Was tun bei Reflux

Sodbrennen lindern: Einfache Hausmittel von Oma helfen gegen die lästigen Beschwerden

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Mahlzeiten genießen, ohne unangenehme Begleiterscheinungen. Erfahren Sie, welche Lebensmittel Sie bedenkenlos genießen können, ohne dass Sodbrennen auftritt.

Etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung erlebt regelmäßig Sodbrennen. Effektive Maßnahmen gegen dieses brennende Gefühl und den Rückfluss von Magensäure können Hausmittel oder Medikamente sein. Dennoch ist die beste Strategie, Lebensmittel zu vermeiden, die die Magensäureproduktion stimulieren – am besten auf „Clean Eating“ zu setzen. Um zu vermeiden, dass Sodbrennen chronisch wird und in der Folge Erkrankungen der Speiseröhre entstehen können, kann ein Ernährungstagebuch helfen. Darin wird festgehalten, was täglich gegessen und getrunken wird. Menschen, die unter häufigem Sodbrennen leiden, erinnern sich oft an bestimmte Auslöser wie Zwiebeln, Tomaten, Grapefruit, saure Beeren sowie fett- und zuckerreiche Gerichte.

„Hausmittel von Oma“ gegen Sodbrennen

Heilerde, aufgelöst in einem Glas Wasser oder Fencheltee

Sauerkrautsaft

Kartoffelsaft

Mandeln kauen

Sodbrennen vermeiden: welche Lebensmittel wenig Reflux auslösen

Gegen Reflux und unangenehmes Sodbrennen können nicht nur Medikamente, auch Hausmittel helfen.

Medikamente mit Wirkstoffen wie Natriumhydrocarbonat (Antazidum) oder Omeprazol (Protonenpumpenhemmer) können Beschwerden von Sodbrennen zwar lindern. Doch wer zu Reflux neigt, sollte eher auf magenschonende Lebensmittel setzen. Zur Vermeidung von Reflux und Sodbrennen gelten insbesondere:

  • Brötchen auf Basis von Vollkorn, fein geschrotete Vollkornbrote, Knäckebrot und Zwieback statt Toastbrot, Weißbrot und Laugengebäck
  • Fettarme Milchprodukte
  • Magere Fischarten wie Forelle, Seelachs, Kabeljau und Scholle
  • Fettarme, ungeräucherte und nicht-gepökelte Fleischwaren, beispielsweise Pute und Hühnerbrust
  • Kartoffeln
  • Karotten
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Bananen
  • Rote Äpfel

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Ernährungstipps gegen Sodbrennen

Fettarm essen

Kleinere statt große Portionen essen

Langsam essen

Mindestens vier Stunden vor dem Schlafengehen essen

Nachts mit erhöhtem Kopf schlafen oder auf der linken Seiten liegend

Wenn Sie regelmäßig unter Sodbrennen leiden, sollten Sie dies beobachten: Häufiger Rückfluss von Magensäure kann das Risiko für Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs erhöhen. Darüber hinaus könnte Sodbrennen bereits ein Frühzeichen für derartige ernsthafte Erkrankungen sein.

Auslösende Lebensmittel für Sodbrennen besser meiden – mit Hausmitteln und Medikamenten Beschwerden lindern

Kaffeebohnen
Auch wenn es die Kaffeeliebhaber unter den Sodbrennen-Geplagten weniger wahrhaben möchten: Der morgendliche Wachmacher regt nachweislich die Produktion der Magensäure an. Dabei kommt es auf die Art und Dauer der Röstung an. Je länger der Kaffee geröstet wurde, desto weniger Magen-reizende Chlorogensäure ist enthalten. Es kann schon helfen, die Kaffeesorte zu wechseln, um Sodbrennen zu minimieren oder ganz zu vermeiden.  © Nenov Images/Imago
Nussschnecke
Hmmm, lecker! Ein süßes Teilchen zum Kaffee schmeckt einfach köstlich. Doch Vorsicht: Frische Hefebackwaren wie Nussschnecken und Krapfen sowie Kekse gehören bei vielen Menschen, die für Sodbrennen anfällig sind, ebenfalls zu den typischen Auslösern. Das liegt zum einen an der enthaltenen Hefe, zum anderen an dem raffinierten Zucker, raffinierten Weißmehl und den gesättigten Fettsäuren, die Sodbrennen fördern. © azur13/Imago
Kohlensäure im Glas
Der Auslöser für zu viel Magensäure versteckt sich bereits im Wort selbst: Kohlensäure. Dabei enthält Sprudelwasser keine Säure, vielmehr gelöstes Kohlendioxid. In Mineralwasser und anderen Getränken enthalten, kann das gelöste Kohlendioxid Sodbrennen auslösen, da sich dadurch der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen öffnet. So kann der Mageninhalt mitsamt der Säure in die Speiseröhre aufsteigen, was die typischen Refluxbeschwerden mit sich bringt. © Westend61/Imago
Gläser mit Alkohol
Auch alkoholische Getränke können bei einigen Menschen zu Sodbrennen führen. Insbesondere Sekt mit viel Kohlensäure und Weißwein mit erhöhter Säure bei einem ph-Wert von 2,8 bis 3, können den Reflux von vermehrtem Magensaft anregen. © Zoonar.com/Katerina Solovyeva/Imago
Frisch gepresste Zitronen
Säurehaltiges Obst wie Zitronen bestehen aus reichlich Säure, die Sodbrennen begünstigen kann. © Westend61/Imago
Grapefruit
Auch der Genuss frischer Grapefruit oder sauren Beeren kann bei manchen Menschen das Risiko für Sodbrennen erhöhen. © LuboIvanko/Imago
Salat mit Beeren und rohen Zwiebeln
Rohe Zwiebeln gelten als ein Lebensmittel, das einen Reflux von Magensäure begünstigen kann. In einer Studie, die im „American Journal of Gastroenterology“ veröffentlicht wurde, konnte festgestellt werden, dass eine einzige Zwiebelscheibe bereits zu einem signifikanten Anstieg von Wasserstoff-Ionen im Magen führt. Dies hat eine deutliche Zunahme von Sodbrennen zur Folge, wie das „Ärzteblatt“ berichtet. © Elet/Imago
Bruschetta-Brot mit frischen Tomaten
Auch Tomaten können die Magensaft-Produktion anregen und Sodbrennen begünstigen. Selbst nach dem Verzehr von Tomaten-Ketchup kann sich der Effekt einstellen. © ildi/Imago
Rote Paprika
Neben den Zwiebeln zählen auch rohe Paprika zu den Gemüsesorten, die Sodbrennen auslösen können. Um ihre Verdauung anzukurbeln, muss der Körper mehr Magensäure produzieren, wodurch es zu einem Rückfluss über die Speiseröhre bis in den Rachen kommen kann. © Vladdeep/Imago
Hering-Fisch
So gesund sie aufgrund ihrer Omega-3-Fettsäuren sind, fette Fischsorten wie Hering, Aal und Karpfen regen die Magensäureproduktion an und können durch übermäßigen Rückfluss zurück in die Speiseröhre und den Rachen Sodbrennen verursachen. © blickwinkel/Imago
Burger
Fettes und stark gewürztes Fleisch sowie fetthaltiger Käse können nach dem Verzehr – erst recht in Kombination wie bei einem Burger – die Produktion der Magensäure anregen und Sodbrennen verursachen. Wer auf Käse und gebratenes Fleisch reagiert, sollte den Konsum möglichst gering halten.  © Alex9500/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © tommyandone/Imago

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