VonAndrea Stettnerschließen
Tomaten im Garten anzupflanzen, ist gar nicht schwierig. Was Sie beachten müssen, damit aus einem Keimling eine kräftige Tomatenstaude heranwächst.
Mit dem Vorziehen der Tomatenpflanzen auf der Fensterbank können Sie etwa ab Ende Februar bis Ende März beginnen. So können die zarten Pflänzchen erst einmal geschützt heranwachsen, bevor sie in den Garten gesetzt werden. Davor ist es für die wärmeliebenden Pflanzen noch zu kühl. Wem das zu aufwendig erscheint oder bereits zu spät dran ist, kann auch Jungpflanzen aus dem Gartenhandel kaufen und sie direkt einpflanzen.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um Tomaten zu pflanzen?
Nach den Eisheiligen (12. bis 15. Mai) sind die Temperaturen in der Regel warm genug, um die Tomaten ins Freiland zu pflanzen, sei es ins Beet oder Hochbeet. Dann drohen auch keine Nachtfröste mehr. Sind die Temperaturen bereits milder, lassen sich die Pflanzen aber auch schon Ende April bis Anfang Mai anpflanzen. Die Bodentemperatur sollte in jedem Fall bereits 13 bis 15 Grad betragen, ansonsten stoppt die empfindliche Pflanze ihr Wachstum und bildet außerdem weniger Blüten und Früchte aus. Sollen die Tomaten ins Gewächshaus, können sie schon früher ausgepflanzt werden.
Tomaten pflanzen: So geht‘s
Bevor Sie die Jungpflanzen anpflanzen, sollten Sie sie zunächst abhärten, um sie ans Freiland zu gewöhnen. Dafür stellen Sie die Pflanzen eine Woche lang tagsüber nach draußen. Nachts holen Sie die Pflänzchen dann wieder ins Haus. Sind die Tomatenpflanzen abgehärtet, geht‘s endlich ins Beet:
- Abstand einplanen: Tomatenpflanzen brauchen genügend Anstand. Stellen Sie die Tomatentöpfchen deshalb im Abstand von etwa 60 bis 80 Zentimeter ins Beet.
- Pflanzlöcher ausheben: Als Nächstes heben Sie an der Stelle, an der eine Tomatenpflanze gesetzt werden soll, ein Pflanzloch aus. Dieses sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Geben Sie dann noch etwas Kompost mit in den Aushub.
- Keimblätter entfernen: Entfernen Sie die kleinen Keimblätter, also die untersten Blätter der Tomatenpflanze. Diese sind aufgrund der Bodennähe sehr fäulnisanfällig und würden ohnehin mit der Zeit absterben.
- Tomatenpflanzen ins Pflanzloch setzen: Entfernen Sie nun vorsichtig den Plastiktopf um den Wurzelballen. Die ausgetopfte Pflanze setzen Sie dann in das ausgehobene Erdloch. Sie sollte etwas tiefer sitzen als im Topf (etwa fünf bis zehn Zentimeter), damit sich um den Stängelansatz neue Wurzeln bilden. Dadurch können sie mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen.
- Mit Erde auffüllen: Füllen Sie das Pflanzloch nun mit Erde auf und drücken diese leicht fest. Bei veredelten Tomatensorten darauf achten, dass die verdickte Veredelungstelle noch zu sehen ist.
- Tomatenpflanze angießen: Direkt nach dem Anpflanzen sowie in den drei Tagen danach, werden die Tomatenpflanzen noch kräftig gegossen.
- Rankhilfe anbringen: Damit die langen Triebe der Tomatenpflanze genügend Halt finden und nach oben wachsen können, bringen Sie noch Rankhilfen an. Spaliere oder Rankstäbe eignen sich dafür bestens. Werden die Pflanzen im Gewächshaus oder Folientunnel angebaut, können Sie auch einfach Schnüre spannen, die um die ersten Triebe der Tomatenpflanze gebunden werden.
Idealerweise sollten Sie Tomatenpflanzen im Beet vor Witterung schützen, damit sie vor Pilzkrankheiten verschont bleiben. Dafür eignet sich neben einem Gewächshaus auch ein Folientunnel oder ein selbstgebautes Tomatenhaus. Passen Sie auch auf, dass Sie die richtigen Pflanzen dazu ins Beet setzen – nicht alle Beetnachbarn vertragen sich mit Tomaten.
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