Verbraucherzentrale warnt

Mitten in der Urlaubssaison: Betrüger versuchen an Daten von Booking-Kunden zu kommen

  • schließen

Aktuell machen wieder Phishing-Mails die Runde. Diesmal von der Betrugsmasche betroffen: der Urlaubsanbieter Booking.com.

München – Sommer, Sonne, Strand – auch wenn das Wetter derzeit zu wünschen übrig lässt, ist die Urlaubssaison in vollem Gange. Auch in Bayern und Baden-Württemberg sind nun Ferien und damit in fast ganz Deutschland. Wenn in Deutschland das Regenwetter einfach kein Ende finden will, suchen viele das Weite; und buchen spontan Strandurlaub im Süden. Vor allem viele Kurzentschlossene buchen im Internet auf den letzten Drücker ihr Ticket Richtung Sonne.

Doch auch wer seine Reise schon längerfristig online gebucht hat, sollte sich in Acht nehmen. Hier tummeln sich oftmals Cyber-Kriminelle. Aktuell verschicken Betrüger im Namen von Booking.com Phishing-Mails verschickt, um an die sensiblen Daten – und nicht zuletzt an das Geld – von Kunden zu kommen.

Phishing-Mails im Namen von Booking.com: Zahlungsinformationen sollen bestätigt werden

In der E-Mail fordern die Betrüger den Kunden dazu auf, die Zahlungsinformationen zu bestätigen. „Wir werden diese Informationen nur einmal erfragen“, steht in der Mail. Grund dafür sei ein neues Update der Booking-App. Der Kunde soll zudem sicherstellen, dass der Verkauf auf digitalem Wege von der neuen Zahlungsmethode unterstützt wird.

Mitten in der Urlaubssaison versuchen Betrüger die Daten von Booking-Kunden zu stehlen. (Symbolbild)

Über einen blauen Button sollen Kunden sich einloggen. Tun sie das nicht, werde das Kundenkonto innerhalb von zwei Tagen geschlossen, die gebuchte Reise verfällt. Dafür soll eine Gebühr von 19,99 Euro erhoben werden. Ganz unten findet sich der Hinweis, dass die Mail von künstlicher Intelligenz erstellt wurde, eine Antwort auf die Mail sei daher sinnlos.

Verbraucherzentrale warnt vor Betrugs-Masche: in den Spam-Ordner verschieben

Die Verbraucherzentrale warnt dringend davor, auf das blaue Feld zu klicken. Die Mail soll unbeantwortet in den Spam-Ordner verschoben werden. Versendet wird die Phishing-Mail mit dem Betreff: „Erinnerung: Aktualisierung Ihrer Informationen erforderlich“. Zudem kann Betrug im Namen von Booking.com auch an der E-Mail-Adresse des Senders, erkannt werden, erklärt partner.booking.com.

Demnach enden die echten E-Mail-Adressen des Unternehmens immer mit booking.com. Ein klarer Hinweis auf Betrug sind auch Fehler in der Rechtschreibung oder Grammatik. Aber auch dringliche Sprache, oder ein Teil des Textes in einer Fremdsprache, können Anzeichen für eine Betrugsmasche sein.

Betrüger stehlen Daten: So erkennt man eine Phishing-Mail

  • Falsche E-Mail-Adresse
  • Fehler in der Rechtschreibung oder Grammatik
  • Dringliche Sprache oder Drohungen
  • Fremdsprache im Text
  • Der Verweis auf einen Button oder Internet-Link
  • (Quelle: partner.booking.com)

Phishing-Mails sind keine Seltenheit. Zuletzt versuchten Betrüger Sparkassen-Kunden abzuzocken, indem sie mit einer Kündigung des Kontos drohten. Das Perfide daran: eine solche Mail im Zuge einer Kontogebühren-Erhöhung erhielten die Kunden tatsächlich von dem realen Bankunternehmen.

Rubriklistenbild: © Imago/Beata Zawrzel

Kommentare