Zu leise?

Rückruf für Elektroauto – aus einem ungewöhnlichen Grund

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Chevrolet muss in den USA ein Elektro-SUV zurückzurufen. Der Grund ist ungewöhnlich – er hängt mit dem Fahrgeräusch des Elektroautos zusammen.

Rückrufe sind in der Automobilbranche keine Seltenheit. Weil heutzutage viele Gleichteile in Fahrzeugen verbaut werden, trifft es so manchen Hersteller richtig hart: BMW beispielsweise musste kürzlich 1,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern – wegen eines Problems mit den Bremsen. Mercedes rief mehr als 500.000 Autos zurück, weil ein Verlust der Lenkfähigkeit drohte. Nun ruft der US-Autobauer Chevrolet ein E-Auto zurück – wegen eines eher ungewöhnlichen Problems.

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Akustisches Warnsignal für Elektroautos ab einem bestimmten Tempo verpflichtend

Einer der Vorteile des Elektroautos ist, dass es so leise ist. Das allerdings ist auch gleichzeitig ein Problem, weil beispielsweise Fußgänger oder Radfahrer ein sich näherndes E-Auto überhören könnten – was die Gefahr eines Unfalls deutlich erhöht. Seit 2021 müssen Autobauer in der EU daher verpflichtend einen Soundgenerator in Elektrofahrzeugen verbauen, der ein akustisches Warnsignal generiert. Der offizielle Name dafür lautet AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System). Dabei wird bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h ein entsprechendes Schallzeichen erzeugt. Ab höheren Geschwindigkeiten sind selbst bei moderneren Verbrennerfahrzeugen die Abrollgeräusche der Reifen lauter als der eigentliche Motor.

Das Elektro-SUV Chevrolet Equinox EV wird in den USA zurückgerufen. Der Grund ist ungewöhnlich.

Zu leise: Chevrolet muss Elektro-SUV zurückrufen

Und genau diese Technik führte beim Chevrolet Equinox EV in den USA nun zu einem Rückruf: 7.606 Exemplare des Elektro-SUV müssen laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) in die Werkstätten. Dem offiziellen Rückruf-Dokument zufolge kann es zu Software-Problemen kommen, wodurch bei einem Tempo zwischen 20 und 30 km/h das geforderte Warngeräusch nicht in der vorgeschriebenen Lautstärke ertönt. Deshalb könnten etwa Fußgänger eventuell nicht bemerken, ob sich ein näherndes Fahrzeug verlangsamt oder ob es beschleunigt.

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Eine Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (Baureihe 210): Im Mai 1995 wurde die zweite Generation der Mercedes E-Klasse vorgestellt – und die neue, rundliche Designsprache sorgte für Aufsehen. Vor allem an die elliptischen Doppelscheinwerfer musste sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen, die Front bekam den Spitznamen „Vieraugengesicht“. © Mercedes-Benz
Ein BMW Z3
BMW Z3: Der Z3 war der erste BMW, der komplett und ausschließlich außerhalb von Deutschland gebaut wurde – er lief ab 1995 im neuen Werk in Spartanburg (USA) vom Band. Seinen ersten Einsatz hatte er im Dienste von James Bond – er debütierte im Blockbuster „GoldenEye“. Ab Sommer 1998 bekam der Roadster auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt. © BMW
Ein Fiat Barchetta
Fiat Barchetta: Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „kleines Boot“ oder „Bötchen“. Der Zweisitzer schwamm auf der 1990er-Jahre-Roadster-Welle mit, die vor allem durch den Mazda MX-5 ausgelöst worden war. © Fiat/Stellantis
Ein Peugeot 406 Coupe
Peugot 406: Im Herbst 1995 trat der er 406 die Nachfolge des Peugeot 405 an. Das französische Mittelklasse-Fahrzeug gab es als Limousine, Kombi – und, wie hier auf dem Bild zu sehen, als Coupe-Version. © Heritage Images/Imago
Ein Ferrari F50
Ferrari F50: Mit dem F50 feierte Ferrari im Jahr 1995 das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Selbst, wenn man genügend Geld auf dem Konto hatte (damals rund 380.000 Euro Neupreis) war nicht garantiert, dass man den 520 PS starken V12-Mittelmotor-Supersportwagen auch bekam: Ferrari verkaufte den F50 nur an ausgewählte Kunden. Offiziell wurden bis 1997 gerade einmal 349 Exemplare gebaut. © Dreamstime/Imago
Zwei VW Sharan
VW Sharan: Der Sharan entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Ford. Als der Van im Sommer 1995 auf den Markt kam, war er zunächst nahezu baugleich mit dem Ford Galaxy. Zielgruppe waren junge Familien. © Volkswagen
Zwei Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Turbo (993): Als Topmodell der Porsche-911er-Modellreihe 993 kam 1995 der Turbo auf den Markt. Mit dem dicken, feststehenden Flügel war er auf der Straße auch ziemlich leicht zu erkennen. © Porsche
Ein Alfa Romeo 146
Alfa Romeo 146: Der Alfa Romeo 146 kam 1995 als fünftüriges Schwestermodell des Alfa Romeo 145 auf den Markt. Besonderes Designmerkmal ist die Mischung aus Stufen- und Steilheck. ©  Alfa Romeo/Stellantis
Ein Renault Sport Spider
Renault Sport Spider: Ursprünglich wurde das Fahrzeug für den Rennsport entworfen – von Frühjahr 1995 bis Herbst 1999 wurde er aber auch als Straßenversion gebaut. Der Renault Sport Spider zählt zu den spektakulären Highlights des H-Kennzeichen-Klassiker-Jahrgangs 2025 – nur knapp 1.500 Exemplare wurden gebaut. © Renault
Ein Lancia Y
Lancia Y: Mit seinem extravaganten Design setzte sich der Lancia Y deutlich von der Kleinwagen-Konkurrenz ab. Und dazu nicht nur von außen: Im Innenraum sorgten die mittig auf dem Armaturenbrett angeordneten Instrumente für das „spezielle“ Etwas. © Lancia/Stellantis
Ein Diablo VT Roadster.
Lamborghini Diablo VT Roadster: Der Countach-Nachfolger Diablo kam bereits 1990 auf den Markt. 1993 schob Lamborghini dann mit dem VT (Visco Traction) eine Allradversion des 492 PS starken V12-Geschosses nach. Noch einmal zwei Jahre später folgte dann die Roadster-Variante. © Lamborghini
Ein Volvo V40 und ein Volvo s40
Volvo S40/V40: Mit dem S40 (Limousine) leitete Volvo ab Herbst 1995 eine neue Designsprache ein. Kurz darauf kam die besonders in Deutschland beliebte Kombi-Version V40 auf den Markt. Produziert wurden die „Schweden“ in einem Werk in den Niederlanden. © Volvo
Ein Citroën Xantia
Citroën Xantia Break: Zwei Jahre nach der Xantia-Limousine kam 1995 auch die Kombi-Variante namens Break auf den Markt. 2001 endete die Xantia-Produktion – im Iran jedoch wurde das Fahrzeug in einer einfachen Variante aber noch in Lizenz bis 2010 weiterproduziert. © Citroën/Stellantis
Ein Chrysler Grand Voyager
Chrysler Voyager: Im Frühjahr 1995 kam die dritte Generation des Chrysler Voyager auf den Markt. Den Van gab es in zwei Ausführungen: Der Grand Voyager bot durch seine größeren Abmessungen im Innenraum mehr Platz. © Chrysler Brand Heritage
Ein Fiat Brava
Fiat Brava: Bei diesem Auto kam es auf den letzten Buchstaben an: Der Fiat Brava war ein kompakter Fünftürer, der kürzere Dreitürer ging als Fiat Bravo an den Start. © Fiat/Stellantis

In der Werkstatt wird bei den Fahrzeugen die Software im entsprechenden Steuermodul aktualisiert. Unverkaufte Autos können die Aktualisierung auch per drahtlosem Over-the-Air-Update erhalten. Die Fahrzeugbesitzer der betroffenen Modelle werden per Post informiert.

Auch in Deutschland werden betroffene Halter in der Regel per Brief informiert, wenn es bei ihrem Wagen zu einem Rückruf kommt. Wichtig ist dabei immer zu beachten: Ein Rückruf ist keine Option, sondern eine Verpflichtung. Lässt man nach mehrmaliger Aufforderung den angezeigten Mangel nicht in einer Werkstatt beheben, droht die Stilllegung des Fahrzeugs.

Rubriklistenbild: © SOPA Images/Imago

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