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Gesund altern: Fünf einfache Tricks, um den Alterungsprozess zu verlangsamen

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Der Wunsch nach einem langen und gesunden Leben kann durch einige Faktoren beeinflusst werden. Dabei helfen auch Tipps für den Alltag.

Möglichst lange fit und gesund leben, davon träumen wohl viele. Dabei kann man durchaus selbst etwas dafür tun. Mithilfe einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beispielsweise lässt sich der Alterungsprozess verlangsamen. Auch schnelles Gehen soll das Leben verlängern können. Zudem gibt es einfache Tricks auf mentaler Ebene, die ein gesundes Altern fördern können.

1. Positive Lebenseinstellung wirkt sich auch positiv auf Alterungsprozess aus

Neben einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung ist die innere Einstellung entscheidend: Denn wer positiv durch das Leben geht, lebt laut Studien länger.

Wie die Ergebnisse einer Studie der Universität Zürich zeigen, leben Optimisten angeblich länger. So sollen Menschen, die sich gesund fühlen, höhere Chancen auf ein langes Leben haben. Ob sie rauchen, trinken oder unter Bluthochdruck leiden, spielt dabei keine Rolle. Denn positiv eingestellte Menschen verfügen laut den Wissenschaftlern in den meisten Fällen über besseres Coping. Gemeint sind psychische Bewältigungsstrategien, also das Bemühen und die Anstrengungen einer Person, wenn sie sich in einer belastenderen Situation befindet. Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung setzen sich weniger unter Stress und schonen dadurch ihre Abwehrkräfte und Ressourcen.

2. Finden Sie einen Grund, warum Sie morgens aufstehen

Neben einer positiven Lebenseinstellung sind auch Ziele im Leben für ein langes und gesundes Leben förderlich, wie Psychologen aus Nordamerika herausfanden. Wenn der tägliche Rhythmus des Arbeitslebens wegfällt, mangelt es gerade Rentnern an einer bestimmten Richtung im Leben. In diesen Fällen gilt es, aktiv dagegen zusteuern, indem man sich beispielsweise ein Hobby sucht. Dies soll wiederum das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt reduzieren.

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3. Glaube an Gott und Religiosität haben positive Auswirkungen auf psychische Gesundheit

Religiosität wirkt sich offenbar positiv auf die mentale Gesundheit aus – unabhängig davon, an welchen Gott man glaubt. Zu dieser Erkenntnis kamen Wissenschaftler der Yeshiva Universität in New York. Demnach sollen Menschen, die regelmäßig in die Kirche gehen, im Gegensatz zu Nichtgläubigen eine um 20 Prozent geringere Sterbewahrscheinlichkeit haben. Durch den Glauben in einer der Weltreligionen werde zudem Nächstenliebe gefördert, was wiederum Beziehungen zu anderen Menschen unterstützt und verbessert. Dadurch lässt sich auch das Level von Stresshormonen im Blut verringern. Diese können sich normalerweise auf Dauer negativ auf die Gesundheit auswirken.

4. Gesunde Freundschaften als wichtiger Faktor für die Lebensqualität

Zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine wichtige Rolle, wenn es um die Lebensqualität geht. Außerdem wirken sie sich positiv auf unsere psychische und körperliche Gesundheit aus, was wiederum ein langes Leben begünstigt. Wer seine Freundschaften pflegt, tut damit nicht nur seinem Wohlbefinden, sondern auch seiner Gesundheit viel Gutes. Dieser Zusammenhang wird auch immer wieder in Studien belegt. So sollen Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend unter Einsamkeit litten, ein höheres Risiko haben, im jungen Alter an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken. Auch die geistigen Leistungen der Betroffenen sollen schlechter sein. Einsame Personen zeigten außerdem ein deutlich höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, als Menschen, die Freundschaften pflegen.

5. Partnerschaften oder Ehen als Faktor für längeres Leben

Wie Forscher aus den USA in ihrer Studie herausgefunden haben, sollen unverheiratete Menschen ein doppelt so hohes Sterberisiko haben wie Verheiratete. Diese leben demnach länger. Ob die Ehe wirklich die Ursache für ein längeres Leben ist, kann die Studie allerdings nicht abschließend klären. Möglich wäre auch, dass Menschen, die gesünder leben, häufiger heiraten und zusammenbleiben.

Gesund altern: Zehn Tipps helfen dabei, jung und fit zu bleiben

Wurst
Fettkonsum reduzieren: Wer lange und gesund leben möchte, sollte wenig Fett essen. Denn Übergewicht kann auf Dauer krank machen und zu Arterienverkalkung, Diabetes, Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel führen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für einen durchschnittlichen Erwachsenen 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag. Jedoch sollten mindestens zwei Drittel davon aus ungesättigte Fettsäuren – wie sie etwa in Oliven-, Raps- oder Distelöl vorkommen – bestehen. Vorsicht ist deshalb auch bei versteckten Fetten (z. B. in Fleisch, Wurst, Käse) geboten.  © Kia Cheng Boon/IMAGO
Gemüse und Obst
Mit reichlich Obst und Gemüse Immunsystem stärken: Gemüse und Obst enthalten viele Vitalstoffe und sind daher Wunderwaffen gegen freie Radikale. Vor allem viel Vitamin C, wie es in großer Menge beispielsweise in Erdbeeren, Paprika und Orangen vorkommt, wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das Altern aus. Davon profitieren Körper und Haut, da das Vitamin die Abwehr und Selbstheilung stärkt. Gleichzeitig hält es den Alterungsprozess der Haut auf, indem es die Kollagenbildung im Bindegewebe und die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, fördert. Die Haut wird dadurch straff und glatt. Vitamin C kann auch eine zellverjüngende Wirkung haben – und zwar in Verbindung mit Folsäure aus z. B. Salaten, Kohl und Spargel. © BVDC/IMAGO
Frau schenkt Glas Wasser ein
Ausreichend Wasser, wenig Alkohol: Wer gesund altern möchte, sollte genug Flüssigkeit aufnehmen. Am besten eigenen sich hier Wasser oder ungesüßter Tee. Empfohlen werden dabei zwei bis drei Liter am Tag. Denn bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr wirkt die Haut schnell trocken und fahl. Zudem bekommt man dadurch mehr Falten. Alkohol sollte man hingegen nur in geringen Maßen genießen, da er Zellschäden in Gehirn und Leber verursachen kann. Dadurch steigt wiederum das Risiko für Krebserkrankungen. Ein Glas Rotwein hin und wieder wird jedoch sogar empfohlen, da er Resveratrol enthält. Es vermindert Schäden durch freie Radikale, stoppt Entzündungen in den Gefäßen, senkt den Cholesterinspiegel und bekämpft Zellen, die sich zu Krebszellen verändern. © Daniel González/IMAGO
Zigaretten
Verzicht auf Nikotin: Rauchen schwächt die Abwehr und verursacht Arterienverkalkung, schlechte Durchblutung sowie Krebs. Wer auf Nikotin verzichtet, fördert daher seine Gesundheit, da beispielsweise die Sauerstoffaufnahme in den Lungenbläschen verbessert wird.  © Pond5/IMAGO
Burger
Übersäuerung vermeiden: Damit der menschliche Stoffwechsel optimal funktioniert, müssen Basen und Säuren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Durch ungesunde Ernährung – wie beispielsweise der Verzehr von Fast Food – verschiebt sich das Gleichgewicht und es kommt zur Übersäuerung. Sie schädigt unter anderem das Bindegewebe und fördert Entzündungen. Eine Ernährungsumstellung kann das Ungleichgewicht wieder ins Lot bringen. Dabei sollte die Nahrung zu 80 Prozent aus basischen und zu 20 Prozent aus sauren Lebensmitteln bestehen. © Design Pics/IMAGO
Paar auf Fahrrädern
Regelmäßig leichter Sport treiben: Beim gesunden Altern spielt neben der Ernährung auch Bewegung eine wichtige Rolle. Dabei ist in zunehmendem Alter vor allem leichter Sport sinnvoll. Hier eignen sich Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren, da sie den Körper positiv beeinflussen. Sie stärken Kreislauf, Herz und Muskulatur. Außerdem senken sie den Bluthochdruck und regen die Fettverbrennung an.  © Frédéric Cirou/IMAGO
Frau macht Yoga
Für Entspannung sorgen: Stress kann nicht nur der Gesundheit schaden, sondern auch den Alterungsprozess beschleunigen. Möchten Sie noch lange und gesund leben, sollten Sie ihn daher vermeiden. Meditation, Yoga ein Spaziergang in der Natur oder ein gutes Buch lesen – es gibt viele Möglichkeiten, um abzuschalten. Testen Sie, wann, wo und wie Sie am besten zur Ruhe kommen können und praktizieren Sie diese Anti-Stress-Übungen regelmäßig.  © Rainer Berg/IMAGO
Seniorin schläft
Ausreichend Schlaf: Wenn wir schlafen, kann sich der Körper regenerieren und der gesamte Organismus neue Energie und Kraft tanken. Durch die Produktion von Wachstumshormonen werden Selbstheilungsprozesse angeregt und das Immunsystem aktiviert. Auch die Haut erstrahlt nach genügend Schlaf wieder frisch.  © Monkey Business 2/IMAGO
Vier Menschen sitzen an einem Gartentisch
Freunde treffen, Spaß haben, lachen: Alles, was gute Laune bringt, ist auch gesund. Lachen beispielsweise fördert die Freisetzung von Stickstoffmonoxid in der Gefäßinnenhaut der Arterie. Dieses wirkt gefäßerweiternd und regt die Durchblutung an. Beim Lachen absolvieren wir außerdem ein zusätzliches Trainingsprogramm, da wir dabei ca. 80 Muskeln bewegen und uns durch 15 Minuten herzhaftes Lachen am Tag zehn Minuten Joggen sparen können. © Monkey Business 2/IMAGO
Zwei Frauen machen Kreuzworträtsel
Gehirnjogging: Durch geistige Fitness lässt sich der Alterungsprozess hinauszögern. Kreuzworträtsel und Schach spielen sollen besonders wirksam sein. Zudem sollen Kreativität und Flexibilität Menschen fit und jung halten. Bleiben Sie deshalb offen für neue Dinge, erstarren Sie nicht in alten Gewohnheiten und fördern Sie ihren Geist abwechslungsreich. © Maskot/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Lisa F. Young/IMAGO

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