Samtpfoten lieben sie

Katzenminze: Wie wächst sie gut – und warum sind Katzen so scharf darauf?

+
Insekten lieben Katzenminze – vielleicht kommt sogar das seltene Taubenschwänzchen vorbei.
  • schließen

Eine Staude für den bienenfreundlichen Garten, die zusätzlich die Katze erfreut. Ist Katzenminze etwas für Sie?

Hübsche Blüten, die gut riechen: Katzenminze ist eine Bereicherung für den Garten. Sie zieht allerdings auch tierische Bewohner sowie Nachbarksatzen an. Und das ist nicht jedermanns Sache.

Was ist Katzenminze?

Die Katzenminze, botanisch Nepeta, entstammt warmen, trockenen Gebieten im europäischen Mittelmeerraum, Afrika und Asien. Einige Sorten wachsen aber auch in feuchteren, bewaldeten Umgebungen.

Als Zierpflanzen dienen etwa zwanzig Arten dieser niedrig wachsenden Staude. Sie gehören zu den Lippenblütlern, mit langen Stängeln, an denen sich stark duftende grau-grüne Blätter befinden. Von Juni bis September trägt die Pflanze kleine blaue, rosafarbene oder weiße Blüten. Die sind nicht nur hübsch, sondern auch eine Nahrungsquelle für Insekten: Katzenminze ist sehr beliebt bei Insekten wie Bienen und Schmetterlingen.

Der beste Standort für Katzenminze

Weil die Katzenminze ursprünglich aus warmen Regionen kommt, braucht sie entsprechende Bedingungen auch im heimischen Garten oder im Topf auf dem Balkon. Wichtig ist ein sonniger, trockener Standort mit einem lockeren, sandigen Boden. Das macht sie zum Beispiel zu einer guten Bepflanzung für den Steingarten. Nur wenige Sorten kommen auch mit mehr Feuchtigkeit zurecht. 

Ein Farbtupfer für den Garten, der Bienen erfreut: Katzenminze.

Sie können die Pflanze die ganze Saison über von Frühling bis Sommer einpflanzen. Bei Hitze braucht sie aber etwas mehr Wasser in den ersten Wochen nach dem Einsetzen ins Beet.

Warum lieben Katzen Katzenminze so und ist sie eigentlich gefährlich?

Pflanzen Sie Katzenminze in Ihrem Garten an, kann es passieren, dass der eine oder andere Stubentiger darin liegt. Die meisten Katzen sind verrückt nach Katzenminze. Das liegt an den Inhaltsstoffen Actinidin und Nepetalacton, die eine betörende Wirkung auf das Tier ausüben. Die Katze umrundet die Pflanze, knabbert an ihr oder wälzt sich darin herum. Der Duft berauscht sie regelrecht. Nicht jede Katze reagiert auf die „Katzenmelisse“ – junge und alte Tiere bleiben oft gleichgültig. Das Geschlecht spielt aber keine Rolle. Auch kastrierte Kater sind verrückt danach.

Das ist nicht gefährlich für Ihr Haustier. Sehr gestressten Tieren können Sie in Absprache mit Ihrem Tierarzt sogar mit der Pflanze helfen. Nur manche Katzen werden durch den Duft von Katzenminze aggressiv. In diesem Fall sollten Sie die Pflanze lieber fern halten. Ist das Tier dem Geruch permanent ausgesetzt, kann es passieren, dass es versucht diesen mit Urin zu überdecken. In den meisten Fällen leidet aber nur die Katzenminze unter dem Zusammentreffen mit dem Stubentiger.

Viele Katzen sind verrückt nach Katzenminze.

Katzenminze pflegen: richtig gießen und düngen

Das Katzenkraut ist sehr pflegeleicht – so sehr, dass Sie fast nichts tun müssen. Kurz nach der Pflanzung der Katzenminze sollten Sie der Staude für etwa einen Monat einmal pro Woche Wasser geben. Danach ist der Niederschlag in der Regel ausreichend, um die Pflanze zu bewässern. Nur in Dürrezeiten müssen Sie etwas nachhelfen. 

Auch Dünger braucht Katzenminze kaum. Es kann sinnvoll sein, ihr im Frühling und nach der ersten Blüte mit frischen Nährstoffen in Form von Dünger etwas unter die Arme zu greifen.

Großer Vorteil: Um Krankheiten und Schädlinge müssen Sie sich kaum sorgen. Die ätherischen Öle der Katzenminze vertreiben diese von selbst.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Katzenminze schneiden für eine schöne zweite Blüte

Der erste Schnitt der Katzenminze erfolgt im Frühjahr. Schneiden Sie sie jetzt zurück und entfernen Sie veraltete Pflanzenteile. Nach der Hauptblüte geht es der Pflanze großzügig an den Kragen. Ist die Katzenminze verblüht, kürzen Sie sie mindestens bis zur Hälfte bis bodennah. So treibt sie noch mal aus und schenkt Ihnen im Spätsommer eine zweite Blüte. Schneiden Sie verschiedene Bereiche zeitversetzt, haben Sie länger etwas von der Blüte. Im Herbst schneiden Sie die Pflanze hingegen nicht.

Katzenminze vermehren

Katzenminze können Sie auf drei Arten vermehren:

  • Schneiden Sie die Staude nach der Blüte nicht zurück, sät sie sich selbst neu aus. Dabei haben Sie allerdings keine Kontrolle darüber, wo sie auftaucht.
  • Sammeln Sie die Samen nach der Blüte ein. Sie können damit im Frühjahr Jungpflanzen heranzüchten.
  • Teilen Sie die Pflanze im Frühjahr. Das verjüngt sie obendrein.

Ist Katzenminze winterhart?

Ja, Katzenminze überwintert recht problemlos. Um Pflanzen im Beet müssen Sie sich in der kalten Jahreszeit kaum kümmern. Katzenminze im Topf oder Kübel braucht hingegen etwas mehr Schutz: Bedecken Sie die Wurzeln mit wärmendem Material wie Laub oder Zweige. Den Kübel wärmen Sie mit einer Kokosmatte oder anderen Materialien. Gut ist es auch, den Topf auf eine isolierende Grundlage zu stellen.

Kommentare