Kleine Kraftpakete

Gesundheit fördern mit Heidelbeeren: Sechs Gründe, warum Sie das Superfood täglich essen sollten

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So gesund und so lecker: Heidelbeeren können in zahlreichen Aspekten punkten.
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  • Sabrina Reisinger
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In Sachen Gesundheit sind Heidelbeeren echte Superstars. Hier kommen sechs Gründe, das heimische Superfood täglich in die Ernährung zu integrieren.

Sommerzeit ist Beerenzeit! Endlich kann man die köstlichen Früchte wieder nach Lust und Laune naschen. Besonders gesund sind Heidelbeeren: Die kleinen blauen Früchte sind nicht nur unheimlich lecker, sondern stecken voller wertvoller Vitamine und Mineralstoffe. Unter anderem sind sie reich an den Vitaminen A, C, E und K. Doch es gibt noch weitere Gründe, wieso Sie täglich eine Portion Blaubeeren essen sollten.

Heidelbeeren: Was die blauen Früchtchen so gesund macht

Ob im Müsli, pur oder als Smoothies: Heidelbeeren sind immer eine gute Idee. Das Obst wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf die Gesundheit aus. Ein weiterer Pluspunkt: Blaubeeren sind ein heimisches Superfood und müssen in der Regel nicht aufwändig importiert werden. Hier erfahren Sie, wieso sie zu Recht als Kraftpakete gelten.

1. Reich an Antioxidantien

Heidelbeeren enthalten eine hohe Konzentration an Antioxidantien, insbesondere Anthocyane, die ihnen ihre tiefblaue Farbe verleihen. Antioxidantien sind wichtig, weil sie die Zellen vor Schäden durch freie Radikale schützen. Diese instabilen Moleküle entstehen bei Stoffwechselprozessen, aber auch durch schädliche äußere Einflüsse wie Rauchen, Stress und Schadstoffe aus der Umwelt. Freie Radikale stehen im Verdacht, durch oxidativen Stress Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verursachen. Laut Healthline enthalten Heidelbeeren so viele Antioxidantien wie kaum ein anderes Obst oder Gemüse. Ein regelmäßiger Verzehr kann also vor schlimmen Krankheiten schützen.

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2. Senken den Blutdruck

Einer 2019 veröffentlichten Studie zufolge wirken sich Heidelbeeren positiv auf den Blutdruck aus. Die Studienteilnehmer tranken einen Monat lang täglich 200 Gramm Blaubeersaft. Schon wenige Stunden später konnte festgestellt werden, dass der Blutdruck sank. Eine Schlüsselrolle dabei spielen die in Heidelbeeren reichlich enthaltenen Polyphenole. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften und halten unter anderem die Blutgefäße flexibel.

3. Fördern die kognitive Leistung

Unser Gehirn liebt Heidelbeeren – aus gutem Grund. Erwiesenermaßen verbessert das Superfood die kognitive Leistung. Das zeigt eine Studie, die 2023 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde. Die Teilnehmer im Alter von 65 bis 80 Jahren tranken zwölf Wochen lang ein Getränk aus gefriergetrocknetem Blaubeerpulver, was einer Menge von rund 178 Gramm Heidelbeeren täglich entspricht. Im Vergleich zur Placebogruppe wiesen sie anschließend ein deutlich verbessertes Konzentrationsvermögen und eine erhöhte Gedächtnisleistung auf. Außerdem zeigte die Studie, dass sich die Durchblutung der Arterien verbessert hatte.

Die sieben besten Diäten, die sogar Krankheiten heilen können: Wie Sie gesund Gewicht verlieren

Ein junges Pärchen kocht.
Die Mittelmeerdiät zählt zu den Abnehmkonzepten, die von Ernährungsmedizinern als besonders gesund eingestuft wird. Sie basiert auf Getreideprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, frischem Obst und Olivenöl – alles pflanzliche Lebensmittel, die viele Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und ungesättigte Fettsäuren enthalten. „Auch andere Studien deuteten darauf hin, dass eine pflanzenbetonte Kost verschiedene Risikofaktoren der CKD-Progression (CKD steht für chronische Nierenerkrankung) verbessert, unter anderem Bluthochdruck, urämische Toxine, Inflammation, oxidativen Stress und die Blut-Phosphatspiegel. Insofern denken wir, dass eine gesunde Ernährung nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch die Nieren schützt“, zitiert die Ärzte Zeitung Professor Jan C. Galle aus Lüdenscheid, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Viele Mediziner empfehlen die Mittelmeerdiät etwa bei leichtem Bluthochdruck. Diese entfaltet unter anderem blutdrucksenkende Wirkung. Eine medikamentöse Therapie kann in dem Fall ausbleiben.  © Marcos Castillo/Imago
Auf einem Teller liegen Gabel und Messer und kleingeschnittenes Gemüse.
Auch das Intervallfasten lässt die Kilos langfristig purzeln und gilt als gesunde Diät. Es handelt sich dabei um eine Form des periodischen Fastens. Die beliebteste Variante ist das 16:8 Intervallfasten: Acht Stunden darf gegessen werden, die restlichen 16 Stunden wird gefastet. Chinesische Forschende kamen zu dem Ergebnis, dass viele Studienteilnehmer mit Diabetes Typ 2 nach einer dreimonatigen Intervallfasten-Kur die Dosis ihrer Medikamente entweder verringern oder sie ganz absetzen konnten. Auch das Herzinfarkt-Risiko sinkt durch Intervallfasten, wie deutsche Wissenschaftler herausgefunden haben. © Sandra Roesch/Imago
Zwei Personen halten gefüllte Einkaufstaschen in die Luft.
Schon einmal was von „Clean Eating“ gehört? Wer gesund abnehmen möchte, kann auch dieses Ernährungskonzept in Erwägung ziehen. Clean Eating bedeutet zu Deutsch so viel wie „saubere Ernährung“. Sie setzt auf unverarbeitete Lebensmittel ohne künstliche Zusatzstoffe. Naturbelassene, saisonale und regionale Produkte und Zutaten werden frisch zubereitet. Einige Verfechter des Konzepts kaufen auf Bio- und Wochenmärkten ein oder nutzen eine mobile Gemüsekiste, die bequem nach Hause geliefert wird. Fertiggerichte und Fast Food werden dagegen weitestgehend gemieden. © Natalia Deriabina/Imago
Frau hält Kuchen in beiden Händen.
Zucker wird im Rahmen der DASH-Diät so gut es geht gemieden. Auch rotes Fleisch, Salz und Alkohol sollen die absolute Ausnahme auf dem Speiseplan sein. Bereits achtmal befanden US-Ernährungsexperten die DASH-Diät als gesündeste Diät überhaupt. DASH steht für „Dietary Approaches to Stop Hypertension“, zu Deutsch so viel wie „Diätetischer Ansatz, der Bluthochdruck beenden soll“. Die DASH-Diät wurde eigentlich von Medizinern entwickelt, um zu hohen Blutdruck, Übergewicht, zu hohe Cholesterinwerte sowie Diabetes zu behandeln. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Mann misst seinen Bauchumfang.
Zu viel Bauchfett stört nicht nur den ein oder anderen Träger: Es wird auch mit der Entstehung verschiedener Krankheiten in Verbindung gebracht. Das Problem: Inneres Bauchfett ist besonders stoffwechselaktiv. Das heißt, es bildet Hormone, die auch Entzündungsprozesse in Gang setzen, Bluthochdruck fördern und eine Insulinresistenz begünstigen. Eine „Bauchschlingen-Diät“ zeigt Wirkung. Sieben Regeln sollen im Rahmen der Kur eingehalten werden: Bewegen Sie sich im Alltag so oft wie möglich und treiben Sie regelmäßig Sport, essen Sie maximal so viel, wie Sie am Tag in Form von Kalorien verbrennen, essen Sie wenig Zucker, ausreichend viel Eiweiß und lassen Sie Heißhunger gar nicht erst aufkommen. Außerdem sollte so wenig Alkohol wie möglich getrunken werden.  © Michael Bihlmayer/Imago
Linseneintopf in einer Schüssel
Ballaststoffe wirken lebensverlängernd, so das Ergebnis einer groß angelegten Studie. Die Analyse eines Forscherteams um Andrew Reynolds vom Department of Medicine an der University of Otago in Neuseeland zeigte, dass das Sterberisiko um bis zu 30 Prozent sinkt, wenn Sie rund 29 Gramm Ballaststoffe täglich essen. Diese Ernährungsregel würde vor Herzkreislauferkrankungen, Typ-2-Diabetes sowie vor Darm- und Brustkrebs schützen, so die Forschenden. Enthalten sind Ballaststoffe in Pflanzenkost wie Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten wie Linsen, Obst, Nüssen und Samen. © Rezeda Kostyleva/Imago
Frau greift in den Kühlschrank und holt Weintrauben heraus.
Sie essen nur, wenn Sie Hunger haben? Das ist ein gutes Zeichen, weil es zeigt, dass Sie ein gutes Gespür für die Bedürfnisse Ihres Körpers haben. Das Prinzip der intuitiven Ernährung kann auch das Abnehmen unterstützen, so die klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin Cornelia Fiechtl dem Business Insider zufolge. Das Prinzip ist einfach: Gegessen wird, wenn man Hunger verspürt und der Teller wird beiseite gestellt, wenn man satt ist – selbst wenn noch die Hälfte des Hauptgerichts auf dem Teller liegt. „Man lernt, aus dem Bauch heraus zu spüren: Habe ich gerade Hunger oder nicht? Zu welchen Zeiten habe ich meistens Hunger? Wie groß ist der Hunger und was braucht mein Körper gerade – etwas Süßes, Salziges, Warmes oder Kaltes?“, so Fiechtl. Eine Herausforderung dabei sei es, zwischen Hunger, Appetit und Heißhunger zu unterscheiden. Wichtige Voraussetzung: Man sollte auch als intuitiver Esser auf eine ausgewogene Ernährung achten und Genussmittel wie Alkohol nur selten auf den Speiseplan setzen. © LenorIv/Imago

4. Unterstützen die Verdauung

Heidelbeeren sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung unerlässlich sind. Ballaststoffe fördern die Darmgesundheit, indem sie die Bewegung der Nahrung durch das Verdauungssystem unterstützen und Verstopfung vorbeugen. Laut dem Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg schützen sie dadurch vor Dickdarmkrebs, da krebserregende Stoffe schnell wieder ausgeschieden werden. Außerdem sorgen Ballaststoffe für ein rasches Sättigungsgefühl. In 100 Gramm Heidelbeeren stecken 4,9 Gramm Ballaststoffe. 100 Gramm Äpfel enthalten weniger als die Hälfte davon (2,4 Gramm).

5. Fördern die Hautgesundheit

Die Antioxidantien und Vitamine in Heidelbeeren kommen auch der Haut zugute. So sind die Früchtchen echte Vitamin C-Bomben und kurbeln die Kollagenproduktion an. Dieses Strukturprotein macht die Haut straffer und elastischer. Antioxidantien schützen die Haut außerdem vor Schäden durch UV-Strahlung und Schadstoffen aus der Umwelt, was das Auftreten von Falten und feinen Linien reduzieren kann.

 6. Helfen beim Abnehmen

Heidelbeeren sind kalorienarm und reich an Nährstoffen, was sie zur idealen Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung macht. So können sie auch beim Abnehmen helfen. Denn im Vergleich zu anderen Früchten enthalten sie sehr wenig Zucker. In 100 Gramm Heidelbeeren stecken nur 46 Kilokalorien und 7,4 Gramm Zucker. Zum Vergleich: Dieselbe Menge an Bananen schlägt mit 89 Kilokalorien und 12 Gramm Zucker zu Buche. Außerdem enthalten Heidelbeeren viel Wasser, wodurch man sich schneller satt fühlt. Laut einer Studie der Universität Michigan hilft der Verzehr von 200 Gramm Heidelbeeren täglich dabei, Bauchfett effektiv zu reduzieren. Grund dafür sind die enthaltenen Polyphenole, die sich positiv auf die Zucker- und Fettverbrennung auswirken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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