Von Judith Braun
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Manchmal tritt eine Demenzerkrankung bereits in jüngerem Alter auf als üblich. Dabei gibt es Risikofaktoren, die vermeidbar oder veränderbar sind.
Zwar zählt Demenz zu den typischen Alterskrankheiten: Allerdings sind auch immer häufiger jüngere Menschen betroffen. Die sogenannte Frontotemporale Demenz (FTD) beginnt beispielsweise durchschnittlich bereits zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr . Für eine Demenz im jungen Alter (Young Onset Dementia oder YOD) gibt es laut Forschern verschiedene Risikofaktoren. Die meisten sind veränderbar oder vermeidbar.
Demenz im jungen Alter: 15 Faktoren können Ihr Risiko erhöhen Ein niedriger sozioökonomischer Status kann das Risiko, bereits im jungen Alter an Demenz zu erkranken, erhöhen.
© Julia Cumes/IMAGO
In ihrer im Fachmagazin JAMA Neurology veröffentlichten Studie werteten Neurowissenschaftler der britischen University of Exeter und der Universität Maastricht in den Niederlanden im Rahmen einer Kohortenstudie die Daten von über 350.000 Teilnehmenden aus (55,3 Prozent Frauen, Durchschnittsalter aller Teilnehmer lag bei 54,6 Jahren). Das Forscherteam konnte zunächst mithilfe einer systematischen Prüfung bestehender Forschungsansätze in der Literatur 39 potenzielle Auslöser von Demenz im jüngeren Alter (Menschen unter 65 Jahren) ausmachen. Für das finale Modell ergaben sich mit statistischer Signifikanz schließlich 15 bedeutende Risikofaktoren
Niedriger sozioökonomischer Status Niedrige Bildung Genetische Risikofaktoren Orthostatische Hypertonie (plötzlicher Blutdruckabfall nach dem Aufstehen mit Schwindel, Sehstörungen, Benommenheit) Depression Soziale Isolation Vitamin-D-Mangel Kompletter Alkoholverzicht Alkoholkonsumstörung Niedrige Muskelqualität (Handgriffsstärke) Schlaganfall Herzerkrankungen Hörbeeinträchtigung Hoher Spiegel an c-reaktivem Protein Diabetes Nicht verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im Newsletter unseres Partners 24vita.de.
Demenz im jungen Alter: Herausforderung für Betroffene und Angehörige Laut Informationen der Deutschen Alzheimer Gesesllschaft treten Demenzerkrankungen nur selten im Alter unter 65 Jahren auf. Allerdings seien dennoch 24.000 Menschen in Deutschland davon betroffen. Dabei unterscheidet sich die neurodegenerative Erkrankung bei jüngeren Menschen in ihrer Symptomatik nicht grundsätzlich von der bei älteren Menschen. Sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Angehörigen bringt die Situation jedoch ganz besondere Herausforderungen mit sich.
Demenz- und Alzheimer-Risiko durch Ernährung senken: Mit zwölf Lebensmitteln das Gehirn schützen Hmm, lecker, Avocado! Die aus botanischer Sicht zu den Beeren gehörende Frucht schützt dank ihres pflanzlichen Stigmasterol vor einem frühzeitigen Ausbruch von Alzheimer. Zwar zählen sie zu den pflanzlichen Lebensmitteln, die besonders fettreich sind. Doch handelt es sich rein um ungesättigte Fettsäuren, die gesund halten. Durch das enthaltene Enzym Lipase wird der Fettabbau sogar aktiviert. Avocados sind reich an Folsäure, Vitamin K, D, B6 und E sowie Kalium und Calcium. © LuboIvanko/Imago Dunkle Beeren wie Schwarze Johannisbeeren und Heidelbeeren sind nicht nur dank ihrer Polyphenole sehr gesund. Auch ihr hoher Anteil an Vitamin C senkt nachweislich die Plaquebildung in den Gefäßen, was als Risikofaktor für Demenz und Alzheimer gilt. Täglich eine Handvoll dunkle Beeren schützt das Gehirn! © Westend61/Imago Essen Sie auch regelmäßig Zucchini! Das grüne Gemüse ist reich an Kalzium, Magnesium, Eisen, B-Vitaminen, Vitamin A (Provitamin A) und Vitamin C. Zucchini wirkt nicht nur entzündungshemmend. Es soll auch das Wachstum von Krebszellen verringern und aufgrund seiner großen Mengen an Stigmasterol den Ausbruch von Alzheimer verzögern. © Alex Salcedo/Imago Auberginen zählen nicht nur zu den Gemüsesorten, die eine Fettleber wieder heilen können. Auch ihr pflanzliches Sterol schützt das Gehirn vor einer Demenz und Alzheimer. © zhekos/IMAGO Brokkoli Wer regelmäßig Brokkoli isst, kann einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen beziehungsweise sie hinauszögern. Denn Brokkoli ist reich an Antioxidanzien, was die Gehirnzellen stärkt und schützt. © monticello/Imago Teller mit Erbsen Erbsen zählen zu den proteinreichen Hülsenfrüchten. 100 Gramm frische grüne Erbsen enthalten ca. 5,4 Gramm Protein, das zum Muskelaufbau und Knochenwachstum dient. Gleichzeitig schützen die enthaltenden Folsäure und Polyphenole das Gehirn. © Image Source/Imago Schale mit roten Bohnen Bohnen sind im wahrsten Sinne Nervennahrung. Reich an B-Vitaminen, Folsäure sowie den wertvollen Polyphenolen, können Bohnen bei regelmäßigem Verzehr die Gehirnleistung fördern. B-Vitamine regen die Kommunikation zwischen den Zellen an, steigern die Leistungsfähigkeit des Gehirns und schützen vor Gedächtnisstörungen. Achtung: Kochen Sie die Bohnen vor dem Verzehr! Mehr als sechs Bohnen können gerade bei Kindern durch das enthaltene giftige Eiweiß Phasin zum Tod führen. © Image Source/Imago Es sind verschiedene Sorten Linsen zu sehen (Symbolbild). Linsen dürfen mindestens dreimal in der Woche auf den Teller kommen. Denn durch ihre B-Vitamine, Folsäure und Polyphenolen übernehmen Hülsenfrüchte einen schützenden Effekt im Gehirn. © YAY Images / Imago Walnüsse Nüsse sind besonders gut fürs Gehirn. Beispielsweise Walnüsse sind reich an Antioxidantien, das heißt, sie schützen vor schädlichen Stoffen und können dadurch Eiweißablagerungen im Gehirn verhindern. Auf diese Weise kann Alzheimer vorgebeugt werden. Auch das Voranschreiten einer bereits bestehenden Alzheimer-Erkrankung kann verlangsamt werden. © C3 Pictures/Imago Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird. Neben Zucchini, Auberginen, Brokkoli, Nüssen und Heidelbeeren, zählen auch Oliven sowie Olivenöl zu den Lebensmitteln, die Alzheimer vorbeugen können. Die in Olivenöl enthaltenen Polyphenole schützen und stärken die Gehirnzellen. Laut „Deutsche Herzstiftung“ senkt Olivenöl nachweislich auch das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose. Forscher vermuten, dass das Risiko für Alzheimer mit bestehender Arterienverkalkung steigt. © Panthermedia/Imago Lachsfilet Lachs zählt zu den Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, das nicht nur zu viel LDL-Cholesterin senken können. Der Verzehr von Lachs ist dank seiner langkettigen Omega-3-Fettsäuren für den Zellstoffwechsel im Gehirn besonders förderlich, so die Alzheimer Forschung Initiative e. V. © Martin G. Dr. Baumgä/Imago Kabeljaufilet mit Rosmarinzweig in der Bratpfanne. Auch Kabeljaufisch zählt zu den besonders gesunden Fischen: sehr zu empfehlen für Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion, dank des hohen Jodgehalts, und unterstützend für die Zellerneuerung zur Vorbeugung gegen Demenz und Alzheimer. Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche den empfohlenen Fisch, um die Abwehrbereitschaft des Gehirns zu steigern und den Energiestoffwechsel zu verbessern. © Shotshop/Imago Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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