Wäsche waschen – wo kommt was rein

Wer hätte es gewusst? Dafür ist das rechte Fach der Waschmaschine eigentlich da

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Wenn es ums Wäschewaschen geht, lernt man nie aus, so scheint es. Auch bei der Waschmaschine gibt es stets neue Erkenntnisse. Nicht alle sind sinnvoll.

Kassel – Wäschewaschen ist schon fast eine Wissenschaft für sich – vor allem, wenn es darum geht, besonders effizient und umweltschonend zu waschen. Und obwohl es eine routinierte, alltägliche Aufgabe im Haushalt ist, passieren beim Waschen häufig Waschmaschinen-Fehler, die nicht nur der Wäsche schaden, sondern auch einiges an Energie und Geld kosten.

Im Vorfeld die Wäsche richtig nach Farben, Textilien und Verschmutzungsgrad zu sortieren, das passende Waschmittel und die Temperatur auszuwählen ist schon die halbe Miete. Doch bei der großen Auswahl der Waschprogramme fehlt den meisten der Überblick. Und das ist verständlicherweise auch nicht so einfach – zwei schonende Waschprogramme werden beispielsweise häufig missverstanden. Auch die Waschmittelschublade wirft Fragen auf.

Die Waschmaschine erweist sich immer wieder als Mysterium und wirft häufig Fragen auf

Schon häufig gesehen, doch auch genutzt? Wofür Sie das rechte Fach der Waschmaschine brauchen

Auf der linken oberen Seite befindet sich die Einspülkammer der Waschmaschine. Hier kommen Waschmittel herein und Weichspüler herein. So weit, so gut. Doch in der Kammer gibt es drei Fächer und da kann es durchaus mal vorkommen, dass man beim Befüllen der Fächer kurz ins Stocken kommt. Wo kommt jetzt eigentlich was rein?

Dafür wird das rechte Waschmittelfach laut dem Heimwerker-Portal myhomebook.de benötigt:

  • Vorwäsche: Bei sehr stark verschmutzter Kleidung oder bei Waschtemperaturen ab 90 Grad kommt das rechte Fach der Waschmaschine zum Einsatz.
  • Die Vorwäsche dient Experten zufolge dazu, das Entfernen von besonders hartnäckige Flecken vor dem eigentlichen Waschgang zu erleichtern. Der Schmutz wird aus den Kleidungsstücken gelockert, sodass sie bei der anschließenden Wäsche problemlos entfernt werden können.
  • Gerade bei großen Stoffen wie Vorhängen oder Bettwäsche kann die Vorwäsche sinnvoll sein, da die Textilien vollkommen eingeweicht werden.

Doch wie die Online-Plattform Utopia.de schreibt, ist nicht immer eine Vorwäsche notwendig und sinnvoll. Eine weitaus umweltfreundlichere Variante wäre, die verschmutzen Kleidungsstücke mit der Hand in einem Eimer oder in der Badewanne einzuweichen. So kann der Wasserverbrauch und die Energiekosten reduziert und Waschmittel gespart werden. Aufgrund moderner Waschmittel rät Öko-Test Verbrauchern gänzlich auf das Vorwäsche-Programm zu verzichten.

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago

Waschmaschine: Wenn die Waschmittelfächer verwechselt werden

Werden die Waschmittelfächer mal verwechselt, besteht laut myhomebook.de kein Grund zur Panik. Landet der Weichspüler versehentlich im Hauptfach, also links, muss die Wäsche nochmals gewaschen werden; ärgerlich, aber nicht dramatisch. Ist keine Vorwäsche vorgesehen und das Waschmittel findet dennoch seinen Weg ins rechte Fach, bleibt es einfach im Fach zurück, ohne dass die Waschmaschine es sich gezogen hat. Das Vorwäsche-Programm muss in diesem Fall angewählt werden, um das Waschmittel wieder aus dem Fach zu bekommen.

Zu lange sollte das Waschmittel allerdings nicht in dem Fach verweilen; generell empfiehlt es sich bei dem starken Gebrauch der Waschmaschine, sie regelmäßig ordentlich zu reinigen. Einige Tipps erleichtern die unerfreuliche Aufgabe. Wenn die frische Wäsche dennoch nach Schweiß müffelt, hilft ein einfaches Hausmittel dagegen. (Vivian Werg)

Rubriklistenbild: © Ute Grabowsky/ Imago

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