die Katze oft selbst kratzt, was die Berührung durch den Besitzer besonders angenehm macht. Tipp: Seien Sie vorsichtig, nicht direkt in die Ohren zu fassen, da dies unangenehm sein kann.

Hinterer Rückenbereich

Die meisten Katzen genießen es, wenn man ihnen über den hinteren Rücken streicht. Viele Katzen beginnen dabei zu schnurren und strecken das Hinterteil in die Höhe. Tipp: Drücken Sie nicht zu stark, und achten Sie darauf, wie Ihre Katze auf diese Berührung reagiert. Einige mögen es nicht, wenn man zu nahe an den Schwanz kommt.

Brust und Nacken

Diese Bereiche sind bei vielen Katzen beliebt, da sie oft weniger berührt werden und dort als sehr beruhigend empfunden wird. Tipp: Streicheln Sie in Fellrichtung und nicht gegen die natürliche Wuchsrichtung.

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Viel mehr als niedlich: Zehn Fakten über die Schnurrhaare von Katzen

Eine dreifarbige Katze von der Seite fotografiert, ihre Tasthaare sind gut zu erkennen.
Katzen haben etwa 156 Schnurrhaare, nicht nur um die Nase, sondern auch über den Augen, am Kinn, an der Unterlippe und den Wangen. Die feinen Haare haben viele Namen: Schnurrhaare, Sinushaare, Tasthaare oder auch Vibrissen. © IMAGO / Zoonar
Nahaufnahme des Gesichts einer getigerten Katze mit grünen Augen.
Die Schnurrhaare sind ein hochsensibles Tastorgan der Katze. Auch wenn sie in den Haaren selbst kein Gefühl hat, so sitzen an den Haarfollikeln viele empfindliche Nervenenden, die schon kleinste Bewegungen wahrnehmen und über sogenannte Propriozeptoren ans Gehirn weiterleiten. Die Schnurrhaare abzuschneiden, ist laut Tierschutzgesetz verboten. © IMAGO / YAY Images
Eine getigerte Katze liegt auf dem Rücken und schaut kopfüber in die Kamera.
An den Schnurrhaaren lässt sich die Stimmung der Katze ablesen. Sind sie nach vorne gerichtet, ist die Katze aufmerksam oder gar in Alarmbereitschaft. Liegen sie eng am Körper, deutet das auf Angst hin oder die Katze fühlt sich bedroht. Seitlich ausgerichtete, leicht gespannte Schnurrhaare zeigen, dass die Katze entspannt ist. © IMAGO / Design Pics
Eine Babykatze von der Seite fotografiert.
Mit ihren Schnurrhaaren können Katzen Bewegungen von Beutetiere spüren, wenn diese Luft aufwirbeln. Außerdem helfen sie bei der Orientierung. Denn mit den Tasthaaren am Kinn können Katzen „sehen“, was sich vor ihnen befindet, ihr Sichtfeld ist in diesem Bereich nämlich eingeschränkt. Dass Katzen sich im Dunkeln so gut zurechtfinden, haben sie also nicht nur ihren guten Augen, sondern auch ihren feinen Schnurrhaaren zu verdanken. © IMAGO / blickwinkel
Eine grau getigerte Katze liegt auf dem Sofa, ihre Vorderpfoten sind im Kamerafokus.
Katzen haben nicht nur im Gesicht, sondern auch an den Vorderbeinen Tasthaare. Diese helfen ihnen beim Klettern und Jagen. So zeigen sie, ob ein Beutetier sich noch bewegt. © IMAGO / Depositphotos
Eine dreifarbige Babykatze im Portrait.
Die Schnurrhaare über den Augen sind wichtige Antennen und funktionieren wie eine Art Frühwarnsystem: Sie dienen dem Schutz der empfindlichen Augen. ©  IMAGO / Zoonar
Eine Katze der Rasse Devon Rex im Portrait.
Es gibt Katzenrassen, bei denen die Schnurrhaare nicht lang und glatt, sondern kurz oder gekräuselt sind. Das schränkt sie in ihrer Funktion ein. Der Katze fehlt quasi ein Sinnesorgan, beziehungsweise steht es ihr nur eingeschränkt zur Verfügung. Katzen, die rassebedingt keine Schnurrhaare haben, gelten als Qualzucht. © IMAGO / Panthermedia
Eine Katze frisst aus einer tiefen Schale.
Katzen sollten möglichst immer aus flachen Schalen fressen oder trinken. Stoßen die Schnurrhaare beim Fressen ständig an den Rand des Napfes, ist das für die Katze sehr unangenehm bis schmerzhaft. Dieses Phänomen hat sogar einen Namen: Whisker Stress. © YAY Images/Imago
Eine graue Katze schlüpft durch eine Katzenklappe ins Freie.
Die Schnurrhaare sind auch eine Art Abstandsmesser. Sie sind länger, als die Katze breit ist. So kann die Katze mit ihren Schnurrhaaren prüfen, ob sie durch eine Öffnung passt. Auch deshalb ist Übergewicht für Katzen ungünstig: Ist die Katze breiter als ihre Schnurrhaare lang sind, funktioniert der Abstandsmesser nicht mehr zuverlässig. ©  IMAGO / Dreamstime
Nahaufnahme einer Katzennase.
Wenn mal ein Schnurrhaar ausfällt, ist das nicht weiter tragisch. Die Katze hat genug davon und sie wachsen recht schnell wieder nach. Ausgefallene Schnurrhaare sollen sogar Glück bringen. © IMAGO / ingimage

Bereiche, die Sie vermeiden sollten

Bauch: Die meisten Samtpfoten empfinden das Streicheln des Bauches als unangenehm. Zeigt sie Ihnen ihren Bauch, ist dies meist ein Zeichen von Vertrauen, aber nicht unbedingt eine Einladung zum Streicheln.

Schwanz: Dieser Bereich ist sehr empfindlich, und viele Katzen mögen es nicht so gerne, dort berührt zu werden.

Woran Sie erkennen, dass Ihre Katze genug hat

Achten Sie auf die Signale Ihrer Katze – schließlich möchte Sie ja, dass sie die Streicheleinheiten genießt.

  • Zucken des Schwanzes: Ein schnelles oder nervöses Zucken kann darauf hinweisen, dass Ihre Katze unzufrieden ist.
  • Gespreizte Ohren: Legt sie ihre Ohren flach an den Kopf an, ist das ein Zeichen dafür, dass sie verärgert ist.
  • Rucken oder Zucken des Körpers: Dies kann darauf hindeuten, dass sie genug davon hat.
  • Fauchen oder Knurren: Ihre Katze fühlt sich unwohl – die Streicheleinheiten sollten Sie beenden.

Wenn Ihre Katze sich an Sie schmiegt, Ihnen langsam zuzwinkert, ihren Kopf unter Ihre Hand schiebt oder seitlich hinlegt, sind das Anzeichen dafür, dass sie gerne gestreichelt werden möchte oder auch nur ihre Aufmerksamkeit möchte.

Rubriklistenbild: © Karina Hessland/Imago

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