VonRobin Dittrichschließen
Ein Nahrungsmittel aus dem Einzelhandel ist von einem Rückruf betroffen. Die vegane Käse-Alternative könnte Reste von krebserregenden Elementen beinhalten.
Kassel – Bei Fehlern während der Herstellung von Lebensmitteln oder anderen Produkten können Schadstoffe hineingelangen. Jetzt ist ein veganes Produkt aus dem Supermarkt betroffen. Der Rückruf war aufgrund von Schadstoffen notwendig geworden.
Rückruf von veganem Käse-Produkt: Schadstoffe können enthalten sein
Über den Rückruf informierte der Hersteller Claus RST GmbH/Pural Vertriebs GmbH. Betroffen ist das Produkt „Violife Gouda Geschmack Scheiben“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum am 23. Februar 2025. Bei dem Lebensmittel handelt es sich um einen veganen Käse-Ersatz in Scheiben. „Grund für den Rückruf ist, dass bei einer Probeentnahme erhöhte Werte an Mineralölrückständen (MOSH & MOAH) festgestellt wurden“, schreibt der Hersteller.
Wie es von der Claus RST GmbH weiter heißt, sei das Produkt durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart durch die Mineralölrückstände als für den Verzehr durch den Menschen ungeeignetes Lebensmittel beurteilt worden. Auch der Hersteller selbst empfiehlt, den veganen Käse-Ersatz nicht mehr zu verzehren. Kürzlich mussten erst mehrere Sorten Ziegenkäse zurückgerufen werden.
Käse-Rückruf: Gefundene Rückstände von Mineralöl können krebserregend sein
In dem Rückruf des veganen Käse-Produkts wird vor einem Verzehr gewarnt: „Die nachgewiesenen Rückstände stehen unter anderem unter Verdacht, krebserregend zu sein“, schreibt der Hersteller. Wer die Produkte im eigenen Kühlschrank findet, kann sie in allen Verkaufsstätten retournieren. Unter anderem kann der vegane Käse mit Gouda-Geschmack bei Rewe erworben werden.
| Hersteller | Claus RST GmbH |
|---|---|
| Marke | Violife |
| Produkt | Gouda Geschmack Scheiben |
| Größe | 140-Gramm-Packung |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 23. Februar 2025 |
| Charge | L4120SL1412 |
Vor Mineralölrückständen in Lebensmitteln warnte auch das Bundeszentrum für Ernährung. „Auch wenn sich die Belastung in den vergangenen zehn Jahren deutlich reduziert hat, sind bestimmte Substanzen weiterhin für die Gesundheit problematisch“, heißt es von dort. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht vor allem die Aufnahmemenge bei Säuglingen und Kleinkindern als zu hoch und potenziell gesundheitsgefährdend an. Auch zahlreiche Käse-Produkte von Edeka waren von einem Rückruf betroffen. (rd)
Rubriklistenbild: © Dean Pictures/Imago

