Natürliche Pflanzenpflege

Gartenlaubkäfer bekämpfen: Mit Nützlingen schützen Sie Ihre Pflanzen vor dem Insekt

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Erstrahlen Pflanzen im eigenen Garten nicht mehr in voller Pracht, kann das an dem Gartenlaubkäfer liegen. Eine einfache Maßnahme hilft gegen den Schädling.

Im heimischen Garten erfreuen sich Hobbygärtner an einer grünen und bunten Wohlfühloase, die jedoch oft viel Arbeit erfordert. Die mühevolle Pflege der Blütenpracht kann allerdings durch einen unerwünschten Schädling schnell zunichtegemacht werden. Einer davon ist der Gartenlaubkäfer, der in kurzer Zeit großen Schaden anrichten kann. Doch zum Glück gibt es einen einfachen Trick, um sich Ärger zu ersparen und die Pflanzen zu schützen.

Effektiv vorsorgen und erste Anzeichen für einen Befall

Der Gartenlaubkäfer frisst am liebsten Blätter und hinterlässt dabei große Löcher.

Im Umgang mit dem Gartenlaubkäfer gilt die bewährte Regel: Vorsorge ist die beste Sorge. Denn eine dichte und gesunde Grasnarbe bietet dem weiblichen Schädling keine Gelegenheit, seine Eier abzulegen. Zusätzlich verringert ein dichter Bewuchs das Schadpotenzial von Engerlingen im Rasen, wie Mein schöner Garten erklärt. Während des Schädlingsflugs im Mai empfiehlt es sich außerdem, den Rasen etwas länger zu halten.

Sollten erste Anzeichen für einen Befall mit Gartenlaubkäfern an einer Pflanze auftreten, können Gemüseschutznetze helfen, die Tiere von Blüten und Blättern fernzuhalten. Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Merkmalen, anhand derer Sie erkennen können, ob der Gartenlaubkäfer in Ihrem Garten sein Unwesen treibt.

  • Engerlinge, die in die obere Bodenschicht gewandert sind, fressen an den Graswurzeln. Engerlinge im Garten erkennen Sie an einer gelockerten Grasnarbe sowie an braunen und kahlen Stellen im Rasen. Krähen verstärken das Symptom, da sie versuchen, an die Käferlarven zu kommen. All dies geschieht in der Regel von Juli bis Oktober.
  • Sind die Gartenlaubkäfer im flugfähigen Stadium, lässt sich ein Befall an einem starken Rand- und Lochfraß an den Blättern von Gehölzen erkennen. Weiden, Farne, Obstgehölze und Rosensträucher mögen die Insekten am liebsten.

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So gelingt der Einsatz der Nematoden in Ihrem Garten

Ist ein Befall eindeutig, können Sie die Schädlinge im Garten ohne chemische Hilfsmittel, auf ganz natürliche Art bekämpfen. Denn Nützlinge haben sich auch hier als hilfreich erwiesen. Beim Gartenlaubkäfer ist es der Einsatz von Nematoden, sogenannten Fadenwürmern. Für Hobbygärtner und andere Tiere sind sie ungefährlich. Für die Engerlinge jedoch tödlich, da sie von den Fadenwürmern befallen und mit einem Bakterium infiziert werden.

Welche Schnecke ist das? Schädliche und nützliche Schnecken im Garten unterscheiden

Eine Nacktschnecke im Garten frisst ein Salatblatt.
Der kriechende Erzfeind für Hobbygärtner: Die Spanische Wegschnecke ist ein Ureinwohner und keine invasive Art. Sie tritt oft in Massen auf und lässt kein Blatt auf dem anderen. © Zoonar/Imago
Rote Nacktschnecke, Arion rufus, unterwegs auf einem regennassen Waldweg
Die Rote Nacktschnecke (Arion rufus) wird oft mit der Spanischen Wegschnecke verwechselt und wurde inzwischen von dieser ziemlich verdrängt. Sie bevorzugt allerdings abgefallene Pflanzenteile gegenüber Jungpflanzen. © Panthermedia/Imago
Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum)
Auch die Genetzte Ackerschnecke ist ein Hauptverusacher von Fraßschäden an Blumen und Gemüse – sie macht weder vor Blüten noch Wurzeln Halt und vermehrt sich rasant. © blickwinkel/Imago
Frosch sitzt neben Gartenwegschnecke (Arion distinctus).
Die Gartenwegschnecke (Arion distinctus) ist auch nicht jedermanns Liebling. Sie ist nur etwa vier Zentimeter lang, dunkelgrau oder schwarz. Und sie bevorzugt leider Wurzeln und Wurzelgemüse. © agefotostock/Imago
Junge beobachtet Schwarze Wegschnecke
Die braune Form der Schwarzen Wegschnecke (Arion ater) sieht der Spanischen Wegschnecke oft sehr ähnlich. Aber auch wenn sie manchmal tiefschwarz ist – sie verursacht keine nennenswerten Schäden, sondern vertilgt sogar Artgenossen. © Nature Picture Library/Imago
Tigerschnegel (Limax maximus) auf Grashalm
Die meisten Schnegelarten, wie der Tigerschnegel, sind nützlich. Dieser ist sogar einer der wenigen natürlichen Feinde der unbeliebten Spanischen Wegschnecke. © imagebroker/Imago
Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) auf Laubblättern
Der Schwarze Schnegel (Limax cinereoniger) sieht mit seinen bis zu 20 Zentimetern Länge nicht sehr sympathisch aus, aber er leistet im Garten gute Dienste. © Panthermedia/Imago
Weinbergschnecke auf Hand eines Kindes
Weinbergschnecken sind oftmals groß, aber harmlos. Und sie stehen in Deutschland unter Naturschutz. Man kann sich also freuen, sie im Garten zu finden und darf sie weder töten noch essen. © Westend61/Imago
Zwei weißmündige Bänderschnecken (Cepaea hortensis), kriechen auf einem mit Flechten bewachsenen Zweig im Wasser.
Garten-Schnirkel- oder -Bänderschnecken gibt es mit rosa oder gelbem Gehäuse, mal mit Linien oder ohne. Sie dienen Vögeln als lebenswichtige Nahrung. Der Nützling säubert den Garten von Pflanzenabfall und Aas. © blickwinkel/Imago
Garten-Bänderschnecken und zwei Weinbergschnecken
Ein Artentreffen der Guten: Ein paar Weinbergschnecken und Bänderschnecken in ihrer ganzen Farbvielfalt sind noch keine Schneckenplage. © Zoonar/Imago

Was Sie für einen erfolgreichen Einsatz der Nematoden berücksichtigen sollten, erfahren Sie in der folgenden Liste:

  • Für einen größtmöglichen Erfolg rät das Plantura Magazin, die nützlichen Helfer abends oder an einem bewölkten Tag auszubringen, weil die Fadenwürmer sehr sensibel auf UV-Strahlung reagieren.
  • Bevor die Nematoden ihren Job machen können, muss das pulverförmige Nematodenpäckchen mit Wasser angerührt werden. Das Wasser wird anschließend an die befallene Pflanze gegossen. Im Idealfall sollten die betroffenen Stellen anschließend für zwei Wochen feucht gehalten werden, rät Mein schöner Garten.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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