VonJulia Hanigkschließen
Edeka trennt sich von der DeutschlandCard und setzt auf Payback. Die DeutschlandCard kündigt neue Teilnahmebedingungen an – und streicht eine Option.
Kassel – Shopping-Fans kennen sie als eines der großen Pendants zur Payback-Karte: Die DeutschlandCard. Wer bei einem zugehörigen Partner einkauft und die Karte beim Bezahlen registriert, sammelt Punkte, die wiederum ab gewissen Punkteschwellen in Prämien umgewandelt werden können. Nun stehen bei der DeutschlandCard gleich mehrere große Veränderungen an.
Edeka-Konzern verlässt DeutschlandCard – große Änderungen für Supermarkt-Kunden greifen ab 2025
Einer der Haupt-Partner der Karte war bisher die Supermarktkette Edeka samt den Tochterunternehmen Netto und Marktkauf. Wie auf der Website der DeutschlandCard zu lesen ist, endet diese Zusammenarbeit jedoch nun zum 28. Februar 2025. Das Unternehmen informiert: „Auch wenn Edeka nach dem 28. Februar 2025 nicht mehr dabei ist, kannst du deine Punkte gegen verschiedenste Prämien und Gutscheine eintauschen. Dein Punktekonto bleibt genauso wertvoll wie es war – und du kannst es ganz nach deinem Geschmack nutzen, zum Beispiel fürs Shoppen, coole Prämien, Reisen oder auch Spenden.“
Die Karte bleibt also bestehen, die Partner werden sich allerdings ändern. Bisher zählten dazu Edeka, Marktkauf, Netto Marken-Discount, trinkgut, Rofu, Esso und Hammer. Außerdem sind 500 Online-Shops mit angeschlossen.
DeutschlandCard verspricht: „Schon bald wird die DeutschlandCard noch vielfältiger, einfacher und flexibler, als sie es jemals war.“ Es sollen weitere Shops und Services folgen. Welche das sind, bleibt derzeit noch offen.
Edeka wird neuer Partner von Payback – aber Rewe geht
Hintergrund der Trennung des Edeka-Konzerns ist eine neue Kooperation mit dem Konkurrenten Payback. Der ist mit 31 Millionen aktiven Teilnehmern Marktführer – unter anderem können Payback-Punkte bei Amazon, Aral, dm, C&A, Otto und Thalia gesammelt werden. Im Gegensatz zur DeutschlandCard können Punkte hier auch in Geld umgewandelt werden und damit gezahlt werden. Trotzdem verlässt der Rewe-Konzern die Kooperation. Auch bei Payback gibt es Nachteile.
DeutschlandCard-Änderungen betreffen Edeka-Kunden schon ab Januar – es wird digitaler
Im Zuge der anstehenden Änderungen hat DeutschlandCard nun seine Teilnahmebedingungen und Datenschutz-Hinweise „vollständig überarbeitet“, wie auf der Website bekanntgegeben wird. Eine der wichtigsten Neuerungen, die auch für Edeka-Kunden mit DeutschlandCard schon ab Januar 2025 in Kraft treten wird: „Die DeutschlandCard wird digitaler. Daher wird zukünftig nur noch die digitale Karte ausgestellt. Damit entfällt die Möglichkeit der Ausstellung einer physischen Ersatzkarte. Zudem wird auf die Möglichkeit des Mitsammelns durch eine (physische) Zweitkarte verzichtet.“
Auch die Kommunikation wird auf E-Mail umgestellt und der Punktestand so zugeschickt werden. Der Kundenservice wird auf einen Chatbot umgestellt. Außerdem können Partnerunternehmen ab 2025 dagegen auch ein „anderes Unternehmen als ein Vor-Ort- und Online-Partner sein, sofern und solange es eine Vorteilsaktion für unsere Teilnehmer anbietet“. Zusätzlich soll auch der Service stärker personalisiert werden und individuelle Interessensprofile in den Mittelpunkt rücken. Konkret: „Auch, wenn du deine Einwilligung in individualisierte Werbung bisher nicht erteilt hast, werden wir daher künftig deine individuellen, konkreten Daten zur Ableitung eines individuellen Interessenprofils für die Personalisierung deiner Teilnahme verwenden.“
Allerdings: Nicht nur DeutschlandCard ändert seine Programm-Bedingungen. Auch bei Payback gibt es einige Neuerungen 2025, samt neuer Funktion. (jh)
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