Traurige Top-Five

Jeder Dritte ist betroffen: Die fünf häufigsten psychischen Erkrankungen von Depression bis Alkoholsucht

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Laut Bundespsychotherapeutenkammer sind psychische Erkrankungen im Verlauf eines Jahres bei jedem dritten Erwachsenen zu beobachten, wobei eine Erkrankung besonders oft vorkommt.

Psychische Krankheiten sind weit verbreitet und betreffen Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hintergrunds. Sie können vielfältige Formen annehmen, von Depressionen und Angststörungen bis hin zu bipolarer Störung und Schizophrenie. Im fortgeschrittenen Stadium ist ein normaler Alltag für Betroffene nicht mehr möglich. Mithilfe einer rechtzeitigen Diagnose und geeigneter Behandlung können viele Patienten aber (wieder) ein erfülltes Leben führen und sich von der psychischen Krankheit erholen.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) informiert, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 27,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen ist. Das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen.

Alkoholsucht, Depression, Essstörung: Häufige psychische Leiden im Überblick

Fünf Krankheiten der Psyche sind besonders häufig. Die traurigen Top-Five finden Sie in der Liste:

  • Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als Depressionen, Angststörungen oder Alkoholsucht. Doch unter jungen Frauen zählen Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, so eine Information der Bundespsychotherapeutenkammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie.
  • Mit einer Diagnose-Rate von 15,4 Prozent sind Angststörungen die häufigste psychische Erkrankungsform durch alle Bevölkerungsschichten hindurch. Panikattacken oder Angst vor weiten Plätzen sind Beispiele. Betroffene leiden während des Angstzustandes unter anderem an Symptomen wie Herzrasen, Schwindel und einem Gefühl des Erstickens.
Menschen mit psychischen Krankheiten leiden oft an Antriebslosigkeit. In schwerwiegenden Fällen wird das Bett nicht mehr verlassen. (Symbolbild)

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  • Affektive Störungen gehören zu den psychischen Erkrankungen, die in Deutschland am zweithäufigsten auftreten. Die wohl bekannteste Vertreterin dieser Gruppe ist die Depression. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) macht diese fast zehn Prozent der Diagnosen aus. Etwa 16 Prozent der Menschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben eine depressive Störung, wie von der Bundespsychotherapeutenkammer berichtet wird.
  • Die Alkoholsucht ist unter den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Störungen zu finden. Zusammen mit der Medikamentenabhängigkeit macht sie 5,7 Prozent der Diagnosen aus. Etwa jeder siebte Erwachsene konsumiert Alkohol in Mengen, die gesundheitliche Risiken bergen. Daher ist Alkohol in Deutschland nach Nikotin das am weitesten verbreitete Suchtmittel, wie von der Bundespsychotherapeutenkammer festgestellt wird.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Stress nachhaltig reduzieren – mit bewährten Entspannungstechniken

Frau macht Yoga-Pose
Meditation ist eine Technik, mit deren Hilfe man in den Moment findet, statt sich in Gedanken zu verlieren. Wie die Techniker Krankenkasse weiter informiert, lernen Sie im Rahmen der Mediation, Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne diese festzuhalten oder zu bewerten. Das Ziel: Abstand zum alltäglichen Stress gewinnen. Krankenkassen, Yoga-Studios und auch viele Fitnessstudios bieten Kurse an. Auch mithilfe von Apps kann man ausprobieren, ob Meditation etwas für einen ist.  © Marcos Castillo/Imago
Frau macht Yoga-Übung
Yoga kräftigt und dehnt auch die tiefliegenden Muskelgruppen. Doch die fernöstliche Lehre, die viele körperliche, aber auch geistige Übungen umfasst, kann mehr. Denn die Entspannungsübungen im Yoga verlangsamen die Atmung, was beruhigende Wirkung auf den gesamten Organismus hat. Wer sich ausprobieren möchte, sieht sich mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Yoga- und Fitnessstudios, aber auch Krankenkassen und Volkshochschulen bieten Kurse an.  © svyatoslav lipinskiy/Imago
Junge Frau liegt in Sportklamotten auf einer Yoga-Matte.
Viele Menschen schwören auf progressive Muskelentspannung, wenn sie zur Ruhe kommen wollen. Das Prinzip dahinter: Durch gezielte An- und Entspannung der Muskeln verringert sich die Aktivität der Nerven und die psychische Anspannung nimmt ab. Wie die AOK weiter informiert, kann man nach vorheriger Anleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten die Übungen auch selbstständig durchführen. © Ivan Gener/Imago
Frau liegt mit geschlossenen Augen im Gras
Autogenes Training ist ein Entspannungsverfahren, das über gedankliche Konzentration zur Ruhe finden lassen soll. Hier werden nicht, wie bei der progressiven Muskelentspannung, Muskeln bewusst angespannt und entspannt. Wie die Neurologen und Psychiater im Netz weiter informieren, ist es viel mehr eine Art Selbsthypnose, die beim autogenen Training stattfindet. Mithilfe von Mantra-artigen Übungsformeln (z. B. „Der rechte Arm ist ganz schwer“ oder „Der rechte Arm ist ganz warm“) soll erreicht werden, dass der gesamte Organismus zur Ruhe kommt. Kurse finden Sie unter anderem bei Ihrer Krankenkasse und der Volkshochschule.  © Olga Pankova/Imago
Frau atmet tief durch an der frischen Luft.
Atemtechniken helfen dabei, starken Stress zu reduzieren. Bei Anspannung flacht die Atmung in der Regel ab, die Luft wird nicht weiter als in den Brustraum eingeatmet. Eine ruhige, regelmäßige Bauchatmung führt aber dazu, dass sich Muskeln entspannen und der Körper besser durchblutet wird. Auch der Blutdruck kann so gesenkt werden. Und so sieht eine gesunde und tiefe Bauchatmung nach der 4/7/11-Regel aus: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden ausatmen und das ganze 11 Minuten durchhalten. © Imago
Fröhliche, in eine Decke gehüllte junge Frau sitzt mit einer Tasse heißer Schokolade auf der Terrasse eines Bungalows
Achtsamkeit hat sich der Techniker Krankenkasse zufolge in vielen Studien als wirksam zur Stressreduktion erwiesen. In anerkannten Kursen zur „Mindfulness Based Stress Reduction“ würden Techniken erlernt werden, die helfen, im Hier und Jetzt statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein – und das nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ein wichtiger Aspekt: Achtsam sein bedeutet, jegliche Bewertung aus den Gedanken zu verbannen. Der Moment, die Atmung, die Geräusche im außen werden also ausschließlich wahrgenommen, man denkt an nichts.  © Aleksei Isachenko/Imago
Frau wandert auf den Heimgarten
Viele Menschen machen intuitiv das Richtige, wenn sie sich gestresst fühlen. Sport empfinden viele als sehr gutes Ventil, um Druck abzulassen. Der Techniker Krankenkasse zufolge zählt Sport zwar nicht zu den typischen Entspannungstechniken, man spricht vielmehr von einer sogenannten passiven Methode.  © Imago
Frau liegt in der Badewanne
Zu den sogenannten passiven Methoden zählt nicht nur der Sport. Auch eine entspannte Auszeit in der Badewanne, ein Spaziergang oder Zeit mit einem guten Buch können den Stresslevel enorm senken, indem sie Zufriedenheitserlebnisse schaffen, so die Techniker Krankenkasse.  © Imago

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Michela Ravasio/Imago

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