Einfaches Rezept

Pesto aus frischen Tomaten – so schmeckt der Sommer in Italien

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Ein Pesto aus frischen Tomaten mit duftendem Basilikum und Pecorino – dieses Rezept schmeckt nach Urlaub in Italien und zählt zu den echten Klassikern.

Die Tomatenpflanze in Ihrem Beet wächst und wächst – und so langsam wissen Sie gar nicht mehr, wohin mit den ganzen Früchten? Viele Gärtner, die diese sieben Schritte beim Tomaten-Anbau beachtet haben, können sich über eine reiche Ernte freuen. Wer da keine Lust mehr auf Tomate-Mozzarella oder Bruschetta hat, kann die Früchte auch anderweitig verarbeiten! Für ein Pesto aus frischen Tomaten können Sie die eigene Ernte verwenden – je sonnengereifter, desto leckerer. Unser Rezept funktioniert aber natürlich auch mit der Supermarkt-Variante.  

Pesto ist nicht gleich Pesto – von Genua bis Trapani 

Nudeln mit Pesto aus dem Glas – das ist auch in der deutschen Küche fast schon ein Klassiker, gerade, wenn es schnell gehen soll. Hinter der ursprünglichen italienischen Variante steckt jedoch ein bisschen mehr amore. Der Begriff Pesto kommt vom Wort „pestare”, was übersetzt so viel wie stampfen bedeutet. Der Ursprung: Die italienische Soße wurde traditionell in einem Mörser hergestellt. Dabei heraus kamen Klassiker wie Pesto alla Genovese mit Basilikum, scharfes Pesto alla Calabrese oder das bekannte Pesto Rosso. Letzteres heißt eigentlich Pesto alla Trapanese oder Pesto alla Siciliana. Hierfür verwendeten die Bewohner der italienischen Region Trapani typische Produkte ihrer Region: Frische und getrocknete Tomaten und Mandeln kommen zu Knoblauch, Basilikum und Pecorino. Dazu gehören eigentlich Busiate, eine Pasta-Art aus Trapani.

Busiate mit Pesto alla Trappanese sind ein typisches sizilianisches Gericht.

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Zutaten für frisches Tomatenpesto

Sie wollen Tomaten als Pesto verwerten, haben aber keine Lust, die Früchte vorher zu trocknen? Dieses Rezept funktioniert wunderbar mit frischen Tomaten. 

Zutaten:

  • 300 Gramm Tomaten
  • 70 Gramm Mandeln
  • 2 Knoblauch-Zehen
  • 4 EL Olivenöl
  • 80 Gramm Pecorino
  • einige Handvoll Blätter Basilikum
  • etwas Salz

So geht’s:

  • Die Tomaten blanchieren, die Haut abziehen und grob hacken.
  • Den Knoblauch mit Salz in einem Mörser zu einer cremigen Masse verarbeiten.
  • Mandeln dazugeben und grob zerkleinern.
  • Das Basilikum fein hacken und zu der Mandel-Knoblauch-Masse geben, mit dem Stößel vermengen.
  • Die ersten drei Esslöffel Olivenöl dazugeben.
  • Jetzt die geschälten und gehackten Tomaten nehmen und alles zusammen zerdrücken.
  • Den letzten Esslöffel Öl dazugeben und solange weiterarbeiten, bis eine homogene Masse entstanden ist. 
  • Zum Schluss nach Geschmack den Pecorino hinzufügen.

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

Am besten schmeckt das Pesto, wenn es eine Weile ziehen darf. Lassen Sie es also einige Stunden ruhen, bevor Sie das Nudelwasser ansetzen. Auch aus Kräutern aus dem Garten lassen sich leckere Pesto-Variationen zubereiten, etwa ein schnelles Bärlauch-Pesto, Löwenzahn-Pesto oder „Reste-Pesto“ aus Kohlrabiblättern bzw. Radieschengrün.

Rubriklistenbild: © Dmitrii MarchenkoI/Zoonar.com/IMAGO

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