Lyoner Schinkenwurst

Wurst-Rückruf bei Rewe: Hersteller warnt – Bei Verzehr drohen innere Blutungen

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Rewe ruft ein Produkt der Eigenmarke zurück. In der Warnung heißt es, dass sich darin durchsichtige Kunststoffteile befinden können.

Dortmund – Hin und wieder kommt es vor, dass Produkte zurückgerufen werden, die bereits in das Sortiment aufgenommen wurden. Das kann diverse Gründe haben. Zuletzt gab es beispielsweise einen dringenden Käse-Rückruf, da sich in mehreren Produkten gefährliche Bakterien befanden. Der französische Hersteller warnte vor Blutungen und schweren Nierenkomplikationen.

Nun warnt Rewe vor einem seiner Markenprodukte und ruft dieses aufgrund von möglicher Gesundheitsgefährdung zurück. Es handelt sich dabei um die „Lyoner mit Paprika und Ei“. Die vom Rückruf betroffene Wurst enthält keine Bakterien, Listerien oder Salmonellen, sondern kleine transparente Plastiksplitter. Daher wird vom Verzehr dringend abgeraten.

Rewe startet Lyoner-Rückruf aufgrund von Plastiksplittern: Welche Märkte sind betroffen?

Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sind mikrobiologische Verunreinigungen, etwa mit Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter, der häufigste Warngrund. Vor allem Fleisch und Wurstwaren, aber auch Milch und Milchprodukte sind hiervon betroffen. Zweithäufigster Grund für den Rückruf sind Fremdkörper wie Metall- oder Plastiksplitter.

Achtung, Fremdkörper

Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glas-, Holz- und Kunststoffsplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen. Verbraucher, die eines der betroffenen Produkte besitzen, sollten dieses nicht mehr verwenden und in den jeweiligen Markt zurückbringen.

Leidtragende sind vor allem Supermärkte und Discounter, die den Mangel zu spät entdecken. So wurde im Jahr 2023 ein Rückruf gestartet, da vegane Spinat-Schnitzel kleine Metallteile enthalten haben. Der Verzehr hätte zu Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Blutungen führen können. Verkauft wurde das Produkt bei Rewe, Marktkauf und Globus.

Rewe in Nordrhein-Westfalen ruft seine Lyoner mit Paprika und Ei zurück. Im Schinken könnten sich kleine Plastiksplitter befinden.

Anders als in diesem Fall, war es aber ein fremder Hersteller, welcher vor seinem eigenen, bereits angebotenen Produkt warnte. Nun ruft Rewe selbst die Eigenmarke zurück. Nach Angaben des Portals lebensmittelwarnung.de, welches vom BVL betrieben wird, sind nur die Märkte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Rewe in Dortmund entschuldigt sich für etwaige Unannehmlichkeiten.

Rückruf von Lyoner: Rewe warnt vor möglicher Gesundheitsgefährdung durch Plastiksplitter

In der Mitteilung heißt es, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich in den Packungen kleine transparente Plastiksplitter befinden. „Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht mit abschließender Sicherheit ausgeschlossen werden.“ Obwohl es sich dabei um eine „vorsorgliche Maßnahme“ handelt, sind Produkte mit anderem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht vom Rückruf betroffen.

HerstellerREWE Dortmund SE & Co. KG
ProduktLyoner mit Paprika und Ei
Verkauft beiRewe in Nordrhein-Westfalen
Verpackungseinheit100 Gramm
Betroffenes MHD31. März 2024

Ferner wird darauf hingewiesen, dass Kunden den Lyoner-Schinken im jeweiligen Rewe-Markt zurückgeben können. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Zuletzt musste Rewe das beliebte Fleischprodukt Cevapcici aus dem Sortiment nehmen. Der Hersteller warnte vor Metallteilen und der einhergehenden Verletzungsgefahr. (cln)

Rubriklistenbild: © arifoto UG / dpa

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