Bunny-Kicks bei Katzen finden viele süß – das Verhalten hat jedoch ernste Absichten
VonLara-Sabrina Kiehl
schließen
In einem TikTok-Video zeigt eine spielende Katze vermeintlich süße Bunny-Kicks. Was genau das ist, wieso die Stubentiger das machen und weshalb es alles andere als niedlich ist.
Ein virales TikTok-Video von @beancurdthecalico zeigt eine Katze, die sich intensiv mit einem Spielzeug beschäftigt. Sie klammert sich daran fest, beißt hinein und tritt immer wieder mit den Hinterpfoten dagegen – diese Bewegungen sind auch als Bunny-Kicks bekannt. Der TikTok-User gesteht in dem Clip, wie niedlich er dieses Verhalten fand, bis er herausfand, was dahinter steckt. Aber warum genau findet er das Verhalten nun nicht mehr so süß? Was hat es mit den Bunny-Kicks auf sich?
Katzenverhalten: Wenn die Hinterpfoten treten
Bunny-Kicks, also das Treten mit den Hinterpfoten, können für Katzenbesitzer verwirrend sein. Eine Katze, die eben noch friedlich schmusend war, kann plötzlich zum Angriff übergehen und mit den Hinterpfoten treten, oft begleitet von Beißen und Greifen mit den Vorderpfoten. Dieses Verhalten kann überraschen und sogar schmerzhaft sein, wenn die scharfen Krallen der Katze ins Spiel kommen. Das Verhalten ist bei Katzen jedoch völlig natürlich und tief in ihrer Genetik verwurzelt. Doch was bedeuten Bunny-Kicks wirklich?
Das Treten mit den Hinterpfoten wird als Bunny-Kick bezeichnet, da die Bewegung an das Treten von Hasen erinnert. Katzen rollen sich dabei auf den Rücken und treten kräftig mit den Hinterpfoten aus. Dieses Verhalten kann in verschiedenen Situationen auftreten:
Beim übermütigen Spiel: Katzen können beim Spielen schnell übermütig werden. Wenn sie mit den Hinterpfoten treten, zeigen sie ihre Begeisterung. Dieses Verhalten kann auch beim Streicheln auftreten, wenn die Katze das Streicheln als spielerische Herausforderung interpretiert.
Bei der Abwehr und dem Bewahren von Distanz: Bunny-Kicks können auch ein Zeichen von Abwehr sein. Wird der Katze etwas zu viel, versucht sie Abstand zu schaffen, indem sie tritt und signalisiert so, dass das Spiel oder Streicheln aufhören soll.
Wenn die Katze auf Jagd und Kampf getrimmt ist: In manchen Fällen befinden sich Katzen im Jagd- oder Kampfmodus. Hier ist das Treten mit den Hinterpfoten ein Mittel, um maximalen Schaden anzurichten und den Gegner oder die Beute zu überwältigen.
Schon als Kitten üben Katzen dieses Verhalten spielerisch, um sich später im Erwachsenenleben erfolgreich verteidigen und jagen zu können.
Was tun bei Bunny-Kicks?
Katzenbesitzer sollten wissen, dass Bunny-Kicks ein natürliches Verhalten sind und keine Aggressionszeichen per se. Es ist jedoch wichtig, die Körpersprache der Katze zu deuten. Anzeichen wie angelegte Ohren, geweitete Pupillen und ein zuckender Schwanz deuten auf hohe Erregung hin. In solchen Momenten sollte man das Spiel oder die Streicheleinheit beenden und der Katze Ruhe gönnen. Außerdem hilft Folgendes, um das Verhalten zu vermeiden:
Aggressives Spielen vermeiden: Wilde Spiele können das Angriffsverhalten der Katze fördern. Stattdessen sollte man auf ruhige Intelligenz- oder Geschicklichkeitsspiele setzen.
Ruhe bewahren: Sollte die Katze plötzlich in den Bunny-Kick-Modus wechseln, hilft es, ruhig zu bleiben und die Hand langsam zurückzuziehen.
Grenzen respektieren: Viele Katzen mögen es nicht, am Bauch gestreichelt zu werden. Man sollte ihre Signale respektieren und solche Berührungen vermeiden.
In seltenen Fällen können Bunny-Kicks auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Bei Verdacht auf Schmerzen oder Unwohlsein ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.