Komplikationen möglich

Wenn die Fettleber nicht behandelt wird: Leberzirrhose und Hirnschaden können die Folge sein

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Immer mehr Erwachsene und auch Kinder entwickeln eine nicht-alkoholische Fettleber. Das Fatale: Die Erkrankung verursacht keine Symptome – häufig erst, wenn bereits eine schwere Lebererkrankung besteht.

Fettleber betrifft bei weitem nicht nur Übergewichtige, auch Menschen mit Normalgewicht können bereits auffällige Leberwerte einer Fettleber zeigen. Nicht selten wird dieser Zustand eher zufällig anhand des Blutbilds entdeckt, weil Betroffene keine oder kaum Anzeichen verspüren. Um schwere Folgeerkrankungen der Leber und Komplikationen zu verhindern, raten Experten dazu, regelmäßig zum Arzt zu gehen und ein großes Blutbild erstellen zu lassen, um Hinweise rechtzeitig zu erkennen. Die beste Vorsorge, um eine Fettleber und schwere Komplikationen zu verhindern, ist eine gesunde Ernährung mit beispielsweise Haferflocken und wenig statt übermäßiger Alkoholkonsum.

Fettleber vorbeugen: Zehn Getränke schützen – Welcher Tee und Saft am besten entgiftet

Tasse schwarzer Kaffee
Kaffee mit seinem enthaltenen Koffein ist ein Alleskönner unter den Getränken: Kaffee erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, verbessert das Kurzzeitgedächtnis, senkt zudem das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt und bis zu vier Tassen schwarz getrunken hilft der Wachmacher sogar beim Abnehmen und schützt die Leber vor Krankheiten wie Verfettung. © Bernd Jürgens/Imago
Tasse Ingwer-Tee
Wer lieber Tee mag, sollte auf Ingwer-Tee setzen, am besten mit frischen Zutaten. Die Knolle ist dank seiner Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen nicht nur gut fürs Immunsystem. Die Heilpflanze schützt auch die Leber, beugt Verfettung vor, verbessert die Verdauung und hilft dadurch beim Entschlacken. In Kombination mit Kurkuma kann Ingwer gezielt gegen Fettleber helfen – als Beigabe zum Essen oder im Tee, Saft oder Shake mit Karotten gemischt, der letztlich auch beim Abnehmen hilft. Kurkuma kann sogar das Risiko senken, dass sich aus einer Fettleber eine schwere Leberentzündung wie eine Leberzirrhose entwickelt.  © Imaginechina-Tuchong/Imago
Tasse Fencheltee
Fenchel ist bekannt für seine beruhigende, entzündungshemmende Wirkung und lindert Beschwerden des Verdauungstrakts wie Blähungen und Bauchschmerzen. Trinken Sie regelmäßig Fencheltee, wodurch nicht nur die Nieren angeregt, auch die Leber entlastet wird. © HeikeRau/Imago
Brennesseltee
Brennesseln auf der Haut sind zwar sehr unangenehm, als Tee getrunken enfaltet die Pflanze jedoch ihre anregende und entschlackende Wirkung. Brennesseltee wird nicht nur unterstützend bei Blasenentzündung empfohlen, er soll den Stoffwechsel ankurbeln und helfen, Leber und Galle zu entgiften. © Panthermedia/Imago
Glas mit Grapefruitsaft
Warum nicht schon gleich in der Früh der Leber etwas Gutes tun? Ein frisch gepresster Grapefruit-Saft oder Direktsaft aus dem Supermarkt ist dafür genau das Richtige. Ein Spritzer Zitronensaft verstärkt die positive Wirkung für Galle und Leber noch zusätzlich und beugt der Einlagerung von Fett vor. © Zoonar.com/Maryna Voronova/Imago
Glas mit Orangensaft
Auch ein leckerer Orangensaft zum Frühstück schmeckt erfrischend gut. Die beliebte Zitrusfrucht hilft auch der Fettleber, sich selbst zu heilen. Orangen sind reich an den sekundären Pflanzenstoffen Polyphenole, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Um die Wirkung für die Leber noch zu verstärken, können Sie Orangensaft mit Grapefruit und Zitronen mischen. © monticello/Imago
Glas Rote Beete-Saft
Trinken Sie Rote Beete als Direktsaft – selbst zubereitet oder gekauft – und helfen Ihrem Körper und Ihrer Leber, zu entgiften. Die rote Knolle ist ein ideales Lebensmittel, um der Fettleber vorzubeugen. Gleichzeitig ist das Gemüse reich an wertvollen Nährstoffen wie Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin C sowie B und unterstützt somit das Immunsystem. Rote Beete kann aufgrund ihres Nitritgehalts hohen Blutdruck senken, jedoch durch ihre enthaltende Oxalsäure zur Bildung von Nierensteinen beitragen. Menschen, die dazu neigen, sollten den Konsum gering halten. © Iordache Magdalena/Imago
Glas Tomatensaft
So mögen manche den Tomatensaft nur auf Urlaubsreisen im Flieger gerne trinken, dabei kann auch dieser Saft – wenn Sie ihn regelmäßig trinken – die Leber entlasten und ihrer Verfettung vorbeugen oder diese rückgängig machen. Tomaten verfügen über einen hohen Wassergehalt und sind reich am Antioxidans Glutathion, das bei der Entgiftung hilft und die Heilung der Fettleber unterstützt. © NayalyH/Imago
Glass mit Gurkensaft
Auch Gurken als Saft helfen der Leber, zu regenerieren und Krankheiten wie einer Fettleber vorzubeugen – gleich am Morgen oder als Getränk zwischendurch ideal. Und das Gemüse besteht zu 95 Prozent aus Wasser, weswegen Gurkensaft auch gut zum Durstlöschen ist. Die gesunden Inhaltsstoffe der Gurke sitzen direkt unter der Schale, sodass Sie für einen entschlackenden Effekt auch die Schale mit verwerten sollten. Wer keinen Entsafter hat, schneidet am besten die gründlich gewaschene Gurke möglichst klein, püriert diese mit dem Pürierstab und drückt den Brei der Gurke durch ein Sieb oder Tuch – fertig ist der Gurkensaft! © 5second/Imago
Glas Karottensaft
Karotten helfen außerdem bei der Entgiftung der Leber. Ob gekocht oder frisch als Shake fördert das Gemüse die Gesundheit des lebenswichtigen Organs. Setzen Sie den Saft mehrmals pro Woche auf Ihren Speiseplan, um einer Fettleber vorzubeugen. © 5second/Imago

Fettleber: Leberzirrhose und Hirnschaden können die Folge sein

Eine Fettleber, die spät entdeckt oder nicht behandelt wird, kann in einer Leberzirrhose mit schweren Komplikationen enden.

Aus der Fettleber kann die gefürchtete Leberzirrhose entstehen, die nicht selten mit eher unspezifischen Symptomen verbunden ist, wie:

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Da durch die Fettleber und Leberzirrhose funktionsfähiges Lebergewebe zugrunde geht, vernarbt es, wird durch Bindegewebe ersetzt und kann nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Fettleber heilen: Zehn Obstsorten, die dabei helfen

Aprikosen
Wenn Sie unter einer Fettleber leiden oder ihr vorbeugen möchten, dann greifen Sie bei zuckerarmen Obstsorten zu. Dabei reichen pro Tag 1-2 Portionen (entspricht einer Handvoll) Obst aus. Aprikosen gehören beispielsweise zu den Früchten, die Ihrer Leber gut tun und die Lebergesundheit fördern. © Zoonar.com/Marina Saprunova/IMAGO
Avocados
Mithilfe von Avocado können Sie Ihre Leber ebenfalls wieder fit machen und einer Fettleber bei der Regeneration helfen. Avocados sind reich an Mineralstoffen wie Kalium, Eisen und Magnesium. © Westend61/IMAGO
Brombeeren
Brombeeren haben unter den Beerenfrüchten einen der höchsten Gehalt an Provitamin A. Dieses wandelt der Körper wandelt Vitamin A, welches für den Sehprozess wichtig ist. Das enthaltene Vitamin C schützt außerdem vor Zellschäden. Wer regelmäßig Brombeeren isst, kann außerdem seiner Leber etwas Gutes tun und eine Fettleber kann sich regenerieren. © Edwin Remsberg/IMAGO
Clementinen
Aufgrund ihres hohen Vitamingehalts stärken Clementinen das Immunsystem und besitzen zudem zahlreiche Ballaststoffe. Wegen ihres – im Gegensatz zu Mandarinen – geringeren Fruchtsäuregehalts sind sie verträglicher und schonender für den Magen. Sie fördern außerdem die Gesundheit der Leber und können die Heilung einer Fettleber unterstützen. © Mindru/IMAGO
Kiwi
Setzen Sie Kiwis ebenfalls regelmäßig auf Ihren Speiseplan, wenn Sie Ihrer Leber etwas Gutes tun möchten. Aufgrund ihres relativ geringen Zuckergehalts (9 Gramm Zucker pro 100 Gramm) unterstützen sie eine Fettleber bei ihrer Heilung.  © Jürgen Schott/IMAGO
Himbeeren
Einer Fettleber können Sie ebenso mit Himbeeren entgegenwirken. Sie enthalten wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan und Eisen. Außerdem sind sie reich an Vitaminen der B-Gruppe sowie Vitamin C. Gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen vor allem auch ihre Antioxidantien und Farbstoffe, die Flavonoide. © Zoonar.com/Stockfotos-MG/IMAGO
Johannisbeeren
Johannisbeeren sind ein guter Lieferant für Vitamin C (Ascorbinsäure). Dieses ist wichtig für den Aufbau der Knochensubstanz und reguliert den körpereigenen Kalzium- und Phosphorhaushalt. Für die Regeneration einer Fettleber darf das Obst auch auf dem Teller landen. Johannisbeeren können das Organ bei seiner Heilung unterstützen. © rkBox/IMAGO
Pfirsiche
Leiden Sie unter einer Fettleber oder möchten ihr vorbeugen, dann können Sie mit dem Verzehr von Pfirsichen nichts falsch machen, da auch sie zu den zuckerarmen Obstsorten zählen. Sie enthalten außerdem neben Selen, Zink und Magnesium sehr viel Niacin (Vitamin B3). Niacin ist gut für unsere Muskeln und Haut. Zudem benötigen unsere Nerven das Vitamin, um regenerieren zu können. © Westend61/IMAGO
Orangen
Auch Orangen zählen zu den zuckerarmen Obstsorten. Daher ist die beliebte Zitrusfrucht zur Heilung einer Fettleber empfehlenswert. Orangen besitzen zudem sogenannte Polyphenole. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Gleichzeitig stärken sie das Immunsystem.  © Zoonar.com/Stockfotos-MG/IMAGO
Wassermelone
Gerade im Sommer ist sie eine beliebte Frucht: Die Wassermelone. Sie besteht zu rund 95 Prozent aus Wasser hat nur 24 Kilokalorien pro 100 Gramm. Daher kann sie nicht nur erfrischen, sondern eine Fettleber auch bei ihrer Heilung unterstützen. Essen Sie deshalb reichlich davon, wenn Ihr Organ wieder gesund werden soll. Das enhaltene Vitamin C stärkt zusätzlich Ihr Immunsystem. © Wavebreak Media Ltd/IMAGO

Als Folge dessen wird nur mehr wenig Blut aus dem Magen-Darmtrakt durch die Leber geleitet und entgiftet. Betroffene entwickeln dadurch die typische Gelbfärbung der Haut und Bindehaut in den Augen. Ohne Behandlung kann es mit fortschreitender Leberzirrhose zu schweren Komplikationen wie einer Hepatischen Enzephalopathie kommen, die das Gehirn schädigt. Im Endstadium können Patienten sogar ins Leberausfallkoma fallen. Wird entsprechend behandelt, kann sich in manchen Fällen die Gehirnschädigung wieder zurückbilden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Zoonar.com/ersin arslan/Imago

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