Freundschaft fürs Leben

„Ihn zu behalten, war nie der Plan“ – Instagrammer und seine Abenteuer-Katze sind unschlagbares Team

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Eine Katze, die Kajak fährt, klettern geht und auf Wanderungen die Welt entdeckt? Gibt es nicht? Kater Simon beweist auf Instagram das Gegenteil. Lesen Sie die ganze Geschichte hier.

JJ Yosh (@jjyosh), ein Abenteuerfilmer aus den USA, ist bereits seit vielen Jahren in den sozialen Medien als Influencer aktiv. Doch erst als ein pelziger Mitbewohner unerwartet in sein Leben tritt, nehmen seine Abenteuer so richtig an Fahrt auf. Die Rede ist von Kater Simon, der mit knapp einer Million Followern auf Instagram inzwischen selbst eine kleine Social-Media-Berühmtheit geworden ist. Doch eigentlich wollte JJ den kleinen Kater Simon (@backpackingkitty) nur für einige Tage behalten. Wie sich die Beziehung der beiden verändert hat und wie Simon zu dem Backpacker-Kätzchen wurde, als das ihn seine zahlreichen Follower heute lieben, haben wir uns einmal genauer angesehen.

JJ wollte Kater Simon eigentlich nicht behalten

Als JJ den schwarzen Kater Simon 2016 bekommen hatte, war der gerade wenige Wochen alt und Simon wollte ihn eigentlich nicht behalten, da er beruflich viel reiste und befürchtete, dass er sich nicht ausreichend um ein Haustier kümmern könnte. JJs Vermieter hatte das Kätzchen und seine Geschwister zuvor aus dem Müll gerettet. Der TV-Moderator und Influencer übernahm die Babymieze zunächst zur Pflege – dass daraus eine Freundschaft fürs Leben werden würde, hätte er damals selbst nicht gedacht. Nicht nur, weil er ständig auf Achse war, sondern auch, weil Simon anfangs nicht gerade handzahm war.

Der Babykater war verängstigt und miaute ununterbrochen, wie JJ auf seinen Instagram-Kanälen erzählt. Auch sein anfänglicher Name war aus diesem Grund nicht gerade schmeichelhaft: JJ nannte ihn wegen seiner eher teuflischen Art zunächst Diablo und wollte ihn aus dem gleichen Grund nicht behalten. Der schwarze Vierbeiner ließ den Abenteurer nicht an sich heran und JJ hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass sich die junge Katze noch ändern würde.

Dass aus Simon ein ruhiger und liebevoller Kater werden würde, zeigte sich erst durch ein Angst einflößendes Ereignis: Am ersten Tag, den Simon bei seinem neuen Herrchen wohnte, rannte er aus dem Haus und versteckte sich unter einem Felsen, unter dem JJ ihn jedoch nicht mehr hervorholen konnte. Aufgrund der Lage seines Hauses in den Bergen befürchtete JJ das Schlimmste: In direkter Nachbarschaft zu Raubtieren wie Berglöwen, Kojoten, Füchsen oder Adlern rechnete er nicht damit, dass er die kleine Fellnase noch einmal zu Gesicht bekommen würde. Erst einige Zeit später gelang es dem US-Amerikaner schließlich, die Babykatze zu retten.

Verhalten der ängstlichen Katze ändert sich

Ab diesem Zeitpunkt änderte sich Simons Verhalten. Laut JJ wurde er ruhig und liebevoll, sodass der Wanderführer ihn mit auf eine seiner geführten Wanderungen nehmen konnte. Anfangs war Simon noch ängstlich, weshalb JJ ihn in seinen Rucksack setzte, um ihm von seinem Rücken aus die Schönheit der Natur zu zeigen. Dort fühlte sich Simon pudelwohl und @backpackingkitty war geboren. Gemeinsam erkunden die beiden seitdem die Natur und erleben Abenteuer – ob zu Fuß, im Kayak oder auf dem Fahrrad. Mit Geschirr und Leine verbringen JJ und Simon nahezu jeden Tag in der Wildnis nahe ihres Wohnortes. Trotz notwendigem, wenn auch sehr geduldigem Training ist sich JJ sicher, dass Simon „auf irgendeine Weise als Abenteuer-Katze geboren“ wurde.

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Doch die natürliche Neugierde von Katzen hat auch in JJ etwas verändert, wie er auf Instagram verrät: „Alles, was Simon erkundet, sieht er zum allerersten Mal. Das hat auch in mir bewirkt, dass ich die Welt aus einer völlig anderen Perspektive betrachte.“ Seit sieben Jahren sind die beiden bereits ein Herz und eine Seele und lieben es, ihre Zeit gemeinsam draußen zu verbringen. Laut JJ sei es das Wichtigste, Tiere so oft wie möglich in die Natur zu bringen.

Heute sind JJ und Simon ein Herz und eine Seele

Wie die liebevolle Beziehung zwischen JJ und Simon heute aussieht, darüber postet JJ regelmäßig auf seinen beiden Instagram-Kanälen. In den Videos ist zu sehen, wie verschmust sich Simon an sein Herrchen wendet – wenn der gerade dabei ist, zu essen. In einem emotionalen Zusammenschnitt zeigte JJ seinen besten Vierbeiner-Freund Simon kürzlich von dessen zärtlichster Seite:

Das Mensch-Katze-Gespann kann aber auch lustig sein. Das beweist ein weiteres Video auf Simons Instagram-Kanal, den sich bereits 2,4 Millionen User angesehen haben. Dort zeigt JJ die amüsantesten Sequenzen aus gemeinsamen Mahlzeiten.

„Diese Augen“ – Instagram-User kommentieren fleißig

In den Kommentaren betonen zahlreiche Instagram-User, dass die wunderbare Freundschaft zwischen JJ und Simon ihre Bestimmung war – oder zumindest, dass die Entscheidung, Simon zu behalten, nicht in JJs Hand lag.

  • „Behalte ihn (sie alle) FÜR IMMER! Das ist das BESTE, was wir tun können! Wir werden nie, nie, nie eine solche Freundschaft wie mit ihnen finden … nicht auf dieser Welt! Unglücklicherweise!😞🙏❤️“
  • „Sie zu behalten, ist nie der Plan, bis sie unser Herz erobern. ❤️“
  • „Die wahrhaftigste Art eines süßen Freundes.“
  • „Du hattest vor, ihn nur ein paar Tage zu behalten, aber er hatte offensichtlich vor, ein Leben lang zu bleiben. 🖤“
  • „So klappt es meistens und so weiß man auch, dass es so ist, wie es sein sollte. 💕“

Schwarze Katzen sind Glücksbringer im Fellmantel – hier sind elf Fakten, die das beweisen

Eine schwarze Katze liegt zwischen Geldscheinen auf einem Teppich.
Fakt 1: Die reichste Katze der Welt hatte schwarzes Fell. Blacky lebt zwar nicht mehr, ist jedoch dem Guinness Buch der Rekorde zufolge bis heute der reichste Kater auf dem Planeten. Mit einem Erbe von umgerechnet 11 Millionen Euro hatte er bestimmt ein schnurr-haftes Leben. Sein Herrchen, der Katzenliebhaber und Brite Ben Rea, war 1988 verstorben und hinterließ seinen 15 Katzen-Erben diese unglaubliche Summe. Als Letzter im Bunde war Blacky der Glückliche und erbte alles. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Aus dem Film Jigsaw mit Jean Wallace und Franchot Tone aus dem Jahr 1949: Jean Wallace hat eine schwarze Katze auf dem Arm.
Fakt 2: Schwarze Katzen sind echte Hollywoodstars. Sie glänzen – im wahrsten Sinne des Wortes – in der Literatur, im Fernsehen und im Film. Diese schwarzen Katzen sind beispielsweise berühmt: Aus der TV-Serie „Die Simpsons“: Snowball II Aus der Kurzgeschichte „The Black Cat“ von Edgar Allen Poe: Pluto (Auch als Film aus dem Jahr 1966 bekannt) Aus der TV-Serie „Star Trek“: Isis Aus der TV-Serie „Sabrina – Total Verhext!“: Salem Aus der Anime-Serie „Sailor Moon“: Luna  © Everett Collection/Imago
Eine schwarze Katze mit hellgrünen Augen sitzt auf einem Stuhl und blickt nur mit ihrem halben Kopf über den Tisch, der vor dem Stuhl steht.
Fakt 3: Für schwarze Katzen gibt es ein eigenes Café. In Japan, in der Kleinstadt Himeji, findet man ein Katzencafé mit dem Namen „Nekobiyaka“, in dem es nur schwarze Katzen gibt. Dort trägt jede der Katzen ein andersfarbiges Band, damit sie von den Besuchern auseinandergehalten werden können. Das Café ist das erste und einzige auf der Welt, in dem es ausschließlich schwarze Katzen gibt. © Cavan Images/Imago
Eine zusammengerollte dunkelbraune Katze schaut mit großen Augen am Betrachter vorbei.
Fakt 4: Schwarze Katzen sind Verwandlungskünstler. Das Pigment Eumelanin sorgt für die schwarze Färbung des Fells. Kleine Änderungen im Pigment bewirken wunderschöne Abstufungen in der dunklen Fellfarbe: Töne wie Cinnamon oder Chocolat, aber auch Blau können das Ergebnis sein. © VWPics/Imago
Eine schwarze Katze schmiegt sich im warmen Sonnenlicht in einen Behälter voller Walnüsse.
Fakt 5: Schwarze Katzen bleichen aus. Zwar ist die Fellfarbe genetisch vorbestimmt, trotzdem kann sie sich im Laufe eines Katzenlebens ändern. Gründe dafür können eine Ernährungsumstellung, das Alter oder auch die Jahreszeit sein. Wenn Ihre dunkle Katze am Ende eines sonnenreichen Sommers eine hellere Fellfarbe hat, wissen Sie zumindest, dass Ihre Samtpfote eine abenteuerreiche Zeit im Freien hatte. © YAY Images/Imago
Eine schwarze Katze liegt auf einem weißen Sofa, hat die Augen geschlossen und streckt ihre Pfoten genüsslich von sich weg.
Fakt 6: Schwarze Katzen werden gefeiert. In Großbritannien wurde 2010 der „National Black Cat Day“ für den 27. Oktober ins Leben gerufen, um auf die nachtfarbenen Samtpfoten in den Tierheimen aufmerksam zu machen. In Amerika wird am 17. August der „Black Cat Appreciation Day“ gefeiert. Deutschland feiert seit 2011 ebenfalls am 17. August den „Tag der schwarzen Katze“.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze sitzt neben zwei Schweine-Statuen auf einer Holzbank.
Fakt 7: Schwarze Katzen bringen Glück. Viele Kulturkreise betrachten schwarze Katzen als Glücksbringer. In Japan beispielsweise gelten sie als Männer-Magnet für Single-Frauen. In den Midlands in Großbritannien sollen schwarze Katzen einer Braut Glück und ewige Liebe bescheren und werden daher häufig zu Hochzeiten verschenkt. Und auch britische Matrosen glauben seit Langem, dass schwarze Katzen an Bord Glück bringen und eine sichere Heimkehr ermöglichen. Die Schotten hingegen erhoffen sich vom Besuch eines schwarzen „Lackfellchens“ Wohlstand. Im Aberglauben bringt eine schwarze Katze Glück, wenn sie den Weg von rechts nach links kreuzt (in der Gegenrichtung Unglück). © blickwinkel/Imago
Eine junge Katze steht auf einem großen Stein am Stand und blick in die Sonne, weshalb ihr Fell rötlich leuchtet.
Fakt 8: Schwarze Katzen setzen Rost an. Das ist natürlich im übertragenen Sinn zu verstehen. Bei vielen schwarzen Katzen erscheint das Fell braun-rötlich, wenn Sonnenlicht auf ihr Fell leuchtet. Aber Achtung: Dieses Phänomen kann auch auf etwas anderes hindeuten. Eine dauerhafte rötlich bis bräunliche Färbung des schwarzen Fells könnte auf ein Nährstoffdefizit hindeuten. Der Mangel an Tyrosin, einer Aminosäure, oder Kupfer, einem Mineralstoff, kann eine solche Erscheinung im Fell hervorrufen. Ein Besuch beim Tierarzt wird schnell Klarheit schaffen. © agefotostock/Imago
Eine schwarze und eine weiße Katze kuscheln sich eng aneinander.
Fakt 9: Schwarze Katzen sind dominant. Die Schwarzfärbung von Haut, Schuppen oder – im Fall der Katzen – Fell wird Melanismus genannt. Er kommt bei 13 von 37 Katzenspezies vor. Schwarze Katzen vererben ihre Gene dominant. Das bedeutet, dass sie ihre Gene für die schwarze Fellfarbe bevorzugt an den Katzennachwuchs weitergegeben wird.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze blickt mit großen grünen Augen an der Kameralinse vorbei.
Fakt 10: Schwarze Katzen sind widerstandsfähiger. Untersuchungen des National Institute of Health haben ergeben, dass die Genmutationen, die eine schwarze Fellfarbe hervorrufen, besser vor Krankheiten schützen können. Ihre dunkle Farbe ist ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es um die Tarnung geht: Katzen mit schwarzem Fell können sich leichter verstecken und bei Dämmerung besser auf die Jagd gehen. © blickwinkel/Imago
Eine schwarze Katze ist in Nahaufnahme zu sehen: Ihre gelben Augen blicken geheimnisvoll in die Kamera.
Fakt 11: Schwarze Katzen werden häufiger abgelehnt. Die Zahlen sprechen für sich: Schwarze Katzen aus dem Tierheim müssen durchschnittlich 13 Prozent länger darauf warten, vermittelt zu werden als andere Katzen. Außerdem ergaben amerikanische Studien, dass schwarze Miezen oft als aggressiver und unfreundlicher wahrgenommen werden. Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass Menschen ihre Mimik durch das schwarze Fell schlechter einordnen können. Somit sind die einzigen, denen schwarze Katzen Unglück bringen, sie selbst. © Panthermedia/Imago

Dass er ursprünglich nicht vorhatte, Simon zu behalten, ist für JJ heute unvorstellbar. Nach sieben Jahren mit seiner schwarzen Mieze hat er seine Meinung grundlegend geändert, wie er unter einem weiteren Video schreibt: „Ich habe mein ganzes Leben auf ihn gewartet.“

Rubriklistenbild: © backpackingkitty/Instagram

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