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Speisekarte aus Kroatien-Urlaubsort: Deutscher Tourist entfacht Diskussion – „Man liest von Abzocke“

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Ein Tourist veröffentlichte im Netz die Speisekarte einer Pizzeria in Kroatien. Sein Fazit zu den Preisen: Abzocke. Dieses Urteilt teilt aber längst nicht jeder.

Supetar – In süd- und südosteuropäischen Urlaubsländern ist das Preisniveau bei Gaststätten- und Hoteldienstleistungen deutlich niedriger als in Deutschland. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach zahlen deutsche Touristen im Kroatien 18 Prozent weniger als in ihrer Heimat. Trotzdem empfinden einige, dass die Preise an der kroatischen Adria angezogen haben – so auch ein Tourist, der sich über die Speisekarte in einem Urlaubsort beschwerte.

Preise auf Speisekarte in Kroatien: Deutscher Tourist spricht von „Abzocke“

„Da liest man immer von Abzocke und dann sitz i an der Promenade von Supetar“, schrieb der erzürnte Tourist aus Deutschland in seinem Foto-Beitrag auf Facebook zu den Preisen auf der Speisekarte. Von der Pizzeria in dem Urlaubsort in Kroatien werden unter anderem Fisch, Meeresfrüchte sowie diverse Nudel- und Fleischgerichte aufgelistet. Die Preisspanne beläuft sich dabei zwischen fünf Euro für Suppen, Beilagen, Soßen oder Desserts und 50 Euro für ein Kilogramm Weißfisch.

Ein Kroatien-Urlauber wirft einem Restaurant „Abzocke“ vor. Gemeint sind damit die angeblich stolzen Preise in der Speisekarte. (Collage)

Ein Nutzer kommentierte entsetzt: „Aber günstig ist auch anders.“ Ein anderer fragte: „Echt jetzt? Heuer wieder?“ Erst im Januar 2023 hat Kroatien den Euro angeführt, was dazu geführt hat, dass die Preise nicht nur für Touristen angestiegen sind. Ein anderer riet dem Urlauber dagegen, nur noch in Restaurants zu gehen, die nicht „abzocken“. Diesen Rat hätte sich auch ein Kroatien-Urlauber zu Herzen nehmen müssen, der sich im Nachhinein über die Rechnung für zwei Bier beschwerte.

Nicht alle sind seiner Meinung: Tourist entfacht mit Speisekarte aus Kroatien Diskussion

Tatsächlich bleibt immer mehr Deutschen nicht genügend Geld für eine Reise übrig. Das geht laut der Deutschen Presse-Agentur aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor. Demnach kann es sich mehr als jeder Fünfte hierzulande nicht leisten, einmal im Jahr für eine Woche in den Urlaub zu fahren – Tendenz steigend. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Restaurants vor Ort nochmal ordentlich draufschlagen. In dem Fall dürften Deutsche die Preise aber aus ihrer Heimat kennen.

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Blick auf Split in Kroatien
Im Herzen der Region Dalmatien liegt die zweitgrößte Stadt Kroatiens: Split. Die Adria-Schönheit blickt auf eine 1.700 Jahre alte Geschichte zurück – einst war es Teil des Römischen Reichs, dann venezianisches Schutzgebiet, später unter osmanischer Herrschaft. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählt der Diokletianspalast, der einst dem römischen Kaiser Diokletian als Alterssitz diente und heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Urlauber können aber auch an der palmengesäumten Uferpromenade Riva entlangschlendern und die frische Seeluft schnuppern.  © Pond5 Images/Imago
Küstenlinie von Opatija
Die Küstenstadt Opatija war im 19. Jahrhundert ein begehrter Kurort an der Kvarner Bucht, den auch schon die Kaiserin Sisi als Urlaubsdomizil genutzt hat. Hier lässt sich wunderbar an der Promenade Lungomare entlang flanieren oder durch das Stadtzentrum schlendern, um die prächtige Villa Angiolina mitsamt Park zu besuchen.  © Dalibor Brlek/Imago
Altstadt von Šibenik
Šibenik befindet sich im Norden der Region Dalmatien und ist ein perfekter Ort für alle, die sich für Kultur interessieren. In der Altstadt reihen sich Kirchen, Klöster und Paläste aneinander, obendrein gibt es eine Vielzahl von Museen und Galerien. Zu den Highlights zählen vier venezianische Festungsanlagen, die Jahrhunderte lang dem Schutz vor Überfällen dienten. Zum Unesco-Weltkulturerbe gehört überdies die Kathedrale des Heiligen Jakob, dessen Dach ein Tonnengewölbe bildet. © Pond5 Images/Imago
Wasserfälle in Krka-Nationalpark in Kroatien
Nur wenige Kilometer von Šibenik entfernt befindet sich der Nationalpark Krka. Der gleichnamige Fluss schlängelt sich hier mal durch sanfte Hänge und mal durch tiefe Schluchten – und stürzt dann mal in Form eines Wasserfalls mehrere Meter hinab. An den Ufern können Wanderer außerdem zahlreiche Festungsruinen finden. Inmitten eines großflächigen Sees liegt eine Klosterinsel.  © YAY Images/Imago
Dorf Rovinj in Kroatien
An der Westküste Istriens befindet sich die kleine Hafenstadt Rovinj. Sie zeichnet sich durch ihre malerischen, verwinkelten Gassen aus, zu den romantischsten gehören Trevisol und Garzotto. Die Häuser entlang des Weges sind mit bunten Fassaden und strahlenden Blumen versehen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der etwa 60 Meter hohe Turm der Kirche der Heiligen Euphemia, der sich im Herzen des historischen Teils von Rovinj befindet.  © Pond5 Images/Imago
Nationalpark Paklenica in Kroatien
Winnetou-Fans wird der Nationalpark Paklenica vielleicht ein Begriff sein – die wildromantische Landschaft diente als Drehort für die Karl-May-Filme (genauso wie die Plitvicer Seen). Besonders Wanderbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten, denn es gibt 150 bis 200 Kilometer an Wegen und Pfaden im Park. Zu entdecken gibt es hohe Felswände, Grotten und Höhlen sowie Pinien und Hunderte verschiedene Pflanzen- und Vogelarten. © Panthermedia/Imag
Kathedrale in Zagreb
Die Hauptstadt Kroatiens bleibt im Urlaub meist unter dem Radar der Reisenden – dabei hat Zagreb einiges zu bieten. Sie blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück und lag einst in der Hand der Habsburger. Die Österreicher errichteten beeindruckende Prachtbauten, Jugendstilgebäude und riesige Grünanlagen, die zum Flanieren einladen. Die Kulinarik der Stadt lässt sich an einem der vielen Märkte im Freien erleben, außerdem bietet der Jarun-See – auch als “Zagreber Meer” bekannt – genügend Erholung und ein vielfältiges Angebot für Wassersportler. © Pond5 Images/Imago
Plitvicer Seen
Wer nicht nur auf Städtetrips aus ist, sondern auch etwas von der zauberhaften Natur Kroatiens sehen möchte, ist im Nationalpark Plitvicer Seen perfekt aufgehoben. Spektakuläre Wasserfälle, türkisfarbene Stromschnellen und eine vielfältige Flora und Fauna machen den bekanntesten und ältesten Nationalpark des Landes zu einem Must-see für jeden Aktivurlauber.  © ingimage/Imago
Blick auf den Hafen der kroatischen Insel Hvar.
Von Split aus ist innerhalb einer Stunde die Insel Hvar mit dem Boot zu erreichen. Sie ist für ihren Wein- und Olivenanbau sowie den Lavendel bekannt, der hier überall zu sehen ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde Hvar für den Tourismus entdeckt, mittlerweile ist es ein beliebtes Ziel für Jet-Setter. Badeurlauber finden zahlreiche Buchten, um für Erfrischung zu sorgen, während Aktiv-Reisende einen der vielen Wanderwege beschreiten können.  © YAY Images/Imago
Luftaufnahme von Dubrovnik
Spätestens seit Dubrovnik in der HBO-Serie “Game of Thrones” als Schauplatz von Königsmund diente, ist die kroatische Hafenstadt ein absoluter Touristenmagnet. Aber auch unabhängig davon ist die “Perle der Adria”, die sich im südlichsten Teil des Landes befindet, einen Besuch wert. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen und dem fast 2.000 Meter langen Mauerring befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Ein Blick in vergangene Zeiten ist also vorprogrammiert.  © Panthermedia/Imago

Aus diesem Grund gab es teils kein Verständnis für die Reaktion des Urlaubers. Ein Nutzer schrieb unter seinem Beitrag, Supetar sei vorwiegend für den Landtouristen und habe somit normale Preise. „Teuer ist es nur da, wo ausschließlich Bootsfahrer hinkommen.“ Einen anderen schockierten die Preise abgesehen von der Soße für fünf Euro ebenso nicht. Zudem habe er die Möglichkeit gehabt, vor seinem Restaurant-Besuch in Kroatien die Preise zu prüfen, wie eine Nutzerin anmerkte. (cln)

Rubriklistenbild: © Andreas Lumetsberger/Facebook

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