Heißes Wasser allein reicht nicht

Moos von Waschbetonplatten entfernen: Hausmittel erleichtern die Reinigung

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Moos sieht auf Waschbetonplatten nicht nur unschön aus, sondern kann auch zur Rutschgefahr werden. Hausmittel helfen, die unliebsamen Gewächse zu entfernen.

Moos wächst überall da, wo Feuchtigkeit vorhanden ist. Deshalb findet man es nicht nur im Rasen oder auf dem Dach, sondern auch auf Gehwegen oder Terrassen. Besonders auf Waschbetonplatten setzen sich Moose wegen ihrer rauen Oberfläche gerne fest. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch gefährlich werden, wenn Bewohner auf dem feuchten Moos ausrutschen. Um die Gewächse loszuwerden, braucht es einiges an Aufwand, denn die unebene Oberfläche des Waschbetons erschwert die Reinigung. Wir zeigen, mit welchen Mitteln Sie sich die Arbeit erleichtern.

Moos von Waschbeton entfernen – mit grüner Seife

Moos, das zwischen Waschbetonplatten sprießt, kann mit speziellen Fugenkratzern entfernt werden.

In Baumärkten sind chemische Grünbelag-Entferner erhältlich. Allerdings stuft das Umweltbundesamt viele der Wirkstoffe als umweltschädlich ein. Zudem können sie Pflanzen und Rasen in Terrassennähe schädigen. Zu solchen Chemiekeulen sollten Sie deshalb allenfalls bei einem sehr starken Bewuchs greifen. Ansonsten werden Waschbeton-Platten auch mit Hausmitteln sauber, etwa mit Schmierseife (auch grüne Seife genannt). Diese ist besonders umweltfreundlich und eignet sich laut zdf.de sowohl für Stein- als auch Holzterrassen. Und so geht‘s:

  1. Hat sich Moos zwischen den Terrassenplatten angesammelt, entfernen Sie es zunächst mit einer Fugenbürste aus Draht.
  2. Danach die Waschbetonplatten gründlich abfegen und von losem Moos, Laub, Sand oder anderem groben Schmutz befreien.
  3. Lösen Sie grüne Seife bzw. Schmierseife in einem Eimer warmen Wasser auf. Dann auf die Waschbetonplatten auftragen
  4. Mit einer Bürste jede Waschbetonplatte kräftig abreiben.
  5. Anschließend mit klarem Wasser abspülen.

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Waschbetonplatten mit Soda reinigen

Auch Soda eignet sich, um Moos und anderen Grünbelag von Terrassenplatten zu entfernen. Das Portal Mein-eigenheim.de empfiehlt, einen Teelöffel Waschsoda in einem Liter heißem Wasser aufzulösen. Bei stärkerer Verschmutzung werden 100 Gramm Soda und fünf Esslöffel Speisestärke mit fünf Litern Wasser gemischt. Dann auf die Waschbetonplatten geben und einige Stunden einwirken lassen. Danach das gelöste Moos mit einem Kehrbesen entfernen.

Pflastersteine reinigen: So bekommen Sie Einfahrt und Gehwege wieder blitzblank

Pflastersteine fegen
Bevor man die Pflastersteine mit irgendetwas anderem bearbeitet, sollte man sie zunächst fegen, um groben Dreck wie Laub, Sand oder Erde zu beseitigen. © Volker Pape/Imago
Unkraut jäten mit der Hacke
Danach geht es ans Unkraut jäten. Zwischen den Pflastersteinen können sich unwillkommene Pflanzen zeigen, die das Bild stören. Mit einer Unkrauthacke können diese entfernt werden – und sollten es auch, nach Möglichkeit mit der Wurzel. Lässt man Unkraut einfach wuchern, kann dieses im Extremfall sogar die Steine anheben oder verschieben.  © Imago
Unkraut jäten mit der Bürste
Möchte man nicht auf den Knien herumrobben, um Unkraut zu jäten, kann man dieses auch mit einer langen Hacke oder mit einer Unkrautbürste im Stehen bearbeiten.  © Imago
Steine schrubben mit der Bürste
Für die Flächen der Pflastersteine eignet sich zum Beispiel eine Handbürste oder eine Drahtbürste, mit der man Unreinheiten auf den Steinen wegschrubben kann. Diese Methode kann auf Dauer allerdings ganz schön auf den Rücken und die Knie gehen. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Pflastersteine mit Hochdruckreiniger reinigen
Einfacher ist es, wenn man einen besitzt, einen Hochdruckreiniger zu verwenden, der die Steine mit extremem Wasserdruck sauberspült. Das sollte man Zwecks des Wassersparens allerdings nicht jedes Wochenende, sondern etwa einmal im Jahr machen. Am besten spült man auch die Ränder der Pflastersteine damit sauber, damit sich von dort aus nicht sofort neue Sporen von Flechten und Unkraut ausbreiten. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Reinigungsmittel für Pflastersteine
Es gibt auch spezielle Reinigungsmittel für Pflastersteine, die man zum Beispiel im Baumarkt oder Pflanzenfachhandel bekommt. Mit diesen Mitteln können die Oberflächen der Steine effektiv gereinigt werden. Meist muss das Mittel auf die Steine gebürstet werden, dann eine Zeit lang einwirken und schließlich mit Wasser wieder abgespült werden.  © Andres Victorero/Imago
Hausmittel: Soda auf Pflastersteinen
Man muss allerdings nicht unbedingt Geld für Reinigungsmittel ausgeben, wenn man bestimmte Hausmittel zur Verfügung hat. Eines davon ist Soda, mit dem eine Natronlauge hergestellt werden kann. Dazu mischt man einfach 100 Gramm Soda mit zehn Litern heißem Wasser und verteilt die Mischung mit einem Besen auf den Steinen. Nach etwa fünf Stunden Einwirkzeit kann man die Steine wieder abspülen.  © Imago
Hausmittel: Essig auf Pflastersteinen
Einen ähnlichen Effekt hat auch Obst- oder Weinessig, der punktuell auf betroffene Stellen aufgesprüht werden kann. Damit können Flechten entfernt werden. Diese Methode sollte man aber mit Vorsicht anwenden, weil Natursteine empfindlich auf Säure reagieren und sich eventuell Flecken bilden könnten.  © Imago
Hausmittel: Kochendes Wasser auf Pflastersteinen
Kochendes Wasser auf Flechten und Unkraut zu kippen, kann helfen, diese zu lockern, damit man sie danach wegbürsten kann. Allerdings ist diese Methode oft nicht besonders langwierig und nur eine kurzfristige Lösung. © Imago
Abbrennen von Unkraut
Das Unkraut oder Flechten auf Pflastersteinen abzubrennen, ist ebenfalls eine Möglichkeit. Dazu gibt es spezielle Geräte, die ähnlich wie ein Hochdruckreiniger funktionieren – nur dass man Ende Feuer und nicht Wasser herauskommt. Auch damit sollte man vorsichtig sein, weil die Hitze die Steine verfärben könnte.  © Imago
Chemische Flechtenentferner für Pflastersteine
Chemische Flechten- und Unkrautentferner sind besonders effektiv, allerdings nicht besonders umweltfreundlich. Wird man der Lage aber gar nicht mehr Herr, kann es ratsam sein, ein solches Mittel zu verwenden. Diese Art von Reiniger sorgt meist auch dafür, dass sich erst einmal kein neues Unkraut bildet.  © Erich Teister/Imago
Rillen mit Sand füllen
Hat man die Steine und die Rillen dazwischen zur eigenen Zufriedenheit gereinigt, kann man diese weiter bearbeiten und zum Beispiel die Zwischenräume mit Sand füllen. Das sorgt für ein ansehnliches Gesamtbild der Einfahrt und verhindert zumindest für eine Weile das schnelle Nachwachsen von Unkraut. © Imago
Pflastersteine imprägnieren
Möchte man Flechten auf den Pflastersteinen vermeiden oder dafür sorgen, dass Dreck leichter abgespült wird, kann man Pflastersteine auch imprägnieren. Dafür gibt es ebenfalls spezielle Mittel im Baumarkt, die in die Steine eindringen und sie robuster machen. Oft helfen diese Mittel auch gegen Frost. © Imago
Pflastersteine versiegeln
Reicht einem die Imprägnierung nicht aus, kann man die Pflastersteine auch versiegeln, zum Beispiel mit Epoxidharz oder anderen Mitteln, die eine Schutzschicht auf den Steinen bilden. Diese sind für unterschiedliche Steinarten erhältlich, sollten laut Toom.de aber vorher an einer kleinen Stelle getestet werden, um Optik und Wirksamkeit zu überprüfen.  © Imago

Kann man Moos dauerhaft von Waschbeton fernhalten?

Da Waschbetonplatten eine raue Oberfläche haben, verschmutzen sie nach der Reinigung auch schnell wieder und das Moos wächst unweigerlich nach. Wer seine Terrassenplatten nicht regelmäßig schrubben möchte, kann sie laut dem DIY-Portal selbst.de auch versiegeln. „Allerdings wird dadurch die Atmungsfähigkeit des Betons eingeschränkt“, heißt es dazu auf dem Portal. Zudem werden alle Versiegelungsmittel auf chemischer Basis hergestellt. Wer das nicht möchte, kommt um eine regelmäßige Moosentfernung nicht herum. Gut zu wissen: Bei Pflastersteinen hilft spezieller Fugensand, Unkraut und Moos vorzubeugen.

Rubriklistenbild: © wassilis aswestopoulos/Imago

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