Einfach nur herzlos

Welpen einfach im Karton ausgesetzt – sie warten darauf, dass sie jemand findet

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Fünf Welpen werden in einem Karton neben einer dicht befahrenen Straße herzlos ausgesetzt. Es hätte das Ende ihres kurzen Lebens bedeuten können.

Für viele Tierbesitzer ist es kaum nachvollziehbar: Doch trotzdem passiert es gerade, wenn der Urlaub vor der Tür steht, sehr häufig – Hunde, Katzen oder Kleintiere, die einfach irgendwo abgestellt oder ausgesetzt werden. Dabei gibt es auch einige drastische Fälle. So sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Manchmal ist es leider so, dass Tiere nicht frühzeitig genug gefunden werden und qualvoll verenden.“

Doch zum Glück ist das im Falle der fünf Welpen nicht passiert. Auch wenn sie neben einer viel befahrenen Straße in der irischen Grafschaft Longfor ausgesetzt wurden. Die Kleinen saßen einfach in einem Pappkarton und hätten jederzeit herausspringen und überfahren werden können. Doch ein tierlieber Passant hat sie entdeckt und sofort die örtliche Tierschutzorganisation informiert. Entsetzt über so wenig Verantwortungsgefühl schreibt die Organisation ISPCA (Irish Society of Prevention of Cruelty to Animals) auf Facebook: „Ihr kurzes Leben hätte zu Ende sein können, bevor es überhaupt begonnen hatte“.

Doch die Welpen hatten Glück im Unglück

Im Tierheim angekommen, wurden sie gründlich durchgecheckt: „Abgesehen von einem starken Wurmbefall waren alle bei guter Gesundheit, aber sie sind erst etwa 10 Wochen alt und damit noch etwas zu jung, um von ihrer Mutter getrennt zu werden. Sie werden jetzt alle Impfungen erhalten ...“. Sobald es den Kleinen besser geht, werden alle bei tierlieben Familien untergebracht.

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13 Hunderassen, von denen Anfänger lieber die Finger lassen sollten

Welpe eines Australien Shepherd im Laub.
Der Australien Shepherd ist Fremden gegenüber wenig aufgeschlossen und braucht viel Bewegung pro Tag. © Sofiya Garaeva/Imago
Siberian Husky in Nahaufnahme.
Der Siberian Husky braucht sehr viel Auslauf pro Tag. © Design Pics/IMago
Drei Dackel sitzen nebeneinander vor einer Holzwand.
Ihre Größe verrät noch nichts über den Eigensinn der Dackel. © D. Maehrmann/Imago
Ein Border Collie liegt auf einer Wiese.
Border Collies sind anspruchsvoll, wenn es um ihre Auslastung und Beschäftigung geht. © Aida Martinez/Imago
Zwei Schäferhunde sitzen im Wald.
Als Wachhund ist der Schäferhund perfekt. Dafür braucht es aber eine strenge Erziehung. © Nikolai Tsvetkov/Imago
Ein Beagle-Welpe auf einer Wiese mit Spielzeug.
Süß, aber richtige Kläffer: Beagles müssen ihre Grenzen kennen, sonst wird es anstrengend. © Buffy1982/Imago
Ein Rottweiler am Strand.
Rottweiler brauchen eine strenge Erziehung und wollen gefordert werden. © cynoclub/Imago
Ein Weimeraner am Strand.
Weimeraner sind wunderschön, brauchen aber extrem viel Auslauf. © Markel Laskurain/Imago
Ein Akita liegt auf einer Wiese.
Akitas sind bekannt für ihren Eigensinn und ihrer Skepsis Fremden gegenüber. © cynoclub/Imago
Ein brauner Dobermann liegt auf dem Boden.
Der Dobermann beeindruckt mit seiner Größe und seinem Willen, zu beschützen. © gsdonlin/Imago
Deutscher Zwergspitz in Nahaufnahme
Klein, aber oho: Der Zwergspitz ist ein liebenswürdiger Dickkopf. © B. Rainer/Imago
Ein Chow Chow liegt auf dem Boden.
Der Chow Chow war ursprünglich ein Hütehund und braucht eine strenge Erziehung. © Ryhor Bruyeu/Imago
Shih tzu Hund, der im Laubhaufen sitzt.
Der Shih Tzu ist ein treuer, aber eigensinniger Begleiter des Menschen. © CSP_chaoss/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Tiere auszusetzen, kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bestraft werden

Auch wenn es für diese Welpen nochmal gut ausgegangen ist, appellieren Tierexperten immer wieder, Tiere nicht einfach auszusetzen. So ähnlich schildert es auch Tierarzt Ralf Unna, Vizepräsident des Landestierschutzverbands (LTV) NRW. Eine „nicht unerhebliche Zahl“ von Haltern überlasse ihre Katzen, Hunde, Hamster, Kaninchen oder Ziervögel einfach ihrem Schicksal. Schon seit vielen Jahren sei bei Abgabe oder beim Aussetzen von Tieren eine Wellenbewegung im Zusammenhang mit den großen Schulferien zu beobachten. Und auch Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund ergänzt gegenüber der dpa, dass ein Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt ist. Ein Verstoß könne mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bestraft werden.

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