Ein Zeckenbiss beim Hund ist in den meisten Fällen harmlos. Bei einigen Symptomen sollten Besitzer jedoch den Gang zum Tierarzt antreten.
Sobald es wärmer wird, sind Tierbesitzer auf der Hut: Allzu oft entdecken sie dann im Fell ihres Lieblings kleine krabbelnde Tierchen. Zecken sind für Mensch und Tier gleichermaßen eine echte Plage. Aus dem Weg gehen kann man den Parasiten kaum: Sie lauern sowohl an abgelegenen Waldwegen als auch in gut gepflegten Parks auf ihre Beute. Und was gibt es für Hunde im Sommer Schöneres, als über eine grüne Wiese zu flitzen? In seltenen Fällen können Zeckenbisse jedoch gefährlich werden – dann ist es wichtig, Symptome rechtzeitig zu erkennen.
Zeckenbiss beim Hund: Was tun?
Die Zecke hat sich im Hund festgebissen – was jetzt? Um den Parasiten zu entfernen, brauchen Hundehalter in der Regel keine Hilfe vom Tierarzt. Einfach nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung vorgehen und mit einer spitzen Pinzette oder einem Zeckenhaken die Zecke kontrolliert nach oben ziehen, bis diese loslässt. Übrigens: Ist dabei trotz aller Vorsicht der Zeckenkopf stecken geblieben, sollten Besitzer diesen einfach dort belassen. Ähnlich wie bei einem Splitter wird er von der Haut wieder abgestoßen. Zur Nachsorge können Halter ein antibakterielles Spray oder eine Salbe verwenden.
Hilfe vom Tierarzt brauchen Halter in der Regel nicht, wenn ihr Vierbeiner sich doch einmal eine Zecke einfängt. Ausnahme: Manchmal hängt der Parasit an sehr empfindlichen Körperstellen, etwa am Augenlid. Zudem haben viele Hunde keine Lust auf Pinzette und Co. und wehren sich gegen ihren Besitzer mit allen vier Pfoten.
Manchmal heilt ein Zeckenbiss auch nicht einfach so wieder ab – und ein Besuch in der Praxis ist erforderlich. Halter sollten dabei auf die folgenden Symptome achten:
Die Haut rund um den Zeckenbiss ist stark entzündet – sie ist rot, geschwollen und fühlt sich warm an, dem Hund ist die Berührung unangenehm.
Der Hund kratzt und leckt die betroffene Stelle ständig.
Rund um die Einstichstelle bildet sich ein roter Ring.
Der Hund fühlt sich sichtlich unwohl, er hat Fieber oder keinen Appetit.
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Die Beschwerden können ein Zeichen dafür sein, dass die Zecke eine Krankheit auf den Hund übertragen hat. Das wohl bekannteste Beispiel: Borreliose. Sie kann dazu führen, dass sich die Gelenke der Vierbeiner chronisch entzünden. Eine schnelle Therapie ist hier wichtig – daher sollten Hundehalter sich im Zweifelsfall lieber einmal mehr beim Tierarzt absichern. Sinnvoll ist es auch, sich über die verschiedenen Zeckenmittel zu informieren und so direkt vorzubeugen.