VonVivian Wergschließen
Auch wenn er als großer Stromfresser gilt, ist der Trockner ein beliebter Haushaltshelfer. Doch wie beim Waschen kann auch beim Trocknen einiges schiefgehen.
Kassel – Wäschewaschen steht bei vielen Haushalten mindestens einmal wöchentlich auf der Tagesordnung. Bei Familien mit Kleinkindern laufen die Waschmaschinen oft gleich mehrfach in der Woche. Und doch passieren laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test immer wieder Waschmaschinenfehler, die man besser vermeiden sollte. Vor allem, wenn es darum geht, besonders effizient und umweltschonend zu waschen. Und auch beim Trockner gilt es einige Dinge zu beachten.
Nach der Wäsche: Diese Kleidungsstücke dürfen nicht in den Trockner
Wer beim Waschen auf die richtigen Einstellungen achtet, kann die Energiekosten erheblich senken. Auch niedrige Temperaturen sparen effektiv Strom und Geld, informiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Nach Angaben des Statistischem Bundesamtes besitzen rund 42,7 Prozent aller deutschen Haushalte zudem einen Trockner (Stand: 2020). Diese sind gerade bei größeren Haushalten praktisch. Doch sie können auch der Kleidung schaden – wenn man einige Fehler macht.
Bettwäsche und Handtücher werden im Wäschetrockner schön weich und flauschig, doch das gilt nicht für alle Textilien. Denn so schnell der Trockner die frisch gewaschene Wäsche trocknet, kann er bestimmte Kleidungsstücke auch ruinieren. So sollten Kleidungsstücke aus Leder, Kunstleder, Fell oder Kunstfell nicht den Weg in den Trockner finden. Eine Faustregel, die man sich laut dem Verbraucherportal CHIP merken sollte: Materialempfindliche Textilien sind im Trockner tabu!
Daher sollten einige weitere Kleidungsstücke und Materialien auf keinen Fall in den Trockner:
- Seide verträgt keine Hitze, weder beim Waschen noch beim Trocknen.
- Wollprodukte: Kleidungsstücke aus reiner Wolle oder Kaschmir – egal, ob Socken, Pullover oder Schals – können verfilzen und eingehen. Besonders Lammwolle ist sehr empfindlich.
- Kunstfasern wie Polyamid oder Polyacryl
- Chemiefasern wie Viskose, Modal oder Lyocell
- Anzüge, Blazer oder Sakkos: Diese sollten weder in die Waschmaschine noch in den Trockner. Besser zur Reinigung bringen.
- Bedruckte T-Shirts: Durch die Hitze kann der Aufdruck schmelzen, verkleben oder abgehen.
- Spitzenunterwäsche: Spitze gilt als sehr empfindlich und sollte besser per Hand gewaschen werden und auf der Wäscheleine trocknen.
- Blusen mit Schulterpolster: Schaumstoff heizt sich schnell auf und kann sich entzünden. Das gilt auch für BHs, die mit Schaumstoff gepolstert sind.
- Badebekleidung: Das Material kann brüchig werden und die Form verlieren.
- Jeans: Das Material ist zwar robust, sollte aber besser nur bei schonenden Temperaturen in den Trockner gegeben werden, sonst könnte sie eingehen.
- Quellen: CHIP.de, br.de
Wer sich unsicher ist, sollte vorher besser noch mal auf die Textilsymbole auf dem eingenähten Etikett schauen. Ist ein Symbol mit einem Kreis im Quadrat abgebildet, kann es in den Trockner gegeben werden. Befindet sich darin noch ein Punkt, muss mit reduzierter Temperatur getrocknet werden. Zwei Punkte hingegen verweisen darauf, dass das Trocknen mit hoher Temperatur unbedenklich ist. Ist das Symbol jedoch durchgestrichen, darf es nicht in den Trockner
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Trockner: Es gibt auch eine energieeffizientere Methode
Wenn Wäscheberge gewaschen werden müssen und häufig der Platz fehlt, ist ein Trockner ein Segen. Doch laut Umweltbundesamt sind Wäscheständer oder eine Wäscheleine immer noch die energieeffizienteste Methode, um Wäsche zu trocknen. Vor allem im Sommer ist es besser, die Wäsche im Freien auf der Leine oder dem Wäscheständer zu trocknen. Diese sollen laut dem Verbraucherportal sogar noch schneller trocknen als im Trockner.
Beim Trocknen mit dem Wäscheständer gibt es ein paar hilfreiche Kniffe, die Sie kennen sollten. Wer seine Wäsche aber lieber in der Wohnung trocknet, sollte dabei bestimmte Räume besser vermeiden. Derweil wirft die rechte Waschmittelschublade oft Fragen auf.
Rubriklistenbild: © Oleksandr Latkun/ Imago

