Entzündungszeichen ernst nehmen

Zeckenbiss beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

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Ein Zeckenbiss beim Hund ist in den meisten Fällen harmlos. Bei einigen Symptomen sollten Besitzer jedoch den Gang zum Tierarzt antreten.

Sobald es wärmer wird, sind Tierbesitzer auf der Hut: Allzu oft entdecken sie dann im Fell ihres Lieblings kleine krabbelnde Tierchen. Zecken sind für Mensch und Tier gleichermaßen eine echte Plage. Aus dem Weg gehen kann man den Parasiten kaum: Sie lauern sowohl an abgelegenen Waldwegen als auch in gut gepflegten Parks auf ihre Beute. Und was gibt es für Hunde im Sommer Schöneres, als über eine grüne Wiese zu flitzen? In seltenen Fällen können Zeckenbisse jedoch gefährlich werden – dann ist es wichtig, Symptome rechtzeitig zu erkennen. 

 Zeckenbiss beim Hund: Was tun?

Die Zecke hat sich im Hund festgebissen – was jetzt? Um den Parasiten zu entfernen, brauchen Hundehalter in der Regel keine Hilfe vom Tierarzt. Einfach nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgehen und mit einer spitzen Pinzette oder einem Zeckenhaken die Zecke kontrolliert nach oben ziehen, bis diese loslässt. Übrigens: Ist dabei trotz aller Vorsicht der Zeckenkopf stecken geblieben, sollten Besitzer diesen einfach dort belassen. Ähnlich wie bei einem Splitter wird er von der Haut wieder abgestoßen. Zur Nachsorge können Halter ein antibakterielles Spray oder eine Salbe verwenden.

Dort, wo die Zecke zugebissen hat, kann sich die Haut des Hundes entzünden.

Wann zum Tierarzt mit Zeckenbiss?

Hilfe vom Tierarzt brauchen Halter in der Regel nicht, wenn ihr Vierbeiner sich doch einmal eine Zecke einfängt. Ausnahme: Manchmal hängt der Parasit an sehr empfindlichen Körperstellen, etwa am Augenlid. Zudem haben viele Hunde keine Lust auf Pinzette und Co. und wehren sich gegen ihren Besitzer mit allen vier Pfoten.

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Manchmal heilt ein Zeckenbiss auch nicht einfach so wieder ab – und ein Besuch in der Praxis ist erforderlich. Halter sollten dabei auf die folgenden Symptome achten:

  • Die Haut rund um den Zeckenbiss ist stark entzündet – sie ist rot, geschwollen und fühlt sich warm an, dem Hund ist die Berührung unangenehm.
  • Der Hund kratzt und leckt die betroffene Stelle ständig.
  • Rund um die Einstichstelle bildet sich ein roter Ring.
  • Der Hund fühlt sich sichtlich unwohl, er hat Fieber oder keinen Appetit.

Vom Welpenchaos bis zum Pfoten-Patscher: die 11 tollpatschigsten Hunderassen, die jeden zum Lachen bringen

Porträt eines Pekinesen, der auf der Wiese steht.
Der Pekinese zählt zu den sogenannten „Löwenhunden“: Einer Legende zufolge wurde Budda stets von gedrungenen Löwenhündchen begleitet, die sich in echte Löwen verwandeln konnten, wenn Gefahr in der Luft lag. Als dumm gilt der Pekinese heute vermutlich deshalb, weil er Fremde nicht sofort an sich heranlässt. Auch Befehle lässt er sich lieber zweimal durch den haarigen Kopf gehen. Obwohl er als störrisch und eigensinnig gilt, erweist er sich seinem Besitzer gegenüber als loyal und liebevoll. © Pond5/Imago
Ein Mastiff rennt durch den Garten, wobei sein Gesicht zu einer lustigen Grimasse verzogen wird.
Den Mastiff gibt es in mehreren Rassen. Aufgrund ihrer Größe, Stärke und Ausdauer wurden die Hunde ursprünglich als Jagd- und Wachhunde, aber auch als Kampfhunde eingesetzt. In manchen Bundesländern steht der Mastiff wegen seiner erhöhten Reizbarkeit auf der Rasseliste problematischer Hunderassen und sollte deshalb ausschließlich von erfahrenen Hundehaltern gehalten werden. Weshalb er in Statistiken als dumm klassifiziert wird, erschließt sich jedoch nicht. © alimdi/Imago
Eine alte Englische Bulldogge ist in der Natur unterwegs.
Ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet, mussten die sogenannten Bullenbeißer gegen Bullen antreten. Neben einem geeigneten Körperbau brauchte die Englische Bulldogge dafür neben Aggressivität auch jede Menge Mut. Heute zählt sie nicht zu den hübschesten Hunderassen und ist als schwer erziehbar bekannt, auch weil sie Befehle nur bedingt befolgt. Sie deshalb als wahrhaft dumm zu bezeichnen, wäre jedoch ein Fehler: Die Englische Bulldogge ist eine liebenswerte, aufmerksame und treue Hunderasse. © Panthermedia/Imago
Ein Basset steht auf einer Wiese und blickt in die Ferne.
Der Basset, auch Basset Hound genannt, hat zwar kurze Beinchen, dafür aber eine umso feinere Nase. Als Spürhund erledigt er seine Arbeit nicht sonderlich zügig, beweist dabei jedoch eine außerordentliche Ausdauer. Hat er erstmal eine Fährte erschnüffelt, lässt er sich davon so schnell nicht mehr abbringen und reagiert oftmals eigensinnig – vermutlich mit ein Grund dafür, dass diese Hunderasse gerne als etwas dümmlich beschrieben wird. © Anka Agency International/Imago
Ein Beagle blickt mit großen Augen treu in die Kamera.
Auch beim Beagle ist sein Jagdtrieb vermutlich der Grund dafür, dass er als eher unintelligent eingestuft wird. Der lauffreudige Hund mit dem großen Selbstbewusstsein ist zwar aufgrund seiner schweren Erziehbarkeit nicht zu unterschätzen – doch sein Mut, seiner Ausdauer und seine Freundlichkeit haben ihm längst einen Platz als beliebter Familienhund beschert und das nicht zu Unrecht. Die Gassirunde mag hin und wieder durch plötzliche Jagdinstinkte unterbrochen werden, dumm ist der niedliche Beagle deshalb längst nicht. © imagebroker/Imago
Ein Barsoi steht mit der Rückseite zum Betrachter in einem Gewässer und blickt sich um. Seine Zunge hängt dabei raus.
Der Barsoi zählt zu den Windhunden und ist eines der schnellsten Landtiere der Welt. Vor allem die Rüden neigen dazu, sehr selbstbewusst zu werden. Seine Bewertung als unintelligent ist auf den starken Jagdtrieb zurückzuführen: Beim Gassigehen mit einem Barsoi kann es passieren, dass er plötzlich ausbricht, um zu jagen. Er gilt daher als unberechenbar, ist aber auch ein liebevoller und treuer Begleiter. © YAY Images/Imago
Ein Chow-Chow liegt im Garten auf einer Mauer und sonnt sich.
Dichtes, üppiges Fell wie ein Löwe und eine blaue Zunge: Die Optik des Chow Chows ist etwas Besonderes. Mit ihrem großen Selbstbewusstsein ist die Hunderasse aus China in der Haltung anspruchsvoller als andere Hunde. Aufgrund seines Drangs zur Unabhängigkeit, seiner Eigenwilligkeit und dem lückenhaften Gehorsam wurde der Chow Chow von Stanley Coren, einem Psychologieprofessor für Hunde, als nicht besonders intelligent bewertet. Seinen Besitzern ist der Chow Chow jedoch ein aufmerksamer, wachsamer und treuer Gefährte. Gut zu wissen: Mit ihrer Herkunft, die nachweislich weit über 1000 Jahre zurückreicht, gelten Chow Chows als sogenannte Hunde des Urtyps. © blickwinkel/Imago
Ein roter Basenji mit weißen Abzeichen vor einem ländlichen Hintergrund.
Stanley Coren zählt auch den Basenji mit zu den dümmsten Hunden. Und es stimmt: Diese Hunderasse kann wirklich dickköpfig sein. Ihr ausgeprägtes Temperament ist bei erfahrenen Hundebesitzern mit viel Geduld am besten aufgehoben. Doch wie dumm kann ein Hund, der bis heute mit indigenen Völkern im afrikanischen Busch lebt und dort als Jagdhund agiert, tatsächlich sein? Dass der Basenji nicht jeden Befehl sofort befolgt, wenn er ihn unter Umständen für sinnlos hält, versteht sich quasi von selbst. Unter Kennern punktet diese Hunderasse mit ihrer hypoallergenen Eigenschaft und ihrem sanften, treuen Charakter. © Pond5/Imago
Seitenansicht eines alten Bluthundes, der auf einem Teppich liegt und aus der Kamera schaut.
Zugegeben: Die Optik des Bloodhounds ist etwas gewöhnungsbedürftig. Doch seiner Bewertung als etwas dümmlich wird er bei Weitem nicht gerecht. Einige Hundekenner sind sogar der Meinung, dass die belgische Hunderasse unter allen Hunden die feinste Spürnase hätte. Fährten erschnüffelt er auch noch nach mehreren Tagen. Sein starker Trieb, diesen zu folgen, erfordert deshalb einen erfahrenen Hundeführer. Bei entsprechender Haltung wird sich der Bloodhound seinen Besitzern gegenüber als empfindsam und treu erweisen. © Cavan Images/Imago
Niedlicher Shih Tzu Hund im Sommergarten mit Schubkarre und Werkzeug.
Die Geschichte des Shih Tzu ist abenteuerlich: In seinem Herkunftsland Tibet hielten die tibetischen Mönche die Hunderasse bereits ab dem 7. Jahrhundert als Tempelhunde. Aufgrund seiner Sturheit und seiner Fähigkeit, eigenständig zu denken, befolgt der wuschelige Vierbeiner nur rund 30 Prozent der Kommandos und wird damit als „dumm“ beschrieben. Dabei überzeugen die charmanten Vierbeiner mit Fröhlichkeit und Verspieltheit. In den USA und Großbritannien werden Shih Tzus sogar erfolgreich als Therapiehunde eingesetzt. © Pond5/Imago
Ein Afghanischer Windhund liegt auf dem Rasen.
Der Afghanische Windhund gehört zu den angeblich dümmsten Hunden der Welt. Der niederländische Verhaltensforscher Frans de Waal jedoch hält den eigenständig denkenden Vierbeiner beispielsweise schlichtweg für zu intelligent, als dass er die Befehle des Menschen ausführen würde. © Panthermedia/Imago

Die Beschwerden können ein Zeichen dafür sein, dass die Zecke eine Krankheit auf den Hund übertragen hat. Das wohl bekannteste Beispiel: Borreliose. Sie kann dazu führen, dass sich die Gelenke der Vierbeiner chronisch entzünden. Eine schnelle Therapie ist hier wichtig – daher sollten Hundehalter sich im Zweifelsfall lieber einmal mehr beim Tierarzt absichern. Sinnvoll ist es auch, sich über die verschiedenen Zeckenmittel zu informieren und so direkt vorzubeugen.

Rubriklistenbild: © Imago/Andreas Gora

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