Richtig trocknen

Achtung, Schmelzgefahr! Welche Klamotten keinesfalls in den Trockner gehören

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Auch wenn er als großer Stromfresser gilt, ist der Trockner ein beliebter Haushaltshelfer. Doch wie beim Waschen kann auch beim Trocknen einiges schiefgehen.

Kassel – Wäschewaschen steht bei vielen Haushalten mindestens einmal wöchentlich auf der Tagesordnung. Bei Familien mit Kleinkindern laufen die Waschmaschinen oft gleich mehrfach in der Woche. Und doch passieren laut dem Verbrauchermagazin Öko-Test immer wieder Waschmaschinenfehler, die man besser vermeiden sollte. Vor allem, wenn es darum geht, besonders effizient und umweltschonend zu waschen. Und auch beim Trockner gilt es einige Dinge zu beachten.

Nach der Wäsche: Diese Kleidungsstücke dürfen nicht in den Trockner

Wer beim Waschen auf die richtigen Einstellungen achtet, kann die Energiekosten erheblich senken. Auch niedrige Temperaturen sparen effektiv Strom und Geld, informiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Nach Angaben des Statistischem Bundesamtes besitzen rund 42,7 Prozent aller deutschen Haushalte zudem einen Trockner (Stand: 2020). Diese sind gerade bei größeren Haushalten praktisch. Doch sie können auch der Kleidung schaden – wenn man einige Fehler macht.

Bestimme Kleidungsstücke und Materialien gehören nicht in den Trockner

Bettwäsche und Handtücher werden im Wäschetrockner schön weich und flauschig, doch das gilt nicht für alle Textilien. Denn so schnell der Trockner die frisch gewaschene Wäsche trocknet, kann er bestimmte Kleidungsstücke auch ruinieren. So sollten Kleidungsstücke aus Leder, Kunstleder, Fell oder Kunstfell nicht den Weg in den Trockner finden. Eine Faustregel, die man sich laut dem Verbraucherportal CHIP merken sollte: Materialempfindliche Textilien sind im Trockner tabu!

Daher sollten einige weitere Kleidungsstücke und Materialien auf keinen Fall in den Trockner:

  • Seide verträgt keine Hitze, weder beim Waschen noch beim Trocknen.
  • Wollprodukte: Kleidungsstücke aus reiner Wolle oder Kaschmir – egal, ob Socken, Pullover oder Schals – können verfilzen und eingehen. Besonders Lammwolle ist sehr empfindlich.
  • Kunstfasern wie Polyamid oder Polyacryl
  • Chemiefasern wie Viskose, Modal oder Lyocell 
  • Anzüge, Blazer oder Sakkos: Diese sollten weder in die Waschmaschine noch in den Trockner. Besser zur Reinigung bringen.
  • Bedruckte T-Shirts: Durch die Hitze kann der Aufdruck schmelzen, verkleben oder abgehen.
  • Spitzenunterwäsche: Spitze gilt als sehr empfindlich und sollte besser per Hand gewaschen werden und auf der Wäscheleine trocknen.
  • Blusen mit Schulterpolster: Schaumstoff heizt sich schnell auf und kann sich entzünden. Das gilt auch für BHs, die mit Schaumstoff gepolstert sind.
  • Badebekleidung: Das Material kann brüchig werden und die Form verlieren.
  • Jeans: Das Material ist zwar robust, sollte aber besser nur bei schonenden Temperaturen in den Trockner gegeben werden, sonst könnte sie eingehen.
  • Quellen: CHIP.de, br.de

Wer sich unsicher ist, sollte vorher besser noch mal auf die Textilsymbole auf dem eingenähten Etikett schauen. Ist ein Symbol mit einem Kreis im Quadrat abgebildet, kann es in den Trockner gegeben werden. Befindet sich darin noch ein Punkt, muss mit reduzierter Temperatur getrocknet werden. Zwei Punkte hingegen verweisen darauf, dass das Trocknen mit hoher Temperatur unbedenklich ist. Ist das Symbol jedoch durchgestrichen, darf es nicht in den Trockner

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago

Trockner: Es gibt auch eine energieeffizientere Methode

Wenn Wäscheberge gewaschen werden müssen und häufig der Platz fehlt, ist ein Trockner ein Segen. Doch laut Umweltbundesamt sind Wäscheständer oder eine Wäscheleine immer noch die energieeffizienteste Methode, um Wäsche zu trocknen. Vor allem im Sommer ist es besser, die Wäsche im Freien auf der Leine oder dem Wäscheständer zu trocknen. Diese sollen laut dem Verbraucherportal sogar noch schneller trocknen als im Trockner.

Beim Trocknen mit dem Wäscheständer gibt es ein paar hilfreiche Kniffe, die Sie kennen sollten. Wer seine Wäsche aber lieber in der Wohnung trocknet, sollte dabei bestimmte Räume besser vermeiden. Derweil wirft die rechte Waschmittelschublade oft Fragen auf.

Rubriklistenbild: © Oleksandr Latkun/ Imago

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