Tipps von Ernährungsexperten: So schaffen Sie es, genug zu trinken
VonJasmina Deshmeh
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Genug trinken ist wichtig, um gesund und leistungsfähig bleiben. Ein paar einfache Tricks helfen, auf die empfohlene Tagesmenge zu kommen.
Regelmäßig Wasser zu trinken, ist für unsere Gesundheit unerlässlich. Denn nur mit ausreichend Flüssigkeit können unsere Organe und der Stoffwechsel richtig funktionieren, sodass wir uns fit und leistungsfähig fühlen. Wichtig ist dabei nicht nur, wie viel wir am Tag trinken, sondern auch was. Denn gerade gesüßte Getränke können das Risiko für Übergewicht erhöhen. Wer viel Wasser trinkt, reduziert hingegen das Hungergefühl, was sogar beim Abnehmen helfen kann.
Ausreichend trinken ist wichtig für unsere Gesundheit
Ausreichend zu trinken ist für unseren Körper lebensnotwendig. Er selbst besteht zur Hälfte aus Wasser und benötigt Flüssigkeit, um seine Temperatur zu regulieren und Nährstoffe zu transportieren. Außerdem braucht er Wasser für bestimmte chemische Reaktionen, damit das Blut gut fließt und zum Ausscheiden von Abbaustoffen. Darüber hinaus lässt Wasser Ballaststoffe quellen, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind.
Genug trinken: So viel Liter sollten es am Tag sein
Da der Körper durch die Atmung, beim Schwitzen und über die Nieren fortlaufend Wasser ausscheidet, ist es wichtig, diesen Verlust regelmäßig auszugleichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, 1,5 Liter Wasser am Tag zu trinken. Das entspricht etwa sechs normal großen Gläsern. Bei Kindern zwischen vier und zehn Jahren sind es vier Gläser, bei Zehn- bis Fünfzehnjährigen fünf Gläser pro Tag. An heißen Tagen oder nach dem Sport können ein halber bis ein Liter zusätzlich nötig sein – pro Stunde!
Wichtig ist, dass sich die Wasserzufuhr über den ganzen Tag verteilt. Denn ein Wassermangel zeigt sich meist zeitversetzt. Wer an heißen Tagen zu wenig getrunken hat, merkt das also oft erst am nächsten Tag. Feststellen lässt sich ein Flüssigkeitsmangel mit einem einfachen Hauttest. Weitere Symptome sind außerdem Kreislaufbeschwerden und Verstopfung. Gerade im Sommer besteht zudem die Gefahr eines Hitzschlags. Regelmäßiges Trinken ist auch wichtig, da Durstgefühl häufig mit Hunger verwechselt wird. Wer bewusst auf die Flüssigkeitsaufnahme achtet, isst automatisch weniger.
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Einen Teil unseres Flüssigkeitsbedarfs wird über das Essen gedeckt. Den größten Teil nehmen wir aber über Getränke zu uns, im besten Fall Wasser. Leitungswasser ist dabei eine gute Wahl, denn es ist immer verfügbar und wird regelmäßig kontrolliert. Alternativ bieten sich ungezuckerte Tees und Mineralwasser – mit oder ohne Kohlensäure – aus der Flasche an. Besser verzichten sollte man dagegen auf süße Getränke wie Limo oder Fruchtsaft. Denn in ihnen stecken viele Kalorien, die das Risiko für Übergewicht und Diabetes erhöhen.
Wie es Ihnen gelingt, ausreichend Wasser zu trinken, erklären Experten des Bundeszentrums für Ernährung:
Trinkziel: Schreiben Sie auf, wie viele Gläser Wasser Sie am Tag trinken möchten und notieren Sie Ihren Erfolg
Einpacken: Nehmen Sie immer eine Wasserflasche mit, wenn Sie das Haus verlassen
Blickfang: Stellen Sie die Wasserflasche beim Arbeiten so hin, dass Sie sie immer im Blick haben. Das erinnert Sie daran, regelmäßig zu trinken
Erinnerung stellen: Stellen Sie sich auf dem Handy eine Erinnerung ein, die Sie an das Trinken erinnert
Gewohnheiten: Machen Sie das Trinken zur Gewohnheit. Zum Beispiel indem Sie immer nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen ein Glas Wasser zu sich nehmen
Geschmack: Reines Wasser ist Ihnen zu öde? Das geben Sie doch Obst- oder Gemüsescheiben, Ingwer oder Kräuter wie Minze in das Wasser
Lieblingssorte finden: Handelsübliches Mineralwasser kann sich stark im Geschmack unterscheiden. Je nach Kohlensäure- und Mineralstoffgehalt. Probieren Sie sich durch verschiedene Produkte durch, bis Sie Ihren Favoriten gefunden haben. Achten Sie dabei auf calciumreiches Wasser (ab 150 mg Calcium pro Liter)
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.