Spanien

Urlaubspreise explodieren: Land in Europa wird 2025 deutlich teurer

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In Spanien müssen Touristen bald mit deutlich höheren Kosten rechnen – die sich nicht nur auf An- und Abreise, sondern auch auf den Aufenthalt beziehen.

Immer mehr Menschen zieht es im Sommer zum Urlaub machen in den Süden. Beliebte Länder sind beispielsweise Italien, Kroatien, Portugal oder Griechenland – aber auch Spanien. Doch der Massentourismus bringt viele negative Folgen wie Lärmbelästigung, steigende Preise für die Bevölkerung oder Mangel an bezahlbarem Wohnraum mit sich. Um dagegen anzukämpfen, verlangt Spanien in diesem Jahr deutlich höhere Preise.

Änderung im Urlaub: Spanien verschärft Regeln für private Ferienunterkünfte

Seit Januar 2025 gelten in Spanien neue Beschränkungen für die Kurzzeitvermietung, so euronews.com. Immobilienbesitzer müssen sich nun in einer nationalen Datenbank registrieren lassen und eine Genehmigung holen, bevor sie ihre Immobilie zur Buchung freigeben können. Zudem müssen sie sensible Daten der Gäste, wie Bankdaten oder persönliche Angaben zur Identifikation, erheben.

Neben diesem organisatorischen Aufwand überlegt das Land außerdem, die Mehrwertsteuer auf Kurzzeitvermietungen wie für Hotels auf 10 Prozent anzuheben, wodurch Touristen mehr für ihren Aufenthalt zahlen müssten. Übrigens: Viele Sehenswürdigkeiten in Spanien dürfen nur noch mit Voranmeldung besucht werden.

Aus für Airbnbs: schlechte Aussichten für private Kurzzeitvermietungen in Barcelona und Co.

Aufgrund der strengeren Reglungen für Kurzzeitvermietungen wird es in einigen Stadtvierteln in Zukunft Einschränkungen geben. So beispielsweise in Malaga, wo in 43 Stadtteilen mehr als acht Prozent des Wohnungsbestands vermietet werden. Ab sofort sollen dort keine neuen Mietwohnungen mehr zugelassen werden.

Noch härter trifft es Barcelona, Spaniens Touristen-Hotspot. Die Stadt plant laut euronews.com „die Schließung aller 10.000 Wohnungen, die derzeit in der Stadt zur Kurzzeitvermietung zugelassen sind“. Lizenzen sollen nicht weiter verlängert, neue Wohnungen nicht zugelassen werden. Plan sei es, „bis 2028 alle privaten kurzfristigen touristischen Vermietungen abzuschaffen“.

Verbote an vielen Stränden: Das müssen Touristen beachten

Das Rauchen ist an immer mehr Stränden verboten. Seit 2022 dürfen Gemeinden das selbst bestimmen und verbieten, da die Kippenstummel im Sand nicht nur unschön sind, sondern auch eine hohe Belastung für die Umwelt darstellen. Dazu gehören unter anderem viele Orte in Mallorca, Barcelona und Valencia. Wer sich trotzdem eine Zigarette anzündet, muss laut andalusien360.de mit Bußgeldern von bis zu 2.000 Euro rechnen. echo24.de berichtet, wo bei Pauschalreisen versteckte Kosten für Urlauber lauern.

Nicht nur das Rauchen, sondern auch das Wildpinkeln ist an vielen Stränden mittlerweile verboten. Dabei geht es nicht nur um die „physiologische Entleerung“ an Land, sondern auch im Wasser. Laut euronews.com wird dieses Vergehen in der nordspanischen Stadt Vigo bereits mit bis zu 750 Euro bestraft. Auch in der Gemeinde Malaga droht diese Strafe an über 25 Stränden.

Mietautos und Fahrverbote: Das gilt im Spanien-Urlaub jetzt

Auch die Fortbewegung wird in einigen Orten Spaniens immer kniffliger. Bei der Anmietung von Autos müssen Touristen jetzt, wie bei Hotels, mehr Angaben machen. Damit der Prozess beschleunigt werden kann, bieten einige Unternehmen den Kunden schon vorher an, erforderliche Formulare auszufüllen.

In der Stadt Soller auf Mallorca wurde laut euronews.com eine neue Umweltzone mit Fahrverbot für Touristen im Stadtzentrum eingeführt. So dürfen auf zwölf historischen Straßen und etwa 70 Hektar Fläche nur noch Einwohner fahren. Besucher sollen Mietwagen und Co. auf neuen Parkplätzen rund um das Zentrum parken.

Touristen müssen im Urlaub vielerorts mit höheren Kurtaxen rechnen

In Gebieten mit vielen Touristen werden oft Kurtaxen erhoben. Während es bisher nur Barcelona erlaubt war, sollen ab sofort alle Gemeinden Kataloniens einen kommunalen Zuschlag von bis zu vier Euro erheben dürfen. Weiter berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa) davon, dass der Zuschlag von bisher vier Euro und Barcelona auf acht Euro verdoppelt werden darf.

Auch auf der beliebten Inselgruppe Balearen, wozu unter anderem Mallorca, Menorca und Ibiza zählen, soll die Touristensteuer künftig von bis zu vier Euro auf bis zu sechs Euro pro Nacht steigen. Der genaue Preis ist abhängig von Unterkunft und Saison.

Rubriklistenbild: © Richard Zubelzu/Imago

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