Winterzeit Ruhezeit?

Vier Tätigkeiten im Januar-Garten – das steht jetzt an

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Die Annahme, dass im Januar keine Gartenarbeit möglich ist, ist falsch. Was können Sie also machen, wenn der Boden noch gefroren ist?

Im neuen Jahr ist der Tatendrang groß – nicht nur, was gute Vorsätze wie mehr Sport und Bewegung betrifft. Auch im Garten besteht die Versuchung, neue Pflanzen auszusäen, zu pflanzen oder ein Gewächs zu stutzen. Doch welche Gartenarbeit ist im Januar wirklich sinnvoll und was können Sie sich sparen?

Diese vier Arbeiten jetzt erledigen

Haselnusssträucher sollten Sie im Winter schneiden.
  • Die Vögel unterstützen: Während viele von uns Menschen im Januar noch hoch motiviert einer Ernährungsumstellung folgen, sind Vögel froh um jedes Korn, das sie erspähen können. Unterstützen Sie sie deshalb mit selbstgemachten Meisenknödeln und Wasserschalen. Letztere können Sie übrigens frei von Eis halten, indem Sie einen Tennisball in die Schale legen.
  • Bestimmte Gewächse schneiden: Laut NDR.de können Sie im Januar harte Gehölze wie Haselnuss, Weide, Holunder und Schlehe stutzen. Unter den Decksträuchern profitieren Forsythie, Deutzie, Falscher Jasmin, Weigelie oder Zierjohannisbeere von einem Rückschnitt. Wenn Sie im Januar zur Gartenschere greifen, sollten Sie einen frostfreien Tag wählen, da gefrorene Schnittstellen langsamer heilen.

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  • Kaltkeimer aussäen: Im Januar ist der perfekte Zeitpunkt, um Kaltkeimer auszusäen. Laut GEO.de zählen dazu Eisenhut, Mohn, Pfingstrosen, Astilben oder Kornblumen. Auch bestimmte Gemüsesorten sollten Sie nun schon vorziehen, wie LUDWIGSHAFEN24 weiß.
  • Die letzten Blumenzwiebeln setzen: Ist der Boden frostfrei, können Blumenzwiebeln auch noch im Januar gesetzt werden. Krokusse, Tulpen und Narzissen kommen zwar für gewöhnlich im Herbst in den Boden, haben aber auch im Januar noch Aussicht auf Erfolg. Sie treiben dann allerdings etwas später aus. Auch im Topf im geschützten Gartenhaus können Sie im Januar noch Blumenzwiebeln setzen.

Wintergemüse: Zehn frostharte Sorten, die Sie auch noch bei Kälte ernten können

Eine angeschnittene Topinamburknolle auf einem Holzbrett und mehrere Knollen im Hintergrund
Ab Oktober ernten: Bei Topinambur handelt es sich um die Knollen einer Sonnenblumenart. © Westend61/Imago
Die weiße Blüte einer Lauchzwiebel in der Nahaufnahme
Der Altai-Lauch (Allium altaicum) ist der Winterheckzwiebel ähnlich und sehr robust. © imagebroker/Imago
Winterkresseblätter auf Knäckebrot, das mit Frischkäse bestrichen ist.
Barbarakraut oder Winterkresse. © imagebroker/Imago
Eine kräftige Feldsalatpflanze wächst in aufgelockerter Erde.
Das Praktische an Feldsalat: Er sät sich oft selbst aus und lässt sich dann wie Unkraut aus dem Rosenbeet ernten. © Shotshop/Imago
Eine Frau wäscht Grünkohlblätter in einem Küchenbecken
Ab Oktober beginnt die Ernte: Neue Grünkohlsorten benötigen nicht wie früher eine Kälteperiode, um zu schmecken. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Weißkohl- und Rotkohlköpfe in Kisten an einem Marktstand
Wer Weiß- und Rotkohl nach November ernten möchte, sollte die Köpfe bei starkem Frost mit einem Vlies schützen. © CHROMORANGE/Imago
Frisch ausgegrabene Pastinakenwurzeln liegen auf der Erde
Pastinaken sehen unspektakulär aus, liefern aber bis in den Frühling süßlich-nussigen Nachschub.  © imagebroker/Imago
Ein Mann erntet Chicoree aus einem Erdhaufen.
Wächst im Dunkeln heran: Der Chicoree ist eine Kulturform der Zichorienwurzel (Wegwarte). © Belga/Imago
Eine Winterportulakpflanze mit Blüten
Winterportulak wird erst ab September ausgesät und ist auch mit Blüte essbar. © Nature Picture Library/Imago
Gelbe Steckrüben in einem Körbchen
Steckrüben sind ein unterschätztes Gemüse /Ernte? © Westend61/Imago

Diese Arbeit können Sie sich sparen

Das Aufräumen sollte im Januar nicht oberste Priorität haben, denn das stört die Tierwelt. Wie GEO.de berichtet, sind Hecken, Laubhaufen und verblühte Pflanzenstängel Aufenthaltsort für Igel, Vögel und Insekten. Je wilder der Garten ausschaut, desto besser ist dies also für die Tierwelt.

Rubriklistenbild: © Reinhold Ratzer/Imago

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