Schäden durch Hitze

Hitze legt E-Autos lahm: Tipps, um den Akku zu schützen

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Große Hitze macht nicht nur Menschen zu schaffen – sie können bei E-Autos zu dauerhaften Schäden führen, warnen Experten. Diese Vorsichtsmaßnahmen schützen den Akku.

Frankfurt – Es hat etwas Absurdes: Ausgerechnet Elektroautos, die sich hervorragend in der Verkehrswende und damit in der Bekämpfung des Klimawandels machen, sollen mit extremer Hitze, einem Hauptsymptom des Klimawandels, nicht gut zurechtkommen. So könne ein fehlender Schutz von Elektrofahrzeugen vor Extremtemperaturen die Reichweite ihrer Batterien dauerhaft deutlich verringern, meldet ein US-amerikanisches Magazin.

Elektroautos müssen bei Hitze nicht häufiger an die Ladesäule.

Dauerhafte Hitzeschäden an E-Auto-Batterien – wie man sich schützen kann

Trotz der Fortschritte in der Elektroautoindustrie kämpfen Hersteller immer noch mit Reichweitenproblemen – und Vorbehalten gegen Stromer. Ein Meilenstein soll die von Toyota angekündigte „Wunderbatterie“ für E-Autos sein – mit einer Ladekapazität von 1200 km in zehn Minuten. Fakt ist jedoch: Die Reichweite von Stromern kann sich sowohl bei Kälte als auch bei sehr hohen Temperaturen deutlich reduzieren. Hitze kann jedoch anders als Kälte den Batterien sogar dauerhaften Schaden zufügen, berichtet jetzt bloomberg.com.

Warum Wasserstoff-Autos den besseren Antrieb bieten

Umweltfreundlichkeit: Wasserstoff-Autos sind umweltfreundlicher als Autos mit Verbrennungsmotoren, da sie nur Wasserdampf als Abgas produzieren. Wasserstoff kann auch aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind erzeugt werden, was zu einer vollständigen Dekarbonisierung des Verkehrssektors beitragen kann.
Umweltfreundlichkeit: Wasserstoff-Autos sind umweltfreundlicher als Autos mit Verbrennungsmotoren, da sie nur Wasserdampf als Abgas produzieren. Wasserstoff kann auch aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind erzeugt werden, was zu einer vollständigen Dekarbonisierung des Verkehrssektors beitragen kann. © IMAGO/Tyler Olson.
Schnelles Betanken: Das Betanken eines Wasserstoff-Autos dauert nur wenige Minuten, im Gegensatz zu Elektroautos, bei denen das Aufladen Stunden dauern kann.
Schnelles Betanken: Das Betanken eines Wasserstoff-Autos dauert nur wenige Minuten, im Gegensatz zu Elektroautos, bei denen das Aufladen Stunden dauern kann. © IMAGO/Hans Martin Issler
Reichweite: Wasserstoff-Autos haben eine größere Reichweite als Elektroautos und können mehrere hundert Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen.
Reichweite: Wasserstoff-Autos haben eine größere Reichweite als Elektroautos und können mehrere hundert Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen. © IMAGO/Jochen Tack
Leistung: Wasserstoff-Autos bieten eine vergleichbare Leistung wie herkömmliche Autos mit Verbrennungsmotor und sind in der Lage, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.
Leistung: Wasserstoff-Autos bieten eine vergleichbare Leistung wie herkömmliche Autos mit Verbrennungsmotor und sind in der Lage, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. © IMAGO
Keine CO2-Emissionen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotoren stoßen Wasserstoff-Autos keine Kohlendioxid-Emissionen aus.
Keine CO₂-Emissionen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotoren stoßen Wasserstoff-Autos keine Kohlendioxid-Emissionen aus. © IMAGO/Kabir Jhangiani
Keine Geräuschemissionen: Wasserstoff-Autos sind leiser als Autos mit Verbrennungsmotoren und tragen somit zur Reduzierung des Lärms in der Umgebung bei.
Keine Geräuschemissionen: Wasserstoff-Autos sind leiser als Autos mit Verbrennungsmotoren und tragen somit zur Reduzierung des Lärms in der Umgebung bei. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Weniger Wartung: Wasserstoff-Autos haben weniger Verschleißteile als Autos mit Verbrennungsmotoren und erfordern somit weniger Wartung.
Weniger Wartung: Wasserstoff-Autos haben weniger Verschleißteile als Autos mit Verbrennungsmotoren und erfordern somit weniger Wartung. © IMAGO
Verfügbarkeit: Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum und kann aus verschiedenen Quellen wie Erdgas, Biomasse und Wasser erzeugt werden.
Verfügbarkeit: Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum und kann aus verschiedenen Quellen wie Erdgas, Biomasse und Wasser erzeugt werden. © IMAGO/Ulrich Stamm
Sicherheit: Wasserstoff ist sicherer als Benzin und Diesel, da es leichter als Luft ist und bei einer Leckage schnell verfliegt.
Sicherheit: Wasserstoff ist sicherer als Benzin und Diesel, da es leichter als Luft ist und bei einer Leckage schnell verfliegt. © IMAGO/Christoph Hardt
Technologischer Fortschritt: Die Entwicklung von Wasserstoff-Autos trägt zur weiteren Verbesserung der Technologie bei und fördert die Innovation in der Automobilbranche.
Technologischer Fortschritt: Die Entwicklung von Wasserstoff-Autos trägt zur weiteren Verbesserung der Technologie bei und fördert die Innovation in der Automobilbranche. © IMAGO/Wladimir Bulgar

Hitzeschäden an E-Auto-Batterien – Alterungs-Effekt wie bei Schnellladung

Ein Elektroauto in einem heißen Klima müsse sich zwar etwas mehr anstrengen, um die Batterie und die Insassen kühl zu halten, aber das Auto funktioniert trotzdem einwandfrei. „Moderne Elektroautos halten der Hitze stand“, erklärt der ADAC in einer Mitteilung.

Auf chemischer Ebene jedoch schädige extreme Hitze Elektroauto-Batterien ähnlich wie eine chronische Erkrankung, heißt es dennoch bei bloomberg.com. Wenn die Temperaturen steigen, beschleunigten sich die Ionen in der Batterie. Durch den Druck und die Geschwindigkeit könnten auch kleine Risse entstehen, die die chemischen Reaktionen verlangsamen und die Lebensdauer der Batterie verkürzen. Ein Alterungs-Prozess, der bis zu einem gewissen Grad auch bei jeder Schnellladung auftrete.

Batterie-GAU: „E-Auto, das unangeschlossen in überhitzter, unklimatisierter Garage steht“

„Der schlimmste Fall ist ein Auto, das den ganzen Sommer über in einer unklimatisierten Garage in Phoenix steht, ohne an die Steckdose angeschlossen zu sein“, zitiert das Magazin Scott Case, Geschäftsführer von Recurrent, einem US-amerikanischen Start-up, das Batteriezustandsberichte erstellt. „Das wird die Batterie sehr schnell abkochen. Wenn das Auto hingegen an die Steckdose angeschlossen ist, kann es die Ladeenergie nutzen, um die Batterie zu kühlen.“

Mit den steigenden Temperaturen müssen sich Autofahrer jedoch nicht nur in den USA und dem dortigen Wetter der Extreme mit den besten Methoden zur Erhaltung der Batterielebensdauer vertraut machen. Denn die Temperaturen steigen in Europa sogar doppelt so schnell wie im Rest der Welt.

Hitze setzt Akkus von E-Auto zu: Batterie vor Reichweitenverlust schützen

„Die Reichweiten-Kurve nimmt mit steigender Wärme schneller ab als mit zunehmender Kälte. Damit wirkt sich Hitze in der Theorie schädlicher auf die Akku-Kapazität aus als Minusgrade“, erklärt dazu der Telematik-Spezialist Geotab. Danach sollten E-Auto-Fahrer bei großer Hitze unbedingt einige Tipps beherzigen:

Hitze stresst E-Auto-Batterien – so kann man den Akku schützen und die Reichweite erhöhen:

  • Schattig parken: Elektro-Fahrzeuge bei hohen Temperaturen immer im Schatten parken, zum Beispiel in der Tiefgarage, oder unter Bäumen. Dadurch kühlt sich die Batterie ohne Energieverbrauch ab.
  • Entspannt fahren: Vermeiden Sie abrupte Beschleunigungen an heißen Tagen, da dies die Batterie schneller aufheizt und das Thermomanagementsystem des Fahrzeugs nicht jedesmal aktiviert wird.
  • Häufiger und langsamer laden: Planen Sie längere Ladestopps ein, da das Batteriemanagementsystem die Ladeleistung bei Hitze reduziert, um Überhitzung zu verhindern. Laden Sie den Akku bei hohen Temperaturen auch nie vollständig, sondern lieber häufiger und nur zu maximal 80 Prozent, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
  • Stromfresser minimieren: Die Klimaanlage ist im Sommer der größte Stromverbraucher. Reduzieren Sie die Innenraumtemperatur durch Öffnen der Fenster. Stellen Sie die Klimaanlage auf eine leicht höhere Temperatur (23 bis 25 Grad) ein, um Energie zu sparen.
  • Vorkühlen an der Ladesäule: Kühlen Sie den Innenraum des Fahrzeugs vor dem Start mittels Vorklimatisierung herunter. So starten Sie mit optimaler Betriebs- und angenehmer Innenraumtemperatur, ohne die Reichweite zu beeinträchtigen.
  • Am Netz bleiben: Lassen Sie das E-Auto an heißen Tagen am Stromnetz ohne aktives Laden angeschlossen, auch wenn es nicht bewegt wird. So kann das Thermomanagementsystem die Batterietemperatur im optimalen Bereich halten, ohne die Akkukapazität zu beeinträchtigen.

Reichweite von E-Auto bei Hitze verlängern: Extreme Temperaturen vermeiden

Egal, zu welcher Jahreszeit: Den Akku eines E-Autos sollte man möglichst pfleglich behandeln. Fachleute raten unter anderem, allzu extreme Temperaturen, falls möglich, zu vermeiden. „Egal ob zu heiß oder zu kalt – extreme Umgebungstemperaturen sind für den Akku nicht zuträglich“, heißt es in einer Mitteilung des ACE ACE (Auto Club Europa e. V.).

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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