Influenza-Variante wegen Covid nahezu verschwunden: STIKO rät zur Dreifachimpfung
VonJuliane Gutmann
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Die Standardempfehlung ist nun die Grippe-Dreifachimpfung, da der B/Yamagata-Stamm kaum mehr zirkuliert. Allerdings ist der neue Impfstoff noch nicht verfügbar.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat kürzlich ihre Empfehlung für Grippeimpfungen aktualisiert und rät nun zur Dreifachimpfung. Der Vierfachimpfstoff mit einer Kombination aus vier Wirkstoffen sei nicht mehr notwendig. Diese Entscheidung basiert auf der Erkenntnis, dass der sogenannte B/Yamagata-Grippestamm nur noch sehr selten nachgewiesen wird. Dies sei der STIKO zufolge vor allem auf die Corona-Maßnahmen zurückzuführen. „Wir haben einen Grippestamm komplett ausgerottet“, zitiert der Spiegel den Immunologen Carsten Watzl von der Technischen Universität Dortmund: „Das zeigt sehr eindrücklich, wie effektiv die Maßnahmen waren“.
Neue Dreifachimpfstoffe gegen Grippe erst ab 2025 erhältlich
Die Dreifachimpfung mit dem neuen sogenannten trivalenten Impfstoff soll Schutz gegen zwei Influenza-A-Stämme sowie einen B-Stamm bieten. Diese Subtypen mit ihren jeweiligen Varianten sind weltweit die häufigste Ursache für den Ausbruch der echten Grippe (Influenza). Die neue Grippe-Impfempfehlung wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) unterstützt. Allerdings gibt es einen Haken: Die neuen Impfstoffe sind erst ab 2025 erhältlich. Erfahren Sie hier mehr zum Thema, ob es im Januar bereits zu spät für eine Grippeschutzimpfung ist.
Wie das Fachportal PTA heute informiert, soll es die von der STIKO ab sofort empfohlenen inaktivierten Dreifachimpfstoffe erst ab kommender Saison 2025/26 geben. Für die Influenzasaison 2024/25 werden weiter die bisherigen Vierfachimpfungen verabreicht, die zusätzlich gegen den B/Yamagata-Stamm wirken.
Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln
Die Grippeimpfung ist eine wichtige Schutzmaßnahme gegen zirkulierende Influenza-Viren. Die Impfung kann zwar nicht vollständig vor einer Erkrankung schützen, sorgt aber häufig für mildere Verläufe. Die STIKO betont, dass die Impfung eine wichtige Methode zur Prävention von Influenza-bedingten Komplikationen darstellt. Laut STIKO-Empfehlung sollten Personen ab 60 Jahren, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen geimpft werden. Auch Personen mit erhöhtem beruflichen Risiko, wie medizinisches Personal, wird zur Impfung geraten.