Zu Erprobungszwecken

Mercedes auf deutschen Straßen bald mit türkisem Licht unterwegs – das steckt dahinter

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Rot, orange, weiß: Autos leuchten außen in verschiedenen Farben. Bei Mercedes kommt nun eine neue dazu: Türkis. Wozu ist das gut?

Von Robotaxis ohne Lenkrad sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Am weitesten fortgeschritten beim Thema autonomen Fahren ist hierzulande Mercedes: Seit 2022 dürfen die Fahrzeuge mit dem Stern auf der Haube autonom nach Level 3 fahren. Das Besondere: Wenn das Fahrzeug übernimmt, darf sich bei dieser Automatisierungsstufe der Fahrer anderen Dingen widmen: also Lesen oder Nachrichten auf dem Smartphone schreiben. Zunächst war dies nur bis zu einem Tempo von 60 km/h erlaubt – seit kurzem darf der sogenannte „Drive Pilot“ bis zu einer Geschwindigkeit von 95 km/h übernehmen. Zumindest auf der rechten Autobahnspur und so lange ein Fahrzeug vorausfährt. Nun bekommen die Level-3-Autos eine zusätzliche Leuchten-Farbe – zunächst einmal aber nur zu Testzwecken.

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„Markierungsleuchten“ in Türkis: Ein Hinweis für andere Verkehrsteilnehmer

Damit auch die anderen Verkehrsteilnehmer wissen, dass das Fahrzeug gerade autonom unterwegs ist, werden nicht nur Scheinwerfer und Heckleuchten um türkise LEDs ergänzt – auch in den seitlichen Blinkern und den Außenspiegeln werden sie integriert. In Deutschland ist Mercedes laut eigenen Angaben der erste Hersteller, der eine Genehmigung für die sogenannten „Markierungsleuchten“ erhalten hat. Diese gilt bundesweit für Erprobungszwecke – und ist zunächst bis Juli 2028 befristet.

Mit türkisen LEDs signalisieren Mercedes-Fahrzeuge künftig, dass sie gerade autonom unterwegs sind.

Türkise LEDs bei Level-3-Fahrzeugen von Mercedes: Wichtig für Polizei und Verkehrsbehörden

Durch die türkisen Leuchten sollen beispielsweise auch Verkehrsbehörden und die Polizei leicht erkennen können, ab der Fahrer sich gerade anderen Tätigkeiten widmen darf. Die Idee mit der neuen Farbe im Zusammenhang mit autonomem Fahren gibt es übrigens nicht nur für Fahrzeuge: Auch bei Ampeln könnte es in Zukunft Änderungen geben: Forscher empfehlen eine vierte Ampelfarbe.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Warum der Stuttgarter Autobauer sich für die Farbe Türkis entschieden hat

Die Farbe Türkis hat Mercedes nach eigenen Angaben aus zwei Gründen gewählt: Zum einen unterscheidet sich die Farbe deutlich von allen bestehenden Fahrzeugbeleuchtungen – und auch von Ampeln oder Warnleuchten. Dadurch wird die Verwechslungsgefahr deutlich reduziert. Außerdem werde die Farbe schnell und zuverlässig von anderen Verkehrsteilnehmern erkennt. Laut dem Hersteller hätten Studien gezeigt, dass Türkis die optimale Farbe für automatisiertes Fahren sei: Sowohl bei physiologischen als auch bei psychologischen Faktoren schnitt Türkis besser ab als andere Farben.

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG,

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