20 Prozent günstiger

Supermärkte senken Preise: Kommt es bei Kaffee jetzt zu Hamsterkäufen?

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Die Preis-Lage in Supermärkten und Discountern ist weiter angespannt. Kommt es bald zu Hamsterkäufen bei Kaffee? Die könnten sich durchaus lohnen.

Berlin – Wer in dieser Woche schon in Supermärkten und Discountern einkaufen war, wird die vielen Kaffee-Angebote entdeckt haben. Der Kaffeepreis sinkt auf dem Weltmarkt aktuell stetig. Aufgrund des stark schwankenden Preises könnte es deshalb erneut zu Hamsterkäufen kommen.

Kaffeepreis im Supermarkt und Discounter sinkt – sind Hamsterkäufe die Folge?

Die Preise für Lebensmittel stiegen in den letzten Monaten teils deutlich an. Schuld ist unter anderem der Krieg in der Ukraine. Besonders auffällig sind die Preissteigerungen beim Gemüse. Gurken kosteten bei Edeka beispielsweise zwischenzeitlich 3,29 Euro. Auch das Kilogramm Paprika ist kaum unter sechs bis sieben Euro zu erhalten. Der Preis für ein Kilogramm Kaffee stieg im letzten Jahr ebenfalls deutlich an: Im August 2022 kostete dieses noch fast 2,5 Euro. Im Oktober folgte dann der große Preissturz.

Der Preis für ein Kilo Kaffee sank zuletzt stark – ein Experte rät jetzt sogar zu Hamsterkäufen.

Das Kilo Kaffee war am Weltmarkt schon für unter 1,8 Euro zu erhalten. Seinen Tiefstand erreichte der Preis im Januar 2023: Dort kostete es nur noch knapp 1,4 Euro. Aufgrund des niedrigen Kaffee-Preises am Weltmarkt sollten die Preise im Supermarkt und beim Discounter ebenfalls sinken. Aldi, Kaufland und Norma kündigten die Preissenkungen für gemahlenen Kaffee sowie ganze Bohnen an. Auch Edeka, Rewe, Lidl, Penny und Netto zogen in der Folge nach. Eine dauerhafte Reduzierung der Preise von rund 20 Prozent wurde beschlossen. Doch wie stabil sind die aktuell niedrigen Preise?

Sind Hamsterkäufe bei Kaffee sinnvoll?

Zu Beginn der Corona-Pandemie waren Hamsterkäufe deutschlandweit verpönt. Kunden standen vor leeren Regalen, vor allem Toilettenpapier musste rationiert werden. Auch Nudeln und andere Lebensmittel wie Öl gingen zwischenzeitlich zur Neige oder wurden deutlich teurer. Beim Kaffee könnte sich das Aufbauen eines Kaffee-Vorrats jetzt jedoch lohnen, berichtet Wirtschaftswoche. Wie im vergangenen Jahr zu beobachten, unterliegt der Kaffeepreis am Weltmarkt teils starken Schwankungen. Möglich also, dass der Preis pro Kilo in den nächsten Wochen wieder steigt.

Vor allem in der Woche vor Ostern könnte sich das Hamstern lohnen: Viele Supermärkte und Discounter werben mit einem zusätzlichen Rabatt auf viele Kaffeesorten. Die Preise könnten bei Eigenmarken sowie bei Markenprodukten gleichermaßen sinken. Bei vielen Produkten sollen Eigenmarken gleich gut oder sogar besser als bekannte Markenprodukte sein – das fand Stiftung Warentest jetzt heraus. Wie lange der gehamsterte Kaffee hält, hängt vom Verbraucher ab – im Schnitt trinken Menschen in Deutschland rund 170 Liter Kaffee pro Jahr.

Dennoch gilt: Es sollte niemals eine große Menge an Packungen auf einmal gekauft werden, das sorgt nicht nur für Ärger bei anderen Kunden, sondern auch für Angebotsprobleme in Supermärkten. Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell das gehen kann. Vor leeren Regalen möchte wohl kein Verbraucher so schnell mehr stehen.

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/Imago (Symbolbild)

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