Tierisch freundliche Begrüßung

„Buongiorno Katze“: Sprechende Samtpfote erobert Herzen der Internet-Community

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Eine italienisch sprechende Katze sorgt für Aufsehen in den sozialen Medien. Doch was steckt dahinter, wenn Samtpfoten kommunizieren und was möchten Sie uns mitteilen?

In einem malerischen Dorf in Italien zieht derzeit eine außergewöhnliche Katze die Aufmerksamkeit auf sich – eine, die scheinbar der italienischen Sprache mächtig ist. Ein Instagram-Video zeigt die Szene, in der eine Frau eine getigerte Samtpfote auf dem Bürgersteig filmt. Sie begrüßt die Katze mit einem herzlichen „Buongiorno“ – dem italienischen Äquivalent zu „Hallo“ oder „Guten Tag“. Überraschenderweise antwortet die Katze sofort mit einem Miauen, das verdächtig nach dem gleichen italienischen Wort klingt.

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Katzen haben sich angepasst, um mit uns zu kommunizieren

Das Phänomen der „Buongiorno Katze“ zeigt, dass die Vierbeiner anscheinend nicht nur Englisch beherrschen, wie bereits andere pelzige Gesellen in den sozialen Medien demonstriert haben. Zwei Beispiele dafür sind eine Katze, die nach ihrer Mama ruft, oder ein Kater, der sogar einen Hund ins Haus ruft. Doch was steckt wirklich hinter diesen faszinierenden Kommunikationsversuchen von Katzen und wann äußern sie sich auf welche Weise?

Experten betonen, dass das Miauen von Katzen ein Weg ist, um mit ihren Menschen zu kommunizieren. Diese Lautäußerungen sind ein integraler Bestandteil der Katzensprache, die sich im Laufe der Zeit durch ihre Interaktion mit Menschen entwickelt hat. Wenn Katzen mit anderen Katzen interagieren, spielen Miauen und ähnliche Geräusche eine weitaus weniger bedeutende Rolle.

Mit 16 unterschiedlichen Lauten drücken Katzen ihre Stimmung aus

Katzen kommunizieren und haben dafür verschiedene Laute entwickelt. (Symbolbild)

Katzenbesitzer entwickeln oft ein intuitives Verständnis für die individuellen Bedürfnisse und Laute ihrer pelzigen Gefährten. In der komplexen Welt der Katzensprache gibt es zahlreiche Unterschiede, sogar Dialekte und spezielle „Wörter“ einzelner Katzen. Das klassische „Miau“ ist lediglich eine von vielen Lautäußerungen. Forschungen haben gezeigt, dass Katzen verschiedene Lautgruppen verwenden, darunter stimmlose Laute wie Schnurren, Fauchen und Knurren, die hauptsächlich der Kommunikation mit Artgenossen dienen. Die stimmhaften Laute hingegen werden häufig im Umgang mit Menschen eingesetzt, wie das Miauen, Gurren oder Kreischen. Besonders im Mutter-Jungtier-Kontakt kommen spezifische Rufe wie der Mäuseruf oder Rattenruf zum Einsatz, je nach Größe der Beute.

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Der renommierte Verhaltensforscher Dr. Michael Fox hat insgesamt sechzehn verschiedene, wiederkehrende Laute identifiziert und sie in verschiedene Gruppen eingeteilt. Darunter fallen auch die „Plauderlaute“, mit denen Katzen ihre freundliche und entspannte Stimmung ausdrücken, sowie die „Ruflaute“, die den Menschen um Aufmerksamkeit, Nahrung oder Streicheleinheiten bitten. Des Weiteren existieren „Erregungslaute“, die während verschiedener emotionaler Zustände wie Kampf, Paarung oder Rolligkeit auftreten. Ein besonderes Stimmtalent hat auch Kater Bean, der auf zehn verschiedene Arten miaut.

Unter den verschiedenen Katzenrassen gelten Siamkatzen als besonders mitteilsam. Sie beherrschen die Kunst, ihre Emotionen und Stimmungen durch eine Vielzahl stimmlicher Ausdrücke zu kommunizieren. Ihr Repertoire reicht vom sanften Gurren bis hin zum ohrenbetäubenden Schrei, der so manchen Unwissenden sicherlich überrascht.

Cat-tastisch: 13 verrückte Superkräfte, die nur Katzen besitzen

Eine rote Katze sitzt unter einer Bank, während es regnet.
Mehr als nur ein Mythos: Katzen können das Wetter vorhersagen. Und nicht nur das: Mit empfindlichen Tastsensoren sind sie in der Lage, selbst schwache Vibrationen und Erschütterungen wahrzunehmen und können damit sogar Gewitter oder Erdbeben vorhersehen. Sensible Wärmerezeptoren und weitere Biomechanismen, die noch wissenschaftlich erforscht werden, verleihen den Samtpfoten außerdem die Gabe, Wetterveränderungen vorherzusagen, so Geo. An ihrem Verhalten können Menschen das bevorstehende Wetter ablesen: Steht gutes Wetter bevor, putzen sich Katzen beispielsweise vermehrt. Suchen sie bevorzugt das Haus auf, ist mit einer Regenperiode zu rechnen. Schläft die Katze tief und fest oder zeigt beim Schlafen ihren Bauch, könnte es warm werden. Steht ein Gewitter bevor, spüren Katzen die elektrische Ladung und lecken sich häufiger. © YAY Images/Imago
Eine Katze hat ihren Mund leicht geöffnet und lässt die Zunge heraushängen.
Katzen schmecken mithilfe eines zusätzlichen Organs Gerüche. Haben Sie sich schon mal gefragt, weshalb Ihrer Katze manchmal grundlos der Mund offensteht? Das sogenannte Flehmen, bei dem Katzen ihren Mund öffnen, hilft ihnen, interessante Gerüche zu analysieren, indem sie Geruchs- und Geschmackssinn kombinieren. Dies geschieht durch das Jacobson-Organ, das sich hinter den oberen Schneidezähnen befindet. © YAY Images/Imago
Eine rote Katze miaut.
Katzen miauen für Menschen. Kommunizieren sie mit Artgenossen, spielt das Miauen eine untergeordnete Rolle. Wenn sie sich aber mit Zweibeinern verständigen wollen, benutzen sie dafür häufig einzigartige Laute und Gesten. Nach einer Weile wissen sie genau, welche Tonlage sie anstimmen müssen, um das zu bekommen, was sie wollen. Meist wissen Katzenbesitzer bereits Bescheid, was die Mieze ihnen mitteilen möchte. © agefotostock/Imago
Eine graue Hauskatze balanciert auf einem Gartenzaun.
Die Samtpfoten sind Meister des Balancierens: Dank ihres ausgeklügelten Gleichgewichtssystems klettern, balancieren und springen sie äußerst anmutig und geschickt, selbst auf schmalen Gegenständen und meistern Hürden gezielt mit höchster Eleganz. © blickwinkel/Imago
Nahaufnahme eines Katzenohrs
Geht es um das Gehör, übertrumpfen Katzen nicht nur Menschen, sondern auch Hunde. Mit ihren extrem sensiblen Ohren nehmen sie hochfrequente Geräusche wahr, darunter Töne mit bis zu 100.000 Schwingungen pro Sekunde und sogar Ultraschalllaute. Menschen (etwa 20.000 Schwingungen pro Sekunde) können diese Geräusche schlichtweg nicht hören. Im Vergleich dazu hören Hunde etwa 35.000-40.000 Schwingungen pro Sekunde.  © Panthermedia/Imago
Eine Katze sitzt vor dem Sofa im Wohnzimmer auf dem Teppich und blickt in die Kamera.
Katzen sind viel intelligenter als die meisten annehmen. Das zeigt ein Blick auf ihr Namensgedächtnis. Eine japanische Studie belegt, dass Katzen nicht nur ihren eigenen Namen und die Namen ihrer Besitzer kennen, sondern auch, dass sie sich die Namen ihrer Artgenossen merken können. © Zoonar/Imago
Eine Hauskatze springt aus dem Stand hoch.
Ein Katzensprung für die Katze: Dank ihrer kräftigen Hinterbeine, dem elastischen Bindegewebe und dem besonders flexiblen Körperbau springen gesunde und fitte Samtpfoten etwa das Fünf- bis Sechsfache ihrer eigenen Körperlänge mit Leichtigkeit – das bedeutet etwa zwei Meter aus dem Stand. Der Vergleich zum Menschen verblüfft: Der Rekordhalter im Hochsprung übersprang seine eigene Körpergröße um gerade einmal 52 Zentimeter. © Anka Agency International/Imago
Eine Katze bei Nacht mit großen, schwarzen Pupillen.
Katzen sehen auch bei sehr schwachem Licht. Nicht umsonst sind sie von Natur aus nachtaktiv und gehen bevorzugt in der Dämmerung auf die Jagd. Das Geheimnis hinter ihrer ausgezeichneten Sehfähigkeit ist die erhöhte Anzahl an Stäbchen auf ihrer Netzhaut. Fakt ist jedoch, dass Katzen sich bei völliger Dunkelheit ebenfalls mit der Wahrnehmung schwertun. © Panthermedia/Imago
Eine schwarz-weiße, junge Katze fällt.
Katzen landen meistens auf ihren Pfoten und überstehen Stürze aus großer Höhe in der Regel gut. Zudem gelingt es ihnen mit dem Schwanz, die Fallgeschwindigkeit zu minimieren. Das verschafft der Katze die Zeit, um zuerst den Oberkörper, den Kopf und dann das Hinterteil zu drehen. So dreht sie ihre Beine blitzschnell in Richtung des Bodens. Diese Eigenschaft wird auch Dreh-, Stell- oder Aufrichtreflex genannt und ist einzigartig. Dennoch können auch, gerade bei übergewichtigen Katzen, lebensbedrohliche Verletzungen entstehen. Bringen Sie Ihre Katze nach einem Sturz aus großer Höhe unverzüglich zum Tierarzt. © agefotostock/Imago
Ein Kätzchen ist kurz davor, durch einen weißen Holzzaun zu schlüpfen.
In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos von Katzen, die sich im Sofaschlitz verkriechen, sich in Goldfischgläser pressen oder sich einfach unbedingt unter dem Gartenzaun hindurchquetschen müssen. Mit ihren gelenkigen Körpern kommen Katzen fast überall hin, wo sie hin möchten. Doch wie schaffen die Miezen das eigentlich? Der Grund für die schier unglaubliche Beweglichkeit ist ihre einzigartige Skelettstruktur: Sie besitzen kein Schlüsselbein, dafür jedoch ein sehr flexibles Rückgrat mit 30 Wirbeln. Ihre Gliedmaßen sind allein durch Bänder und Muskeln mit der Wirbelsäule verbunden, was ihnen den erstaunlichen Bewegungsspielraum ermöglicht. © blickwinkel/Imago
Eine Hauskatze putzt sich die Pfote.
Reinlicher als jedes andere Tier und vermutlich auch als Menschen? Genau das lässt die Wissenschaft verlauten, wenn es um die auf Sauberkeit bedachten Samtpfoten geht. Mit ihrem eigenen Speichel putzen sie sich mehrmals täglich. Dabei sind Aufbau und Funktion einer jeden Katzenzunge einzigartig. Wer schon einmal von einer Katze abgeleckt wurde, weiß, dass sie einem Schmirgelpapier gleicht. Der Grund dafür sind winzige Stacheln, sogenannte Fadenpapillen, die aus nach hinten gebogenen Zähnchen aus Horn bestehen. Neben der Nahrungsaufnahme hat die Zunge für die Fellpflege die größte Bedeutung: Mithilfe der winzigen Zähne können Katzen ihre Zunge als eine Art Kamm einsetzen. © blickwinkel/Imago
Eine Katze kuschelt sich auf einer Decke ein und streckt ihre Beine von sich.
Das Schnurren von Katzen sei „eines der nur zum Teil geklärten Rätsel der Wissenschaft“, so Spektrum der Wissenschaft. Was feststeht ist, dass Katzen nicht nur Menschen, sondern auch sich selbst auf bestimmten Frequenzen therapieren und beruhigen können. Zudem erfüllt das Schnurren der Mieze den Zweck, ihr Wohlgefühl nach außen zu tragen. Experten gehen davon aus, dass durch die Vibration ein komplexer Selbstheilungsmechanismus in Gang gesetzt wird. Übrigens: Katzenjunge benötigen erst einige Tage an Übung, um schnurren zu können wie die Großen. © imagebroker/Imago
Eine junge Katze klettert an einem Holz empor.
Dank ihrer scharfen Vorderkrallen sind Katzen wahre Meister des Kletterns. Mühelos erklimmen sie damit die höchsten Baumkronen. Der Weg nach unten gestaltet sich da schon schwieriger. Aber machen Sie der Mieze erst einmal ihre Kletterkünste nach … © Panthermedia/Imago

Internet-Community zeigt sich entzückt von der „Buongiorno Katze“

Das Video von der „Buongiorno Katze“ hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Internetnutzer auf sich gezogen. Mit ihrem ungewöhnlichen Talent hat die Katze mittlerweile einen eigenen Instagram-Kanal (@buongiorno_cat_daily_) mit über 87.000 Followern. Doch auch auf anderen Plattformen wie TikTok und YouTube erfreut sie sich großer Beliebtheit. Die Kommentare unter dem Video sind voller Begeisterung und Bewunderung für die sprechende Katze. Anbei eine kleine Auswahl.

  • „Ich könnte dieses Video jeden Tag anschauen!“
  • „Wie süß ist denn diese Katze?“
  • „Mmh, ich bin auch Italiener! Das muss ich auch noch lernen. 😍😂“
  • „Eine Katze mit guten Manieren.“
  • „Märchenhaft, dieses Kätzchen, wie süß. 🥰😍❤️“

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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