Harmlos oder ein Warnsignal?

Schnarchende Katze: 9 mögliche Gründe für die nächtlichen Geräusche

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Auch die Schlafposition spielt eine Rolle – liegt die Katze auf dem Rücken oder ist ihr Kopf verdreht, kann das die Atmung beeinflussen. (Symbolbild)
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Katzen schnarchen nicht einfach so. Welche Gründe dahinterstecken können – und wie Sie erkennen, ob es Grund zur Sorge gibt.

Wenn Ihre Katze regelmäßig oder plötzlich laut schnarcht, fragen Sie sich vielleicht, ob und wie Sie reagieren sollten. In vielen Fällen ist das Geräusch harmlos – doch manchmal lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Was Sie tun können, wenn Ihr Stubentiger schnarcht, und wann ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll ist.

Warum schnarchen Katzen überhaupt?

Schnarchen entsteht, wenn der Luftstrom während des Schlafens behindert wird – zum Beispiel durch eine verengte Atemöffnung, erschlaffte Muskulatur oder blockierte Nasengänge. Auch bei Katzen und Hunden kann Schnarchen vorkommen und ist in vielen Fällen unbedenklich. Oft handelt es sich um eine Kombination aus Entspannung, Schlafposition und Anatomie.

Wann ist Schnarchen bei Katzen normal?

Nicht jedes Schnarchen bei Katzen ist gleich ein Grund zur Sorge. Wie bei uns Menschen kann auch bei Stubentigern das nächtliche Geräusch völlig harmlos sein. Ob entspannt zusammengerollt oder auf dem Rücken liegend – manche Schlafpositionen begünstigen Schnarchgeräusche.

  • Tiefschlaf: Im besonders entspannten REM-Schlaf können die Muskeln der Atemwege erschlaffen und leichte Schnarchgeräusche verursachen.
  • Schlafposition: Liegt die Katze auf dem Rücken oder verdreht den Kopf, kann das die Atmung beeinflussen.
  • Körpergewicht: Übergewicht kann die Atmung erschweren, da Fettgewebe auf die Atemwege drücken kann.
  • Kurznasigkeit (Brachyzephalie): Rassen wie Perser oder Britisch Kurzhaar mit kurzen Nasen schnarchen häufiger aufgrund anatomisch enger Atemwege.

Wann ist Schnarchen ein Warnsignal?

So niedlich das Schnarchen Ihrer Katze auch manchmal klingen mag – es kann unter bestimmten Umständen auf ein gesundheitliches Problem hinweisen. Besonders dann, wenn sich das Schnarchverhalten plötzlich verändert oder weitere Symptome hinzukommen, sollten Katzenhalter aufmerksam werden. In diesen Fällen lohnt sich ein genauer Blick, ob möglicherweise eine ernste Ursache hinter dem Schnarchen steckt.

  • Plötzlich einsetzendes, starkes oder lautes Schnarchen, das vorher nie auftrat
  • Atemnot, zum Beispiel sichtbare Anstrengung beim Atmen oder hechelndes Verhalten
  • Häufige Niesanfälle oder Nasenausfluss, möglicherweise verbunden mit Husten
  • Verhaltensveränderungen wie Appetitlosigkeit, Rückzug oder Mattigkeit
  • Schnarchen auch im Wachzustand – besonders beim Ein- oder Ausatmen

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In solchen Fällen kann das Schnarchen ein Hinweis auf eine ernstere Erkrankung sein, etwa:

  • Atemwegserkrankungen wie Schnupfen, Bronchitis oder Asthma
  • Fremdkörper in Nase oder Rachen
  • Allergien oder Polypen in den Nasengängen
  • Zahnerkrankungen oder Abszesse im Kieferbereich
  • Tumore in den Atemwegen

Schnarchen durch Übergewicht

Ein häufiger, aber oft unterschätzter Auslöser für lautes Schnarchen ist Übergewicht. Ähnlich wie beim Menschen kann übermäßiges Fettgewebe die Atmung behindern. Hier hilft eine angepasste Ernährung in Kombination mit mehr Bewegung – natürlich in Absprache mit dem Tierarzt.

Anhängliche Samtpfoten: 13 Katzenrassen, die besonders verschmust sind

Eine blauäugige Siamkatze, ein Baby, sitzt auf einem Tisch und blickt mit schräg gehaltenem Kopf in die Kamera.
Siamkatzen faszinieren mit ihren blauen Augen. Doch wer sie kennt, weiß: Eine Siamkatze ist auch sehr gesprächig und anhänglich. Sie knüpft gerne neue Kontakte, oft auch zu Hunden, und zählt zu den Katzenrassen, die besonders gerne schmusen. © Cavan Images/Imago
Eine graue Korat-Katze schläft auf einem Stuhl.
Katzen der Rasse Korat sind sehr geduldig, wissen aber genau, was sie wollen: und zwar verwöhnt werden. Die anhänglichen Korats lieben es, zu kuscheln und fordern ihre Schmusestunden durchaus auch ein. © Pond5 Images/Imago
Singapura Katze sitzt am Fenster und schaut in die Kamera.
Sie ist die kleinste Hauskatze der Welt: Wenn die Singapura erst einmal Vertrauen gefasst hat, weicht sie ihren Besitzern nicht mehr von der Seite. Zu ihrem Glück benötigt sie einen engen Familienverbund und Artgenossen, mit denen sie neben ihren Haltern auch kuscheln können. © Newscom World/Imago
Eine Frau spielt mit ihrer Balinesen-Katze auf dem Bett.
Balinesen sind für ihr verspieltes und besonders verschmustes Wesen bekannt. Für Halter ist es jedoch wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, da die Katzenrasse zwar liebend gerne kuschelt, aber auch ihren Bewegungsdrang ausleben will. Ihren Willen äußern Balinesen im Übrigen gerne lautstark. © Pond5 Images / Imago
Porträt einer Ragdoll Katze.
Ragdolls wirken nicht nur aufgrund ihrer flauschigen Optik wie lebendig gewordene Plüschkatzen – sie verhalten sich auch so. Die schönen Katzen sind besonders anschmiegsam und auf Harmonie bedacht. Sie gelten aber auch als lustig und verspielt. Was eine Ragdoll nicht mag, ist, wenn sie einsam ist. Sie folgt ihrem Zweibeiner daher gerne wie ein Schatten und beobachtet genau, was er lieber macht, als sie zu streicheln. © Image Source/Imago
Mit ihrem gefleckten Fell sieht diese Kurzhaarkatze einfach majestätisch aus.
Die Ägyptische Mau ist eine majestätische Katzenrasse, die bereits auf historischen Wandmalereien im antiken Ägypten abgebildet wurde. Ob daher ihr ausgeprägtes Temperament kommt? Ähnlich wie Hunde bindet sie sich jedenfalls an ihre Familie und liebt es auch, zu schmusen und gemeinsame Spielzeit zu verbringen. © IMAGO
Eine Britisch Kurzhaarkatze liegt bequem auf einem weiß verziertem Stuhl.
Auch die Britisch Kurzhaar ist ein echter Schmusetiger. Sie gilt als gemütlich und ausgeglichen und baut eine starke Bindung zu ihren Menschen auf. Von den Schmuse- und Streicheleinheiten kann diese Rasse gar nicht genug bekommen. Mit abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten eignet sich die Britisch Kurzhaar auch als reine Wohnungskatze. © Westend61 / Imago
Eine Burma-Katze schaut kopfüber in die Kamera.
Burma-Katzen sind nicht nur dafür bekannt, sehr intelligent und neugierig zu sein. Sie gehören auch zu den besonders verschmusten Katzenrassen. Die Burma ist zwar eine temperamentvolle, aber auch sehr zutrauliche und verspielte Mieze. Sie liebt ihre Menschen über alles und kann gar nicht genug Aufmerksamkeit und gemeinsame Kuschelstunden bekommen. © Pond5 Images/Imago
Perser Katze liegt auf dem Boden.
Perserkatzen sind als Wohnungskatzen bestens geeignet, da sie sich nur wenig für die Natur, dafür umso mehr für ihre Bezugspersonen interessieren. Die Katzenrasse ist ausgesprochen anhänglich, sanftmütig und ruhig. Manche sprechen von der Perserkatze als die friedlichste aller Katzenrassen. Das macht sie zur besonders verschmusten Gefährtin. © YAY Images/Imago
Weiße American Curl Katze sitzt auf einem blauen Sessel.
Die American Curl mit den nach außen gerollten Ohren ist eine sehr liebesbedürftige Katzenrasse. Sie schmust gerne mit ihren Bezugspersonen, wählt sich allerdings meist einen Liebling, den sie zum Schmusen bevorzugt und ihm wie ein Hund überall hin folgt. © Pond5 Images/Imago
Eine rothaarige Frau schmust mit ihrer Katze im Wohnzimmer
Die Maine Coon kennen viele als die größte Hauskatzenrasse der Welt. Dass sie aber auch sehr intelligent und wirklich verschmust ist, wissen meist nur ihre Besitzer. Die Coonie folgt ihren Menschen gerne auf Schritt und Tritt und holt sich ihre Kuscheleinheiten ab, wann immer ihr danach ist. Rassevertreter besitzen aber auch ein ausgeprägtes Temperament und bewahren sich gerne ihre Freiheit. © Pond5 Images/Imago
Chartreux, Kartäuser, liegt auf dem Sofa.
Die Chartreux, auch als Kartäuser bekannt, gilt als sensible Katze, die gerne in Gesellschaft ist und es liebt, ausgiebig mit ihren Familienmitgliedern zu kuscheln. Manche bezeichnen sie sogar als harmoniesüchtig. © Zoonar/Imago
Es ist eine Birma-Katze zu sehen.
Mit ihrer ruhigen Art ist die Heilige Birma vor allem für Kinder und Senioren geeignet. Sie ist gerne in Gesellschaft und schmust gerne. © Imagebroker/Imago

Was tun, wenn die Katze schnarcht?

Wenn das Schnarchen plötzlich einsetzt, sehr laut ist oder mit anderen Symptomen einhergeht, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. In manchen Fällen sind bildgebende Verfahren oder eine endoskopische Untersuchung nötig.

Schnarch-Risikofaktoren reduzieren

Gewicht kontrollieren und bei Bedarf reduzieren

Schlafplatz wechseln, falls die Position die Atmung beeinflusst

Hausstaub reduzieren, um Allergien vorzubeugen (zum Beispiel mit Luftreinigern)

Zugluft vermeiden, die Erkältungen begünstigen kann

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