Großer Test

Elektroauto schnellladen: Experten ermitteln beste Stromer für die Langstrecke

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In kurzer Zeit möglichst viel Reichweite nachtanken – das wünscht sich wohl jeder E-Auto-Fahrer. Der ADAC hat nun getestet, welche Stromer das am besten können.

Vor einigen Jahren waren Elektroautos noch Exoten auf den Straßen, inzwischen gehören sie fest zum Alltag. Aber es gibt immer noch viele Menschen, die sich keinen Stromer kaufen wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Laut einer Reddit-Umfrage gehören der hohe Preis für E-Autos sowie mangelnden Lademöglichkeiten dazu. Auch die teils relativ lange Ladedauer schreckt viele vom Kauf eines Stromers ab – etwa Rallye-Legende Walter Röhrl, wie er kürzlich erklärte. Wer es als E-Autofahrer eilig hat, freut sich über Schnellladestationen. Doch welche Elektroautos tanken dort am schnellsten Strom? Der ADAC hat es getestet.

E-Auto schnellladen: Auf eine stabile Ladekurve kommt es an

Je größer die Ladeleistung eines Elektroautos, beziehungsweise der Ladesäule, desto schneller ist ein E-Auto wieder mit Strom befüllt. Während manche Stromer lediglich mit bis zu 50 kW laden, schafft beispielsweise ein Audi e-tron GT bis zu 270 kW Ladeleistung. Allerdings kommt es nicht nur auf die maximale Ladeleistung, sondern auf die Ladekurve an. Wenn nur kurz eine Spitzenleistung erreicht wird, ist das nicht so gut, wie wenn ein Stromer über einen möglichst langen Zeitraum mit einer hohen Leistung lädt. Ähnlich wie bei der Reichweite ist der entscheidende Faktor beim Laden eines Akkus die Temperatur. Optimal lädt eine Batterie bei ihrer sogenannten „Wohlfühltemperatur“. Ist der Akku zu kalt oder wird er zu heiß, reduziert das Lademanagement die Ladeleistung – und der Ladevorgang dauert länger.

An Schnellladesäulen tankten E-Autos besonders flott nach. (Symbolbild)

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Elektroautos für die Langstrecke: ADAC testet Schnellladefähigkeit von Stromern

Der ADAC hat sich nun die Langstreckentauglichkeit von E-Autos angeschaut. Entscheidend war im Test des Automobilclubs, in welcher Zeit an der Ladesäule ein Stromer wie viel „Reichweite“ nachtanken kann. Dabei spielt auch der Verbrauch eines E-Autos eine Rolle: So lud das Tesla Model 3 beispielsweise im Schnitt mit 106 kW in 30 Minuten Strom für 332 Kilometer, während ein Porsche Taycan – der mit der doppelten Leistung lud – nur Strom für rund 20 Kilometer mehr laden konnte. An der Spitze landete der Hyundai Ioniq 6 2WD (77,4 kWh): Er tankte mit einer durchschnittlichen Ladeleistung von 190 kW in 30 Minuten Strom für 492 Kilometer nach.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

Hier sind die Top-5-Modelle im Test, die komplette Liste gibt es auf der Website des ADAC.

ModellMax. Ladeleistung / durchschnittl. Ladeleistung / km in 30 min
1. Hyundai Ioniq 6 2WD (77,4 kWh)236 kW / 190 kW / 492 km
2. Mercedes EQS 450+208 kW / 166 kW / 423 km
3. Hyundai Ioniq 5 2WD (77 kWh)223 kW / 194 kW / 408 km
4. Mercedes EQE 350+172 kW / 145 kW / 400 km
5. Mercedes EQS 580206 kW / 168 kW / 395 km

In Zukunft soll das Laden aber noch viel schneller vonstattengehen. Der Hersteller CATL hat einen neuen Akku entwickelt, der in nur zehn Minuten genug Strom für 400 Kilometer laden soll. Und auch ein britisches Start-up namens Nyobolt verspricht einen Super-Akku, der in sechs Minuten voll geladen sein soll. Schon im Jahr 2024 soll die neue Batterietechnik in Produktion gehen.

Rubriklistenbild: © Christian Ender/Imago

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