Gut durch den Trubel

Feiertags-Stress bei Haustieren vermeiden: Fünf Tipps für entspannte Tage

  • schließen

Die Feiertage können für Haustiere stressig sein. Die Veränderungen im Alltag, viele Gäste und lauter Trubel können Unsicherheit und Angst hervorrufen. Fünf Tipps, die Sie kennen sollten.

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr werden meist dazu genutzt, besinnliche Stunden mit Freunden und der Familie zu verbringen. Doch oft ist genau das Gegenteil der Fall – es herrscht Stress statt Entspannung. Häufig ist man mit Vorbereitungen beschäftigt und täglich kommt neuer Besuch ins Haus. Die Routine und der Alltag geraten durcheinander und unser Stress überträgt sich auf die Haustiere. Wir haben für Sie fünf Tipps zusammengestellt.

1. Beibehaltung der Routine

Mit ein paar Tipps kann man auch die Feiertage stressfrei genießen. (Symbolbild)

Hunde und auch Katzen lieben Stabilität. Während der Feiertage kann es jedoch passieren, dass die gewohnten Abläufe durcheinander geraten. Versuchen Sie, die Routine Ihres Vierbeiners so gut wie möglich beizubehalten. Halten Sie die gewohnten Fütterungs- und Gassi-Zeiten ein und sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier ausreichend Schlaf und Ruhe bekommt. Auf diese Weise fühlt es sich sicher und wohl, selbst wenn die Umgebung turbulent ist.

2. Sichere Rückzugsorte schaffen

Laute Feierlichkeiten und ungewohnte Besucher können für Haustiere beängstigend sein. Schaffen Sie für Ihren Hund sichere Rückzugsorte in Ihrem Zuhause, wo er sich zurückziehen kann, wenn er sich gestresst fühlt. Dies kann eine ruhige Ecke, ein gemütliches Körbchen oder eine Decke in einem abgeschiedenen Raum sein. Stellen Sie sicher, dass Ihre Gäste wissen, wo sich diese Rückzugsorte befinden und bitten Sie sie, diese Bereiche zu respektieren.

3. Vorsicht mit Dekorationen und Lebensmitteln

Während der Feiertage sind viele Haushalte mit festlicher Dekoration geschmückt und es kommt reichlich Essen auf den Tisch. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund oder Ihre Katze nicht an schädlichen Dekorationen wie Lametta oder verschluckbaren Gegenständen knabbert. Halten Sie zudem Lebensmittel wie Schokolade, Rosinen, Zwiebeln und Alkohol außer Reichweite Ihrer Tiere, da diese für sie giftig sein können.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Partner-Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

4. Bewegung und Beschäftigung bieten

Um Stress abzubauen und Langeweile zu verhindern, ist ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung besonders wichtig. Nehmen Sie sich während der Feiertage Zeit für Spaziergänge, Spielen und gemeinsame Aktivitäten mit Ihrem Tier. Dies trägt nicht nur zur Entspannung bei, sondern stärkt auch die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Haustier.

Eingekuschelt: Welche Tiere halten Winterschlaf oder Winterruhe?

Siebenschläfer im Winterschlaf
Siebenschläfer sind kleine Nagetiere, die in Europa heimisch sind. Ihr Winterschlaf ist besonders faszinierend, da sie während dieser Zeit ihren Stoffwechsel fast vollständig herunterfahren. Sie erwachen nur gelegentlich, um ihren Urin abzulassen, und verbringen den Rest der Zeit in einem tiefen Schlaf.  © imagebroker/Imago
Murmeltiere sind bekannt für ihren Erdwinterschlaf. Im Herbst graben sie sich in tiefen Höhlen ein und verschließen den Eingang mit Erde.
Murmeltiere sind bekannt für ihren Erdwinterschlaf. Im Herbst graben sie sich in tiefen Höhlen ein und verschließen den Eingang mit Erde. Während des Winterschlafs sinkt ihre Körpertemperatur auf nahezu den Gefrierpunkt und ihr Stoffwechsel verlangsamt sich drastisch. Murmeltiere können monatelang ohne Nahrung auskommen und nutzen diese Zeit, um Energie zu sparen und ihre Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Wenn der Frühling kommt, erwachen sie aus ihrem Winterschlaf und kehren an die Oberfläche zurück. © McPHOTO/Helwig/Imago
Zwischen Oktober und April, wenn die Nahrung knapp wird, verfallen Haselmäuse in den Winterschlaf.
Zwischen Oktober und April, wenn die Nahrung knapp wird, verfallen Haselmäuse in den Winterschlaf. Sie suchen sich oft im lockeren Boden oder im Laub einen Unterschlupf. Um ihren Energieverbrauch zu minimieren, formen sie sich zu einer kleinen Kugel und reduzieren ihre Körpertemperatur auf gerade über 0° C. Ihre Herzfrequenz sinkt auf ein Zehntel und sie atmen nur etwa alle fünf Minuten einmal. © imagebroker/Imago
Europaeischer Igel überwintert in Laubstreu
Igel sind in den kalten Wintermonaten ebenfalls Winterschläfer, doch ihr Winterschlaf ist weniger ausgeprägt. Sie halten längere Wachphasen und können bei milden Temperaturen sogar kurzzeitig aus ihrem Schlaf erwachen, um Nahrung zu suchen. Dennoch verbringen sie den Großteil des Winters in einem Zustand der Ruhe und nutzen ihre Fettreserven, um zu überleben. © blickwinkel/Imago
Kleine Hufeisennase im Winterschlaf an der Decke der Höhle hängend.
Fledermäuse sind einzigartig unter den Winterschläfern, da sie während ihres Winterschlafs immer wieder kurzzeitig aufwachen. Dies ermöglicht es ihnen, ihren Stoffwechsel aufrechtzuerhalten und gelegentlich zu fliegen, um Nahrung zu suchen. Sie verbringen den Winter oft in Höhlen, Kellern oder anderen geschützten Orten, wo die Temperaturen relativ konstant sind. Winterschlaf ist für Fledermäuse überlebenswichtig, da sie aufgrund ihres hohen Energiebedarfs in den kalten Monaten keine ausreichende Nahrung finden können. © imagebroker/Imago
Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern sie gehen in eine Art Winterruhe.
Mit ihren dunklen, knopfartigen Augen, dem buschigen Schwanz und dem Fell, das von hellrot bis braunschwarz reicht, gehören Eichhörnchen zu den am meisten geschätzten Wildtieren. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern sie gehen in eine Art Winterruhe. Diese unterbrechen sie täglich für ein bis zwei Stunden, um Nahrung zu sich zu nehmen. Daher legen sie im Herbst Nahrungsdepots an, die hauptsächlich aus Nüssen und Samen bestehen. Sie verstecken diese Vorräte im Erdreich und tragen so indirekt zur Verbreitung vieler Pflanzen bei. © Avalon.red/Imago
Bärinnen und ihre Jungen verbringen in der Regel eine längere Zeit in Winterruhe, wobei sie das Lager früher aufsuchen und erst später wieder verlassen.
Im Gegensatz zu Wölfen oder Füchsen, die das ganze Jahr über auf der Jagd sind, ziehen sich Bären in den Wintermonaten größtenteils in eine Höhle zurück. Sie bevorzugen natürliche Höhlen oder Felsüberhänge, graben sich aber auch selbst einen Unterschlupf in den Boden. Diese Winterruhe ist ein Mechanismus, der ihnen ermöglicht, in einer kalten, nahrungsarmen Zeit keine unnötige Energie zu verschwenden. Die Winterruhe setzt in der Regel Mitte November ein und endet im März. Um den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten, wird die Körpertemperatur während des Schlafes um 7-8 Grad gesenkt und die Atmungs- und Herzfrequenz stark reduziert. In dieser Zeit können Bären bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts verlieren. Bärinnen und ihre Jungen verbringen in der Regel eine längere Zeit in Winterruhe, wobei sie das Lager früher aufsuchen und erst später wieder verlassen.  © All Canada Photos/Imago
Schildkröten sind in ihrer natürlichen Umgebung einer Vielzahl von Wetterbedingungen ausgesetzt.
Schildkröten sind in ihrer natürlichen Umgebung einer Vielzahl von Wetterbedingungen ausgesetzt. Sie können von extrem heißen Sommern zu langen, harten Wintern mit Nachtfrösten von unter -10°C wechseln. Um diese Temperaturschwankungen zu überstehen, gehen sie in eine mehrmonatige Winterruhe. Dafür graben sie lange Tunnel oder nutzen aufgegebene Nagetierhöhlen tief im Boden. Hier bleiben die Temperaturen mit 4-6 °C relativ stabil. Während der Winterruhe minimieren sie ihren Stoffwechsel auf das Wesentliche: Ausscheidungs- und Verdauungsvorgänge werden gestoppt, die Atmung reduziert sich auf nur zwei Atemzüge pro Minute. © Pond5 Images/Imago

5. Ruhe und Geduld bewahren

Es ist normal, dass Haustiere in ungewohnten Situationen gestresst reagieren. Seien Sie geduldig und einfühlsam gegenüber Ihrem Tier. Vermeiden Sie laute Geräusche und stellen Sie sicher, dass es ausreichend Möglichkeiten zum Ausruhen hat. Wenn Ihr Haustier besonders ängstlich ist, könnten beruhigende Produkte wie beispielsweise ein Thundershirt (Beruhigungsweste) oder natürliche Beruhigungsmittel wie beispielsweise CBD-Öl in Absprache mit Ihrem Tierarzt eine Option sein.

Die Feiertage sollen für die ganze Familie, einschließlich Ihrer Haustiere, eine schöne Zeit sein. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und einer bewussten Planung können Sie Feiertags-Stress vermeiden und sicherstellen, dass auch Ihre tierischen Lieblinge die festliche Saison in vollen Zügen genießen können.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

Kommentare