Verhalten unter der Lupe

Bunny-Kicks bei Katzen finden viele süß – das Verhalten hat jedoch ernste Absichten

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In einem TikTok-Video zeigt eine spielende Katze vermeintlich süße Bunny-Kicks. Was genau das ist, wieso die Stubentiger das machen und weshalb es alles andere als niedlich ist.

Ein virales TikTok-Video von @beancurdthecalico zeigt eine Katze, die sich intensiv mit einem Spielzeug beschäftigt. Sie klammert sich daran fest, beißt hinein und tritt immer wieder mit den Hinterpfoten dagegen – diese Bewegungen sind auch als Bunny-Kicks bekannt. Der TikTok-User gesteht in dem Clip, wie niedlich er dieses Verhalten fand, bis er herausfand, was dahinter steckt. Aber warum genau findet er das Verhalten nun nicht mehr so süß? Was hat es mit den Bunny-Kicks auf sich?

Katzenverhalten: Wenn die Hinterpfoten treten

Bunny-Kicks, also das Treten mit den Hinterpfoten, können für Katzenbesitzer verwirrend sein. Eine Katze, die eben noch friedlich schmusend war, kann plötzlich zum Angriff übergehen und mit den Hinterpfoten treten, oft begleitet von Beißen und Greifen mit den Vorderpfoten. Dieses Verhalten kann überraschen und sogar schmerzhaft sein, wenn die scharfen Krallen der Katze ins Spiel kommen. Das Verhalten ist bei Katzen jedoch völlig natürlich und tief in ihrer Genetik verwurzelt. Doch was bedeuten Bunny-Kicks wirklich?

@beancurdthecalico

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Wann Katzen Bunny-Kicks machen

Das Treten mit den Hinterpfoten wird als Bunny-Kick bezeichnet, da die Bewegung an das Treten von Hasen erinnert. Katzen rollen sich dabei auf den Rücken und treten kräftig mit den Hinterpfoten aus. Dieses Verhalten kann in verschiedenen Situationen auftreten:

  1. Beim übermütigen Spiel: Katzen können beim Spielen schnell übermütig werden. Wenn sie mit den Hinterpfoten treten, zeigen sie ihre Begeisterung. Dieses Verhalten kann auch beim Streicheln auftreten, wenn die Katze das Streicheln als spielerische Herausforderung interpretiert.
  2. Bei der Abwehr und dem Bewahren von Distanz: Bunny-Kicks können auch ein Zeichen von Abwehr sein. Wird der Katze etwas zu viel, versucht sie Abstand zu schaffen, indem sie tritt und signalisiert so, dass das Spiel oder Streicheln aufhören soll.
  3. Wenn die Katze auf Jagd und Kampf getrimmt ist: In manchen Fällen befinden sich Katzen im Jagd- oder Kampfmodus. Hier ist das Treten mit den Hinterpfoten ein Mittel, um maximalen Schaden anzurichten und den Gegner oder die Beute zu überwältigen.

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Bunny-Kicks bei Katzen: Ursprung und Bedeutung in der Natur

Natürliches Verhalten: Bei den Bunny-Kicks kommen die Hinterpfoten der Katze gezielt zum Einsatz. (Symbolbild)

Bunny-Kicks sind tief in der Natur der Katze verwurzelt und dienen ihrem Überleben:

  • Bei der Jagd: Bunny-Kicks helfen Katzen, größere Beutetiere zu überwältigen und zu verhindern, dass sie entkommen.
  • In der Verteidigung: Wenn Katzen sich verteidigen müssen, rollen sie sich auf den Rücken und nutzen alle ihre Gliedmaßen, um den Feind abzuwehren.
  • Bei Rivalenkämpfen: Vor allem unkastrierte Kater setzen Bunny-Kicks ein, um Rivalen abzuwehren und sich Fortpflanzungsvorteile zu sichern.

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

Schon als Kitten üben Katzen dieses Verhalten spielerisch, um sich später im Erwachsenenleben erfolgreich verteidigen und jagen zu können.

Was tun bei Bunny-Kicks?

Katzenbesitzer sollten wissen, dass Bunny-Kicks ein natürliches Verhalten sind und keine Aggressionszeichen per se. Es ist jedoch wichtig, die Körpersprache der Katze zu deuten. Anzeichen wie angelegte Ohren, geweitete Pupillen und ein zuckender Schwanz deuten auf hohe Erregung hin. In solchen Momenten sollte man das Spiel oder die Streicheleinheit beenden und der Katze Ruhe gönnen. Außerdem hilft Folgendes, um das Verhalten zu vermeiden:

  • Aggressives Spielen vermeiden: Wilde Spiele können das Angriffsverhalten der Katze fördern. Stattdessen sollte man auf ruhige Intelligenz- oder Geschicklichkeitsspiele setzen.
  • Ruhe bewahren: Sollte die Katze plötzlich in den Bunny-Kick-Modus wechseln, hilft es, ruhig zu bleiben und die Hand langsam zurückzuziehen.
  • Grenzen respektieren: Viele Katzen mögen es nicht, am Bauch gestreichelt zu werden. Man sollte ihre Signale respektieren und solche Berührungen vermeiden.

In seltenen Fällen können Bunny-Kicks auf gesundheitliche Probleme hinweisen. Bei Verdacht auf Schmerzen oder Unwohlsein ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Rubriklistenbild: © Dreamstime/Imago

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