VonInes Almsschließen
Ob Garten-Eibisch oder Zimmerpflanze – Hibiskus lässt sich gut vermehren. Die Methode mit Stecklingen gelingt einfach und bewahrt die gewünschte Blütenfarbe.
Wer von Hibiskus spricht, meint meist entweder die Zimmerpflanze, den Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis), oder seine im Freiland wachsenden winterharten Verwandten, den Straucheibisch (Hibiscus syriacus) oder den Sumpfeibisch (Hibiscus moscheutos). Allein gemeinsam sind farbenprächtige große Blüten. In den Sommermonaten von Mai bis August ist der beste Zeitraum, um die Pflanzen zu vermehren. Bis zum Winter können diese dann noch anwurzeln und zu kräftigen Jungpflanzen heranwachsen.
Vermehrung des Hibiskus über Stecklinge
Auch wenn eine Vermehrung des Hibiskus über Samen möglich ist, dauert es mehrere Jahre, bis die Pflanze Blüten trägt. Wer einen Garten- oder Straucheibisch besitzt, kann sich hier auch einfach auf die Natur verlassen, denn die Pflanze vermehrt sich gut über Selbstaussaat. Die Schösslinge kann man ausgraben und an die gewünschte Stelle im Garten setzen. Um mehr Kontrolle über die Vermehrung zu haben, lassen sich Stecklinge machen – über diese vegetative Methode ist auch sichergestellt, dass die Pflanzen später die gleiche Blütenfarbe tragen werden. Und so gehts:
- Von einem diesjährigen, leicht grünen Trieb zehn bis 15 Zentimeter knapp unter einem Auge abschneiden.
- Die unteren Blätter und Knospen oder Blüten entfernen, sodass zwei bis drei Blätter übrig bleiben.
- Den Steckling, falls vorhanden, in ein Bewurzelungspulver tauchen. Dann etwa bis zur Hälfte in einen Topf mit Erde stecken und gut wässern.
- Den Topf an einen halbschattigen Platz stellen und gleichmäßig feucht halten. Alternativ mit einer lichtdurchlässigen Plastiktüte bedecken und regelmäßig belüften, damit sich kein Schimmel bildet.
Pflegeleichte Blumen, die in jeden klassischen Bauerngarten gehören




Sobald sich nach ein paar Wochen neue Blätter entwickeln, ist die Pflanze angewachsen. Eine andere Methode ist es, den Hibiskussteckling in ein Glas Wasser zu stellen, wo er nach einigen Wochen ebenfalls Wurzeln bilden sollte. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden. Im ersten Jahr sollten Sie auch die Freiland-Jungpflanzen noch im Haus überwintern, bevor sie im Frühjahr ausgepflanzt werden.
Rubriklistenbild: © McPHOTO/Imago

