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Im Februar 2024 gibt es so manche Änderung. Für Verbraucher geht es um Rente, Streaming-Preise, Inflationsprämie, Zuzahlung in der Apotheke und mehr.
Hamm - Kein neuer Monat ohne Neuerungen. Der Februar 2024 bringt viele kleinere und größere Änderungen und Neuregelungen, die Folgen für Millionen Menschen in Deutschland haben. Es geht um Amazon Prime, die Zuzahlung in der Apotheke, Inflationsprämie, die Kennzeichnung von Fleisch im Supermarkt – und um einen Tag mehr.
Änderungen im Februar 2024: Amazon Prime, Inflationsprämie, Rente, Zuzahlung in der Apotheke
Das Jahr 2024 ist reich an Neuerungen und Änderungen. Das sind die wichtigsten im Februar 2024 in Deutschland:
- Ein Tag mehr dank Schaltjahr
- Wer zum 1.2. in Rente gehen kann
- Zuzahlung in der Apotheke
- Neue Pflicht an der Fleischtheke
- Werbung auf Amazon Prime Video
- Kein Netflix mehr auf bestimmten Fernsehern
- Frist für Zustimmung zu höheren Spotify-Preisen endet
- Inflationsprämie für Dachdecker
- Weniger Geld für überschüssigen Solarstrom
Änderungen im Februar 2024: Ein Tag mehr dank Schaltjahr
Schon vorab herzlichen Glückwunsch an all jene, die an einem 29. Februar geboren wurden. Sie dürfen zum ersten Mal seit 2020 wieder an „ihrem“ Tag feiern. Das Jahr 2024 ist ein Schaltjahr, weswegen der Februar 29 und nicht nur 28 Tage hat.
Änderungen im Februar 2024: Wer zum 1.2. in Rente gehen kann
Menschen, die in der Zeit vom 2. Januar 1961 bis 1. Februar 1961 geboren wurden, können erstmals zum 1. Februar 2024 die Altersrente für langjährig Versicherte beanspruchen. Dazu wird aber noch die Wartezeit von 35 Jahren benötigt. Der Rentenabschlag beträgt 12,6 Prozent der regulären Rente. Zum 1. Februar können folgende Geburtsjahrgänge diese Altersrenten beanspruchen:
- Regelaltersrente: Geboren in der Zeit von 2.1.1958 bis 1.2.1958 - ohne Abschlag
- Altersrente für schwerbehinderte Menschen: Geboren in der Zeit von 2.5.1962 bis 1.6.1962 - mit Abschlag von 10,8 Prozent
- Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Wartezeit): Geboren in der Zeit von 2.11.1959 bis 1.12.1959 - ohne Abschlag
Änderungen im Februar 2024: Zuzahlung in der Apotheke
Gute Nachrichten für Patienten: Im Februar tritt eine neue Regelung in Kraft, die unnötige Zuzahlungen für Medikamente in Apotheken verhindert. Bislang war es so: War bei Abgabe des Rezepts in der Apotheke die vom Arzt aufgeschriebene Packungsgröße nicht vorrätig und stattdessen nur kleinere Packungen da, so hatte das teure Folgen. Der Kunde musste dann für jede Packung eine Zuzahlung abdrücken.
Das ändert sich nun. Die Zuzahlung richtet sich ab Februar nach der Medikamentenmenge. Heißt: Ersetzt der Apotheker eine 20-Stück-Packung durch zwei Packungen zu je 10 Stück, wird die Zuzahlung nur einmal statt bisher zweimal fällig.
Änderungen im Februar 2024: Neue Pflicht an der Fleischtheke
Mehr Transparenz für Kunden an der Fleischtheke: Ab Februar 2024 gilt eine neue Kennzeichnungspflicht bei unverpacktem Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel, das an der Theke im Supermarkt oder auf dem Markt verkauft wird. Künftig müssen der Ort der Aufzucht und der Ort der Schlachtung angeben werden. Bislang galt die Herkunftskennzeichnung nur für verpacktes Fleisch und unverpacktes Rindfleisch.
Änderungen im Februar 2024: Werbung auf Amazon Prime Video
Wer ab dem 5. Februar mit dem Standard-Abo auf Amazon Prime Video einen Film oder eine Serie schaut, muss mit Werbung leben – oder Geld bezahlen, damit sie wieder verschwindet. Der Streamingdienst schaltet künftig Werbespots während des laufenden Programms. Ausgenommen sind nur Inhalte, die zusätzlich zum Abo gekauft oder ausgeliehen wurden. Um der Werbung zu entgehen, sind Kunden gezwungen, ein Extra-Abo abzuschließen – und monatlich draufzuzahlen.
Änderungen im Februar 2024: Kein Netflix mehr auf bestimmten Fernsehern
Wer bestimmte Fernseher oder BluRay-Player besitzt, kann die Netflix-App ab Ende Februar nicht mehr nutzen. Nach diesem Monat wird der Netflix-Service von den betroffenen Geräten entfernt. Zuletzt verkündete der Streamingdienst Preiserhöhungen für seine Kunden.
Änderungen im Februar 2024: Frist für Zustimmung zu höheren Spotify-Preisen endet
Amazon Prime und Netflix sind nicht die einzigen Streaming-Anbieter, die an der Preisschraube drehen. Die Musik-Plattform Spotify wird teurer, wie das Unternehmen bereits im Herbst 2023 angekündigt hat. Ende Februar endet eine wichtige Frist. Bis dahin müssen Abonnenten die neuen Preise fürs Premium-Abo im Duo- oder Familienformat akzeptiert haben – ansonsten droht der Verlust des Premiumkontos und die Rückstufung in die kostenlose Version mit Werbung.
Änderungen im Februar 2024: Inflationsprämie für Dachdecker
Für einige Handwerker gibt es im Februar mehr Geld. Nach dem aktuellen Tarifvertrag für Dachdecker ist im Februar 2024 die zweite Rate der Inflationsprämie fällig. Sie beläuft sich auf 475 Euro. Auf die Inflationsprämien müssen keine Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden.
Änderung ab Februar 2024: Weniger Geld für überschüssigen Solarstrom
Wer selbst produzierten Solarstrom in das öffentliche Netz einspeist, bekommt dafür Geld. Ab dem 1. Februar sinkt die sogenannte Einspeisevergütung für neu installierte Photovoltaikanlagen - und zwar von 8,2 Cent pro Kilowattstunde auf 8,12 Cent pro kWh. Die Vergütung wird halbjährlich um einen Prozent gesenkt. Ab August werden es dann noch 8,04 Cent sein.
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