VonInes Almsschließen
Sie sind deutlich kleiner als die bunten Ostereier, aber sie stellen eine größere Bedrohung dar: Bestimmte Eier, wie die der Apfelschnecken, sollten in Ihrem Garten nicht auftauchen. Erfahren Sie, wie Sie diese Plagegeister identifizieren können.
Es kann sein, dass Sie bei einem Spaziergang entlang eines Gewässers oder an Schilfgewächsen oder Steinen am eigenen Gartenteich auffällig gefärbte Gebilde finden: Zahlreiche pinkfarbene oder zartrosa Eier, die sich wie kleine hübsche Perlen an ihre Unterfläche schmiegen, haben sich als Vorboten einer invasiven Art entpuppt, die sich an heimischen Gewässern und Feuchtgebieten immer stärker ausbreiten könnte. Was steckt hinter diesen mysteriösen Eigelegen und welche Gefahren gehen davon aus?
Sechs Fakten über die gefährliche Apfelschnecke
- Pinkfarbene Eier, die an Wasserpflanzen oder Teichrändern haften, sind wahrscheinlich die Gelege der invasiven Apfelschnecken (Pomacea), die zur Gattung mit den größten Süßwasserschnecken weltweit zählen.
- Apfelschnecken, ursprünglich aus Südamerika, gelten als gefräßige Schädlinge, die Pflanzen und Tiere der in Deutschland heimischen Arten dezimieren können. Ihre unkontrollierte Vermehrung bedroht so das ökologische Gleichgewicht hierzulande und könnte andere Arten ganz verdrängen.
- Da sie, wie auf Feldern in Spanien geschehen, beispielsweise auch vor Reispflanzen keinen Halt machen, sind auch Ernten bedroht.
- Die Bekämpfung der Gattung Pomacea ist schwierig und sie haben in diesen Breiten keine natürlichen Feinde.
- Die Einfuhr und Verbreitung von Apfelschnecken der Gattung Pomacea ist EU-weit verboten – bisher geschah dies häufig über Aquarianer – Apfelschnecken sind beliebte Algenbeseitiger – und die Einfuhr von Aquarienpflanzen oder -steinen.
- Über das Ausleeren von Aquarien in Teichen gelangen die Tiere zum Beispiel in die Umwelt.
Der Fund von Apfelschnecken auf Feldern und in Wasserläufen in Deutschland oder der Verdacht darauf ist meldepflichtig. Zuständig sind hierfür die Pflanzenschutzdienste der Bundesländer. Die Entdeckung pinker Eier im heimischen Teich mag zunächst faszinierend wirken, doch hinter der farbenfrohen Fassade lauert eine potenzielle Bedrohung für die örtliche Flora und Fauna. Daher sind ein frühzeitiges Erkennen, Entfernen und geeignete Gegenmaßnahmen entscheidend, um die Auswirkungen dieser invasiven Art einzudämmen und das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.
Welche Schnecke ist das? Schädliche und nützliche Schnecken im Garten unterscheiden




Auch nach folgenden Eiern sollte man Ausschau halten
Sie haben Eier in Ihrem Garten entdeckt, die Sie zuvor noch nie gesehen haben oder die verdächtig aussehen? Auch Nützlinge wie der Marienkäfer und Schmetterlinge legen gelbe, grüne oder andersfarbige, teils auffällige Eier. Diese sollte man natürlich dort belassen, wo man sie findet. Wer sich nicht sicher ist, handelt lieber gar nicht, als voreilig. Bei folgenden Eiern ist aber ein Eingreifen ebenfalls sinnvoll:
- Nacktschnecken: Wie winzige Styroporbällchen findet man beim Umgraben in Beeten, Blumenkübeln, unter Mulch oder Brettern öfter die Gelege von schädlichen Tieren wie der Ackerschnecke, der Garten-Wegschnecke und der Spanischen Wegschnecke – Ansammlungen von weiß-gelben, etwa zwei Millimeter großen Eiern.
- Buchsbaumzünsler: Die winzigen Eier des Buchsbaumzünslers liegen an den Blattunterseiten des Buchsbaums und sind nur wenige Millimeter groß, blass und linsenförmig. Diese bekämpft man am besten durch Rückschnitt oder den vorbeugenden Einsatz von Schlupfwespen.
- Zeckeneier: Vor allem unter Laub, Blumenkübeln, Holz oder Steinen findet man die hell- bis dunkelbraunen oder schwarzen, glänzenden Gelege des Holzbocks mit bis zu 2.000 Eiern. Diese sind kleiner als ein Streichholzkopf.
Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

