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„Seien Sie besonders vorsichtig“: Auswärtiges Amt warnt vor Urlaubsreise

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Reisewarnungen sorgen bei einigen Urlaubern für Angst und Schrecken. Das Auswärtige Amt hat für die Türkei besondere Reise- und Sicherheitshinweise veröffentlicht.

Hamm – Der Krieg in Nahost hat auch direkte Auswirkungen auf deutsche Touristen. Die Lage bleibt nach dem tödlichen Raketenangriff auf den Golanhöhen weiter mehr als angespannt, israelische Kampfjets haben im Rahmen eines „Vergeltungsschlag“ einen Vorort von Libanons Hauptstadt Beirut angegriffen – Deutsche wurden bereits zur Ausreise aufgerufen. Ein hochrangiger Kommandeur der Terrormiliz Hisbollah soll dabei „ausgeschaltet“ worden sein, heißt es. Auch im Gazastreifen dauern die Kampfhandlungen an – die gesamte Region ist weiterhin ein hochexplosives Pulverfass. Das deutsche Auswärtige Amt warnt daher vor bestimmten Reisen in die Türkei.

Reisehinweis des Auswärtigen Amts für die Türkei: „Seien Sie besonders vorsichtig“

Nachdem in der Nacht von Dienstag, 30. Juli, auf Mittwoch auch noch publik geworden war, dass vermutlich Israel, bestätigt ist dies noch nicht, Hamas-Führer Ismail Hanija in Irans Hauptstadt Teheran ausgeschaltet habe, dürfte sich die Situation nun weiter verschärfen. Die Türkei hat Israel daraufhin vorgeworfen, den Gaza-Krieg in der Region ausweiten zu wollen. Es habe sich erneut gezeigt, dass die Regierung von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keine Absicht habe, den Frieden zu erreichen, behauptete das türkische Außenministerium in einer Mitteilung.

„Aufgrund des andauernden Konflikts in Israel und den Palästinensischen Gebieten kann es in der Türkei zu spontanen, pro-palästinensischen Protestkundgebungen und gewaltsamen Ausschreitungen kommen“, erklärt das Auswärtige Amt. Der dringende Appell: „Bleiben Sie wachsam und seien Sie besonders vorsichtig.“

Zudem sollten „Demonstrationen und größere Menschenansammlungen“ gemieden werden. Ein weiterer Rat des Auswärtigen Amtes: „Verfolgen Sie die aktuellen Nachrichten in den lokalen Medien.“ Zudem werde von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak „dringend abgeraten“.

Die Beziehungen zwischen der Türkei, hier ist Präsident Erdogan zu sehen, und Israel haben sich seit dem Gaza-Krieg verschlechtert. (Archivbild)

Gefahr vor Terroranschlägen in der Türkei

Doch nicht nur aufgrund der angespannte Lage im eskalierenden Nahost-Konflikt sollten Urlauber in der Türkei wachsam sein. „In der Türkei kam es, insbesondere seit 2015, wiederholt zu terroristischen Anschlägen“, teilt das Auswärtige Amt mit. Generell bestehe eine „weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen“. Als mögliche Anschlagsziele kämen besonders Orte mit Symbolcharakter infrage:

  • bekannte Sehenswürdigkeiten
  • Regierungs- und Verwaltungsgebäude
  • Verkehrsinfrastruktur (insbesondere Flugzeuge, Bahnen, Schiffe, Busse)
  • Wirtschafts- und Tourismuszentren
  • Hotels
  • Märkte
  • religiöse Versammlungsstätten
  • größere Menschenansammlungen

Dies gilt generell auch für andere Länder. Das Auswärtige Amt hat aus diesem Grund für mehrere Dutzend Länder Reisewarnungen herausgegeben. Darunter befinden sich unter anderem auch Reise- und Sicherheitshinweise für ein beliebtes Urlaubsland.

Rubriklistenbild: © Stephanie Scarbrough/AP/dpa

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