Ist Ihr Hund unruhig? Tipps, wie Sie ihn beim Spaziergang nicht überfordern
VonAnne Hund
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Wer mit dem Hund spazieren geht, sollte nicht zu viel von ihm fordern – und dem aufgeregten Vierbeiner und sich selbst öfter eine Pause gönnen.
Beim Spazierengehen bekommt der Vierbeiner viele neue Eindrücke: Er trifft auf neue Gerüche, eine andere Umgebung und fremde Hunde, die einem bei der Spazierrunde begegnen. Auch, wenn es wichtig ist, dass Hunde viel gefördert werden und sie ihren Spieltrieb ausleben können, sollte man sie nicht mit allzu vielen Eindrücken, An- und Aufforderungen beim Spaziergang überfrachten. Sondern die Tiere ruhig auch mal in Ruhe schnuppern lassen, ab und an einfach mal stehen bleiben und gern ein paar Routinen pflegen, indem man zum Beispiel ein bewährtes, ruhiges Plätzchen mit ihm aufsucht, wo man eine Spielpause einlegt.
Wie Sie Ihren Hund beim Spaziergang nicht überfordern
Dort kann man, wenn man merkt, dass der Hund zum Spielen aufgelegt ist, ein Stöckchen oder einen mitgebrachten Ball werfen – und ihn danach mit Leckerli belohnen. Ist der Vierbeiner nervös oder der junge Hund aufgedreht, sind Suchspiele in der Regel entspannender, bei denen man ihn erst an Ball oder Stock schnüffeln lässt und den Gegenstand danach so versteckt, sodass er ihn leicht finden kann. Nachdem man den Hund mit Leckerli und Streicheln belohnt hat, dreht man weiter seine Runde mit dem Vierbeiner. Und darf dabei gewiss auch gern die ein oder andere Übung mit ihm ausprobieren; es sollte nur nicht zu viel des Guten sein, denn der Spaziergang soll schließlich der Entspannung des Vierbeiners dienen. Einen aufgeregten Hund sollte man also eher beruhigen, er erlebt gerade ohnehin viel Neues und muss die Eindrücke später alle verarbeiten.
Was dabei helfen kann, dass der Hund beim Spaziergang besser entspannt
Hundetrainerin Anja Petrick hat noch einen anderen Rat, wie man Hunden helfen kann, sich auf dem Spaziergang besser zu entspannen. „Gehen Sie alleine mit Ihrem Hund spazieren. So können Sie sich ganz auf ihn konzentrieren und selbst die Stille genießen“, so einer der Tipps der Expertin laut eines früheren Online-Beitrags für das BR-Magazin „Wir in Bayern“. Die Hundetrainerin empfiehlt zudem, unterwegs „gemeinsame, schöne Dinge“ mit dem Hund zu unternehmen: „Finden Sie Würstchenbäume, balancieren Sie gemeinsam über Baumstämme und interessieren Sie sich für die ‚Hobbys‘ Ihres Hundes“, heißt es in dem Beitrag auf BR.de. Die Leine sollte „mindestens drei Meter lang“ sein, so zudem einer der dort genannten Tipps. Alle kürzeren Leinen würden die Hunde „sehr stark“ einengen. „Wenn Sie Ihren Hund gar nicht freilaufen lassen können, wäre eine fünf bis zehn Meter lange Leine sinnvoll.“
Sollte der Hund beim Spaziergang nervös werden, weil sich in der Ferne ein anderer Hund nähert, ist es Hundekennern in solchen Momenten wichtig, dass Sie selbst möglichst gelassen bleiben. Werden Sie dagegen nervös, könnte sich das auch auf Ihren Vierbeiner übertragen. Der Rat lautet, dass man in solchen Situationen besser stehen bleibt und seinen Vierbeiner herbeiruft, damit er bei Fuß geht oder man ihn alternativ erstmal an die Leine nehmen kann. Danach kann man sich in Ruhe einen Überblick über die Situation verschaffen. Was man beim Hundespaziergang darüber hinaus wissen sollte, wenn andere Hunde einem begegnen.