Tierisches Sprachtalent

Katze miaut auf zehn verschiedene Arten – TikTok-Community lacht sich schlapp über „das Gespenst“

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Stimmkünstler auf vier Pfoten: So könnte man Katze Bean beschreiben. Der Stubentiger liebt es, sich lautstark mit seiner Besitzerin zu „unterhalten“.

Stolze 1,3 Millionen Follower folgen den beiden Katzen Lily und Bean auf TikTok (@beautynthebean). Während die schöne Lily eher ruhig und gemütlich unterwegs ist, dreht Bean gerne mal auf und teilt seine Gedanken lautstark mit. Daher hat seine Besitzerin Cassidy nun ein Ranking erstellt, in dem sie die Top Ten seiner besten Arten zu miauen zusammenfasst. Beim Schauen des Videos wird schnell klar: Egal ob Opernsänger, Kettensäge oder Gespenst – der Stubentiger ist äußerst sprachbegabt und scheint für jede Gelegenheit den passenden Kommentar parat zu haben.

Besitzerin unterhält sich mit ihrer Katze – „Bean ist am gesprächigsten, wenn er nach Futter fragt“

@beautynthebean Top 10 Meows of ALL TIME 📣🐈 (in no particular order) — which one is your fave?! #catsoftiktok #meow #beautynthebean #cats #talkingcat #petsoftiktok #funnycat ♬ original sound - Beauty and the Bean

Bean war schon immer ein munteres Kerlchen und gegenüber seiner Besitzerin ziemlich mitteilungsbedürftig. „Bei seinen ersten Untersuchungen habe ich den Tierarzt gefragt, ob es normal sei, dass er so viel miaut und ob er Schmerzen habe. Sie sagten, das sei einfach seine Art“, erinnert sich Cassidy gegenüber Newsweek, die die Katze von einer örtlichen Tankstelle gerettet hat. „Er war ein etwa drei Monate altes, streunendes Kätzchen.“

„Bean ist am gesprächigsten, wenn er nach Futter fragt“, erklärt die Kanadierin aus Ontario. „Er miaut auch, wenn er spielen will. Wenn ich mit ihm spreche, fühlt es sich an, als ob wir ein richtiges Gespräch führen.“ Ihr Sprachtalent beweist die Katze ebenfalls in zahlreichen anderen Videos. Für die TikTok-Zuschauer unterlegt Cassidy das Miauen in den Clips mit Untertiteln – damit alle genau verstehen, was er sagt.

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Katzen miauen aus verschiedenen Gründen – einige Rassen sind besonders laut

Es gibt viele Gründe, warum Katzen schnattern oder miauen. Häufig kommunizieren sie mit den Lauten gegenüber Menschen, weil sie das Katzenverhalten im Umgang mit ihnen erlernt haben. Dabei bringen sie verschiedene Bedürfnisse oder Gefühle zum Ausdruck:

  • „Hallo“ sagen
  • auf sich aufmerksam machen
  • um Futter bitten
  • Krankheiten und Schmerzen anzeigen
  • Katzen äußern Stress und Angst

Während einige Stubentiger nur selten miauen, äußern sich andere Samtpfoten häufig und lautstark. Wie laut ein Tier miaut, hängt unter anderem von Faktoren wie der Sozialisierung und dem Alter ab. Auch die Katzenrasse spielt eine Rolle. Siamkatzen und Abessinier beispielsweise zählen zu den Tieren mit einer kraftvollen Stimme.

Zehn Eigenschaften, die zeigen, weshalb Katzen die wahren Herrscher der Welt sind

Eine junge Frau kuschelt mit einem flauschigen Kätzchen.
Obwohl Katzen aufgrund ihrer wilden Vorfahren sehr unabhängige Wesen sind, pflegen sie tiefe Verbindungen zu ihren Menschen. Sie sind viel eigenständiger als Hunde und bauen doch eine ähnlich tiefe soziale Bindung zu ihren Besitzern (und zu ihren Artgenossen) auf. Das bestätigen laut Peta mehrere aktuelle Studien. Der Unterschied besteht im Verhalten: Während Hunde ihre Zuneigung sehr deutlich zeigen, halten sich Katzen meist zurück, wenn es um Liebesbekundungen geht. © Zoonar/Imago
Nahaufnahme vom Gesicht einer hellen Katze, die aus dem Fenster zu schauen scheint.
Die süßen Stubentiger haben einen besonders ausgeprägten Tastsinn. Der Grund: Sie besitzen nicht nur Schnurrhaare, die sogenannten Vibrissen oder Tasthaare, im Gesicht, sondern auch an den Innenseiten der Vorderläufe, den Pfoten und den Ellenbogen. Die Haare sind sehr sensibel und spielen vor allem beim Klettern eine wichtige Rolle. © YAY Images/Imago
Eine helle Katze räkelt sich auf einer weißen Kuscheldecke.
„Katzenschnurren lässt Knochen schneller heilen“, schreibt Deutschlandfunk Nova. Und es gibt in der Tat einige wissenschaftliche Hinweise dafür. Biologe Mario Ludwig weiß, dass durch das Schnurren Vibrationen im Körper der Katze ausgelöst werden. Sie helfen bei der Heilung verletzter Knochen und Gelenke. Und das sogar beim Menschen. Doch damit nicht genug: Abgesehen vom serotoninbedingten Wohlgefühl beim Menschen durch das Schnurren, besagt eine Studie der Universität von Minnesota, dass Katzenhalter ein geringeres Risiko für Herzinfarkte hätten. © imagebroker/Imago
Eine rote Katze sitzt auf einer Holzterrasse, während eine Frau Dehnungsübungen macht.
Im Internet gibt es zahlreiche Videos von Katzen, die sich in Sofaritzen verkriechen, sich winzige Kartons zwängen oder unter dem Gartenzaun durchkriechen. Kurzum: Mit ihren extrem gelenkigen Körpern kommen Katzen fast überall hin. Aber wie schaffen sie das? Der Grund für ihre schier unglaubliche Beweglichkeit liegt in ihrem einzigartigen Skelettbau: Sie haben kein Schlüsselbein, dafür aber eine sehr flexible Wirbelsäule mit 30 Wirbeln. Ihre Gliedmaßen sind nur durch dehnbare Bänder und Muskeln mit der Wirbelsäule verbunden, was ihnen diese erstaunliche Beweglichkeit ermöglicht. © imagebroker/Imago
Eine Katze sitzt bei Nacht zwischen zwei Gebäuden auf der Straße.
Eine Superkraft von Katzen ist, dass sie bei Dunkelheit sehr gut sehen können – viel besser als Menschen. Ihre Augen verfügen über eine reflektierende Schicht, das sogenannte Tapetum Lucidum (das auch der Grund dafür ist, dass Katzenaugen im Dunkeln hell leuchten). Es wirkt wie ein Lichtverstärker und sorgt dafür, dass sie das bestehende Licht bei Dunkelheit optimal ausnutzen können. Außerdem besitzen Katzen laut Peta „ein größeres Gesichtsfeld als Menschen.“ Damit würden sie um sich herum mehr wahrnehmen und empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren. © Wirestock/Imago
Eine grau getigerte Katze springt von einem Betonsockel zum anderen.
Katzen sind wahre Meister des Weit- und Hochsprungs. Gesunde und fitte Tiere erreichen aus dem Stand etwa das Fünf- bis Sechsfache ihrer Körpergröße. Zum Vergleich: Der Weltmeister im Hochsprung übersprang seine eigene Körpergröße um gerade einmal 52 Zentimeter. Hätten Menschen die Sprungkraft von Katzen, wäre der Sprung in ein Fenster im zweiten Stock an der Tagesordnung. © Anka Agency International/Imago
Eine Katze entspannt sich auf dem Boden und hat sich auf den Rücken gerollt.
Jede Katze hat einen einzigartigen Charakter. Während manche Miezen verspielt, gesellig, verschmust oder sanftmütig sind, zeigen sich andere Exemplare scheu oder besonders unabhängig. Ihre Charaktereigenschaften entwickeln Katzen unter anderem aufgrund ihrer Sozialisation in der Kindheit. © YAY Images/Imago
Eine Katze spitzt ihre Ohren.
Das Katzengehör ist deutlich sensibler als Menschenohren und filtert wichtige Geräusche (wie das Fiepsen von Mäusen) automatisch aus den Umgebungsgeräuschen heraus. Vom menschlichen Gehör unterscheidet sich das von Katzen nicht nur in den wahrnehmbaren Frequenzbereichen, sondern auch in der Beschaffenheit: 32 Muskeln am Katzenohr und damit ein Wendekreis von 180 Grad ermöglichen es der Mieze, Geräuschquellen präzise zu lokalisieren. Das Besondere ist, dass Katzen ihre Ohren in verschiedene Richtungen drehen können. Sie können also mit jedem Ohr eine eigene Geräuschquelle wahrnehmen. © Wirestock/Imago
Eine schwarz-weiße, junge Katze fällt.
Katzen landen in den meisten Fällen unverletzt auf ihren Pfoten, selbst nach einem Sturz aus großer Höhe. Sie haben die Fähigkeit, mit ihrem Schwanz die Fallgeschwindigkeit zu reduzieren. Dadurch gewinnen sie Zeit, um den Oberkörper und den Kopf zuerst zu drehen und dann den Rest des Körpers. Innerhalb eines Wimpernschlags können sie ihre Beine drehen, um damit den Boden zu erreichen. Dieser Reflex wird als Dreh-, Stell- oder Aufrichtreflex bezeichnet und ist einzigartig. Gerade bei übergewichtigen Katzen können bei einem Sturz aus großer Höhe jedoch schwere Verletzungen auftreten. Es ist daher dringend empfohlen, eine gestürzte Katze unverzüglich zum Tierarzt zu bringen. © agefotostock/Imago
Zwei Kätzchen sitzen auf einer Holzbank im Garten.
Zwar können Katzen nicht alle Farben genauso sehen wie Menschen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Samtpfoten ihre Umgebung in „blau-violetten und grün-gelben Tönen wahrnehmen“, wie Peta schreibt. Doch Grautöne erkennen sie deutlicher und differenzierter als Menschen. © blickwinkel/Imago

TikTok-Community feiert das lustige Video – „Der singt ja fast“

Bei den Menschen im Netz kommt das Video so gut an, dass es innerhalb kurzer Zeit viral geht. Der Clip hat bereits mehr als vier Millionen Aufrufe und 707.000 Likes erzielt. Begeistert kommentieren die User, welches Miauen ihr Favorit ist. „Das beliebteste Miauen meiner Follower ist definitiv das ‚Geister-Miauen‘“, amüsiert sich Cassidy. Und die Besitzerin selbst? „Mein Lieblings-Miauen ist das ‚Türklingel-Miauen.‘“ Hier einige Kommentare unter dem Clip der Katze:

  • „Der singt ja fast. 😂“
  • „Das Gespenst 👻🤣🤣🤣“
  • „Der Opernsänger und das Gespenst killen mich. 😂😂😂😂“
  • „Wenn ich versuche mein Auto zu starten, aber der Motor will nicht. 😅😂🤣🤣🤣“
  • „Das französische Miauen klingt wie ich, wenn ich mit dem Mundwasser gurgele. 😂😂“
  • „Klasse. Selten so gelacht. 🤣🤣🤣“

Rubriklistenbild: © beautynthebean/TikTok

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