Entscheidend für Körperfunktionen

Medikament L-Thyroxin: Worauf Sie bei der Einnahme des Schilddrüsenhormons achten sollten

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Thyroxin beeinflusst wichtige Stoffwechselprozesse und wird Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion verschrieben. Welche Wechselwirkungen auftreten können.

Die Schilddrüsenunterfunktion, auch bekannt als Hypothyreose, ist eine meist chronische Erkrankung, die in Deutschland bei etwa fünf von 100 Menschen diagnostiziert wird. Etwa jeder dritte Erwachsene entwickelt im Laufe seines Lebens mindestens eine krankhafte Veränderung der Schilddrüse, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt, so das Deutsche Schilddrüsenzentrum. Die häufigste Ursache einer Hypothyreose ist die chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto, durch die ursprünglich funktionsfähiges Schilddrüsengewebe geschädigt wird. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch als Folge einer Radiojodtherapie oder Schilddrüsenoperation auftreten, wenn bei der Behandlung zu viel Schilddrüsengewebe zerstört wurde oder entfernt werden musste.

Obwohl die Schilddrüse nur so groß wie ein Daumen ist, übernimmt sie wichtige Aufgaben im Körper und beeinflusst maßgeblich den menschlichen Stoffwechsel, den Energieverbrauch, die Regulation der Körperwärme, die Aktivität der Nerven, des Gehirns sowie des Darms. Ist die Schilddrüse nicht in der Lage, die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) zu bilden, treten Krankheitssymptome auf. Diese können sich in Form von beispielsweise Müdigkeit, Verstopfung, depressiver Verstimmung, Haarausfall sowie Gewichtsschwankungen bemerkbar machen und sind langfristig nur mithilfe einer medikamentösen Therapie durch das Hormon L-Thyroxin in den Griff zu bekommen. Es gibt jedoch einen Anteil an Patienten, die mittelfristig das Hormon Thyroxin wieder absetzen können – auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Einnahme von Thyroxin das Risiko für einen Knochenabbau erhöht ist.

Schilddrüsenhormone einnehmen: Thyroxin und Wechselwirkungen

Bei der Einnahme des Schilddrüsenhormons Thyroxin kann es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Lebensmitteln kommen.

Bei der Einnahme von Thyroxin ist es wichtig, auf Wechselwirkungen mit der Ernährung und bestimmten Lebensmitteln sowie anderen Medikamenten zu achten. Die Herausforderung besteht darin: Vielen Patienten ist nicht bewusst, dass die Therapie mit Thyroxin empfindlich auf Störungen reagieren kann. Während der medikamentösen Behandlung mit Thyroxin sollte bei zusätzlicher Therapie mit anderen Medikamenten in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden.

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Schilddrüse: Zehn jodhaltige Lebensmittel unterstützen das Organ

Milch in einem Glas
Um die Gesundheit der Schilddrüse zu stärken, braucht der Körper ausreichend Jod. Dieses steckt unter anderem in Milchprodukten. Vollmilch enthält beispielsweise 6 µg / 100 g Jod.  © Westend61/IMAGO
Hartkäse
Käse zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmitteln. Hartkäse hat zum Beispiel einen Jodgehalt von 20-40 µg / 100 g.  © Bernd Jürgens/IMAGO
Eier in einer Schale
Eier enthalten 10 µg / 100 g Jod. Neben Jodsalz können sie deshalb als zusätzliche Jodquelle dienen.  © CHROMORANGE/IMAGO
Spinat in einer weißen Schüssel
Spinat ist nicht nur ein kalorienarmes Gemüse, das den Körper mit den Mineralstoffen Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen versorgt: Das grüne Blattgemüse enthält mit 12 µg / 100 g auch reichlich Jod, um die Schilddrüse vor Krankheiten zu schützen.  © Vitalina-Rybakova/IMAGO
Brokkoli in einer Schüssel
Brokkoli enthält 15 µg / 100 g Jod. Um Ihre Schilddrüse vor Erkrankungen zu schützen, empfiehlt es sich deshalb, das grüne Gemüse regelmäßig zu verzehren. ©  Alex9500/IMAGO
Erdnüsse in der Schale
Nüsse sind wichtige Jodlieferanten, die regelmäßig verzehrt werden sollten, um die Schilddrüse gesund zu halten. Erdnüsse haben beispielsweise einen Jodgehalt von 13 µg / 100 g. Es eignen sich aber auch Cashewkerne (10 µg / 100 g) oder Walnüsse (3 µg / 100 g). © I. Rozenbaum & F. Cirou/IMAGO
Seelachs auf einem Teller garniert mit zwei Zitronenscheiben
Seelachs zählt ebenfalls zu den jodhaltigen Lebensmittel. Er enthält 200 µg / 100 g Jod, was der täglich empfohlenen Jodaufnahme entspricht. Wenn Sie regelmäßig Seefisch essen, tun Sie Ihrer Schilddrüse damit etwas Gutes. © blickwinkel/IMAGO
Zwei Kabeljau-Filets in einer Pfanne
Um Erkrankungen der Schilddrüse vorzubeugen, sollte mindestens einmal pro Woche Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Neben Seelachs und Schellfisch eignet sich hier zum Beispiel auch Kabeljau, da er ausreichend Jod enthält.  © CSH/IMAGO
Garnelen am Spieß
Auch Garnelen zählen zu den Lebensmitteln, die reichlich Jod enthalten. Sie gehören zu den tierischen Lebensmitteln, die als zuverlässige Jodlieferanten gelten, um die Schilddrüse fit zu halten. © Karel Noppé/IMAGO
Essbare Algen in einer Schüssel
Essbare Algen sind vor allem aus der asiatischen Küche bekannt. Aufgrund ihres hohen Jodgehalts können sie sogar gesundheitsschädlich sein. Menschen, die unter einer Schilddrüsen-Erkrankung leiden, sollten deshalb beispielsweise keine auf Algen basierende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. © Jiri Hera/IMAGO

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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