Jeder Dritte ist betroffen: Die fünf häufigsten psychischen Erkrankungen von Depression bis Alkoholsucht
VonJuliane Gutmann
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Laut Bundespsychotherapeutenkammer sind psychische Erkrankungen im Verlauf eines Jahres bei jedem dritten Erwachsenen zu beobachten, wobei eine Erkrankung besonders oft vorkommt.
Psychische Krankheiten sind weit verbreitet und betreffen Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hintergrunds. Sie können vielfältige Formen annehmen, von Depressionen und Angststörungen bis hin zu bipolarer Störung und Schizophrenie. Im fortgeschrittenen Stadium ist ein normaler Alltag für Betroffene nicht mehr möglich. Mithilfe einer rechtzeitigen Diagnose und geeigneter Behandlung können viele Patienten aber (wieder) ein erfülltes Leben führen und sich von der psychischen Krankheit erholen.
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) informiert, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 27,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen ist. Das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen.
Alkoholsucht, Depression, Essstörung: Häufige psychische Leiden im Überblick
Fünf Krankheiten der Psyche sind besonders häufig. Die traurigen Top-Five finden Sie in der Liste:
Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht sind zwar insgesamt gesehen weniger weit verbreitet als Depressionen, Angststörungen oder Alkoholsucht. Doch unter jungen Frauen zählen Essstörungen zu den häufigen psychischen Erkrankungen, so eine Information der Bundespsychotherapeutenkammer. Etwa ein Prozent der Frauen erkrankt während ihres Lebens an einer Magersucht, rund zwei Prozent leiden im Laufe ihres Lebens an einer Bulimie.
Mit einer Diagnose-Rate von 15,4 Prozent sind Angststörungen die häufigste psychische Erkrankungsform durch alle Bevölkerungsschichten hindurch. Panikattacken oder Angst vor weiten Plätzen sind Beispiele. Betroffene leiden während des Angstzustandes unter anderem an Symptomen wie Herzrasen, Schwindel und einem Gefühl des Erstickens.
Affektive Störungen gehören zu den psychischen Erkrankungen, die in Deutschland am zweithäufigsten auftreten. Die wohl bekannteste Vertreterin dieser Gruppe ist die Depression. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (dgppn) macht diese fast zehn Prozent der Diagnosen aus. Etwa 16 Prozent der Menschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben eine depressive Störung, wie von der Bundespsychotherapeutenkammer berichtet wird.
Die Alkoholsucht ist unter den am dritthäufigsten diagnostizierten psychischen Störungen zu finden. Zusammen mit der Medikamentenabhängigkeit macht sie 5,7 Prozent der Diagnosen aus. Etwa jeder siebte Erwachsene konsumiert Alkohol in Mengen, die gesundheitliche Risiken bergen. Daher ist Alkohol in Deutschland nach Nikotin das am weitesten verbreitete Suchtmittel, wie von der Bundespsychotherapeutenkammer festgestellt wird.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.