VonNatalie Hull-Deichselschließen
Die Mehrheit der Fälle von Schilddrüsenunterfunktion wird durch die chronische Entzündung Hashimoto hervorgerufen. Die Beschwerden sind jedoch vielfältig.
Anhaltende Müdigkeit, verlangsamter Puls, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Kälteempfindlichkeit, depressive Phasen, Konzentrationsprobleme sowie Haarausfall – oftmals sind sich die Betroffenen ihrer Schilddrüsenerkrankung aufgrund der unspezifischen Symptome nicht bewusst, die bei Frauen etwa fünfmal häufiger auftritt als bei Männern. In Deutschland leiden etwa fünf von 100 Personen an einer Schilddrüsenunterfunktion, auch als Hypothyreose bekannt. Die Schilddrüse spielt eine entscheidende Rolle bei der Produktion lebenswichtiger Hormone, die den gesamten Stoffwechsel des Körpers maßgeblich beeinflussen, so auch die Fruchtbarkeit bei Frauen und die Potenz bei Männern.
Kranke Schilddrüse: Auch unspezifische Anzeichen möglich, die eine Erkrankung nicht vermuten lassen
Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird durch eine verminderte oder fehlende Produktion von Schilddrüsenhormonen verursacht, so die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist der häufigste Grund, warum es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt, gefolgt von einer nicht ausreichenden Behandlung mit Schilddrüsenhormonen oder einer zu hohen Dosis von Medikamenten zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion. Eher selten ist eine angeborene Unterfunktion der Schilddrüse, da das kleine Organ von Beginn an nicht ausgebildet wurde, nur halb angelegt ist oder an falscher Stelle gewachsen ist.
Letztlich ist die Ursache der Schilddrüsenunterfunktion nicht relevant für die entstehenden Beschwerden, die sich bei vielen Betroffenen durch folgende Symptome bemerkbar machen:
- Müdigkeit gehört zu den am häufigsten auftretenden Symptomen einer Schilddrüsenunterfunktion.
- Personen mit einer Schilddrüsenunterfunktion frieren leicht, besonders an Händen und Füssen.
- Leistungs- und Konzentrationsschwäche sind ein häufiges Symptom bei Schilddrüsenunterfunktion, Betroffene fühlen sich antriebslos und niedergeschlagen.
- Die Niedergeschlagenheit kann in depressive Verstimmungen münden.
- Eine Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich in den meisten Fällen auch durch eine Gewichtszunahme, ohne dass Betroffene ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen.
- Dass der Stoffwechsel verlangsamt ist, zeigt sich durch trockene, brüchige Haare, die gehäuft ausfallen, auch an den Augenbrauen.
- Ein unspezifisches Symptom ist ein niedriger Blutdruck und schwacher Puls, welche durch die schlechtere Durchblutung aufgrund der fehlenden Hormone hervorgerufen werden.
- Betroffene entwickeln neben einem verlangsamten Puls auch Herzrhythmusstörungen, die zu einer Herzschwäche beziehungsweise Herzinsuffizienz führen können.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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