Interessiert sich meine Katze für mich? Studie schafft Klarheit
VonSophie Kluß
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Katzen hegen eine tiefe Bindung zu ihren Besitzern, wie eine japanische Studie offenbart. Lesen Sie hier, was Ihre Katze vermutlich über Sie denkt.
Katzen stehen oft im Ruf, eigenwillige Einzelgänger zu sein und sich für ihre Besitzer ausschließlich als laufende Futterquelle zu interessieren. Doch eine Studie der Universität Kyoto in Japan räumt mit diesem Klischee auf. Das Forschungsteam hat herausgefunden, dass Hauskatzen weitaus mehr Interesse an ihren Besitzern zeigen, als weitgehend angenommen.
Das Experiment der Universität: Wo ist mein Mensch?
Die Forscher schlossen 50 Hauskatzen in einem Raum ein und ließen ihre Besitzer nacheinander die Namen ihrer Katzen rufen. Gerufen wurde über einen Lautsprecher, während die Besitzer teils im Raum und teils draußen waren. Interessanterweise reagierten die Katzen verwirrt, wenn sie die Stimme ihres Menschen über den Lautsprecher hörten, was anhand entsprechender Kopfbewegungen und dem Ohrverhalten beobachtet wurde. Dies lässt darauf schließen, dass Katzen ein tiefes Verständnis für die räumliche Position ihrer Besitzer haben. Wenn Ihr Kätzchen Ihnen also überallhin folgt, bedeutet das nicht nur, dass es Ihre Aufmerksamkeit will.
Sollten Sie Unsicherheit empfinden, was die Zuneigung Ihrer Katzen Ihnen gegenüber angeht, müssen Sie dennoch nicht den Kopf hängen lassen. Hier finden Sie einfache Tipps, wie Sie die Bindung zu Ihrer Samtpfote stärken können.
Einfühlungsvermögen: Respektieren Sie die Bedürfnisse, aber auch die Grenzen Ihrer Katze. An ihrer Körpersprache können Sie ablesen, wonach der Samtpfote gerade ist.
Gemeinsame Zeit: Regelmäßiger Zeitvertreib und gemeinsames Kuscheln fördert eine positive Bindung. Widmen Sie ihr Ihre volle Aufmerksamkeit und Sie wird es Ihnen gewiss danken.
Kommunikation: Sprechen Sie liebevoll mit Ihrer Katze, um eine positive Verbindung und Vertrauen aufzubauen. Wie die Studie zeigen konnte, reagieren die meisten Katzen auf die Stimme ihrer Menschen und fühlen sich in ihrer Gegenwart wohler.
Gemeinsame Spielzeit: Spielen Sie mit Ihrer Samtpfote, um das Vertrauen zu stärken. Eine positive Interaktion stärkt die Bindung zwischen Katze und Besitzer. Mithilfe von Spielzeugen regen Sie außerdem die Instinkte Ihrer Mieze an.
Belohnungen: Positive Verstärkung, beispielsweise durch Leckerlis, fördert das Vertrauen. Auch Clickertraining bietet sich an, um eine tiefe Verbindung zu schaffen.
In der Studie reagierten die Katzen übrigens nicht auf Miau- oder elektronische Geräusche. Dies liegt vermutlich daran, dass Katzen im Erwachsenenalter vermehrt auf andere Kommunikationsmittel wie Gerüche setzen. Die vertraute Stimme ihres Menschen bleibt jedoch ein wichtiger Anker in ihrem Leben.
Ob Ihre Katze Ihnen vertraut, zeigt sich in verschiedenen Verhaltensweisen, darunter zärtliches Kopfreiben, Schnurren, das Zulassen von Bauchstreicheln oder direkter Augenkontakt. Zwinkert sie Sie mit beiden Augen an, möchte sie damit ihre Liebe zu Ihnen ausdrücken. Auch wenn sie Ihnen Geschenke von der Jagd mitbringt, sich durch Miauen mitteilt oder bei Ihnen schläft, dürfen Sie das ruhigen Gewissens als Anzeichen ihres Wohlwollens interpretieren. Leckt sie Sie ab, formt mit ihrem Schwanz ein Fragezeichen oder stellt ihn aufrecht, macht an Ihnen den Milchtritt oder streicht Ihnen um die Beine, interpretieren Sie das als Liebesbeweise. Ihre Mieze empfindet Zuneigung und tiefes Vertrauen.
Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.
Die Studie bestätigt, dass Katzen tiefe Bindungen zu ihren Besitzern entwickeln können und sich aktiv für deren Position und Anwesenheit interessieren. Ihre Katze weiß also vermutlich mehr über Sie, als Sie bisher dachten.