Todesursache von Hans Meiser

Plötzliches Herzversagen: Welche Risikofaktoren die Todesursache triggern

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Rund 65.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an plötzlichem Herztod. Auch junge Menschen sind betroffen. In vielen Fällen könnte das Herzversagen verhindert werden.

Hinter plötzlichem Herztod kann eine Reihe von Gründen stecken. Am häufigsten wird die Todesursache auf die koronare Herzkrankheit (KHK) zurückgeführt. Etwa sechs Millionen Menschen sind in Deutschland KHK-Patienten, so eine Information der Deutschen Herzstiftung. Vor allem Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte gelten als Trigger der koronaren Herzkrankheit.

Doch auch andere Herzkrankheiten begünstigen das plötzliche Herzversagen, an welchem auch TV-Legende Hans Meiser im Oktober 2023 verstorben ist. So gelten auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung oder ein sehr hoher Blutdruck als mögliche – aber seltenere – Ursachen für plötzlichen Herztod.

Plötzlicher Herztod: Männer häufiger betroffen als Frauen

Tückisch ist die Todesursache deshalb, weil die Betroffenen gesund wirken. Ärzte sprechen vom plötzlichen Herztod, wenn Personen noch 24 Stunden zuvor vermeintlich gesund waren. Von einem Moment auf den anderen brechen die Betroffenen zusammen und das Herz hört auf zu schlagen.

Das Risiko für den plötzlichen Herztod steigt mit dem Alter, weil viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen dann häufiger auftreten. Männer sind hormonell bedingt stärker gefährdet als Frauen, heißt es weiter vonseiten der Deutschen Herzstiftung.

Wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht, kann ein plötzlicher Herztod die Ursache sein.

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Herzversagen vorbeugen und Krankheiten frühzeitig behandeln lassen

Durch konsequentes Vorbeugen, frühzeitige Diagnose und Therapie lässt sich das Risiko eines plötzlichen Herztods auf ein Minimum reduzieren, so die Deutsche Herzstiftung. Wichtig ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass bestehende Herzkrankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Suchen Sie deshalb bei Herzbeschwerden baldmöglichst einen Kardiologen auf. Dieser kann mittels Untersuchungen feststellen, ob koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder andere Herzkrankheiten vorliegen.

Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt

Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Doch auch andere Körperregionen wie Arme und Oberbauch können betroffen sein. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer.
Wer einen Herzinfarkt erleidet, verspürt oft starke, langanhaltende Schmerzen im Brust- und Herzbereich. Meist strahlt der Schmerz von der Brust in die Extremitäten, zwischen die Schulterblätter bis in den Rücken oder in den Hals und Kiefer. © dpa
Mann fasst sich an Arm
Auch Schmerzen im Arm können auf einen Herzinfarkt hinweisen.  © AntonioGuillem/Imago
Frau fasst sich an Bauch
Doch auch in anderen Körperregionen wie dem Oberbauch können sich bei einem Herzinfarkt Schmerzen auftun.  © Iordache Magdalena/Imago
Frau fasst sich an Rücken
Der Schmerz im Brustbereich kann bei einem Herzinfarkt bis in den Rücken ausstrahlen.  © ArtmannWitte/Imago
Junge attraktive Frau fasst sich mit den Händen an den Rücken
Zu den starken Schmerzen kommt häufig noch ein heftiger Druck oder ein sehr starkes Engegefühl im Brust- und Herzbereich hinzu. Viele Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihnen die Luft abgeschnürt wird und ihnen ein Elefant auf der Brust steht. © Imago
Mann hat Schmerzen in der Brust
Neben den stechenden Schmerzen und der Brustenge verspüren manche Betroffene ein stark brennendes Gefühl, das nicht aufhören will. © Imago
Einer Frau ist übel
Auch wenn es erst auf etwas anderes hindeuten kann: Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls darauf hindeuten, dass Sie gerade einen Herzinfarkt erleiden. Die sogenannten „unspezifischen“ Anzeichen treten bei Frauen sogar häufiger auf als bei Männern. Die Deutsche Herzstiftung rät, immer dann den Notarzt zu rufen, wenn die Beschwerden in zuvor noch nie erlebtem Ausmaß auftreten. © Imago
Frau schaut aus Fenster
Einen Herzinfarkt kann man jemandem sogar im wahrsten Sinne des Wortes ansehen: Meist werden Betroffene vor Schmerz und Angst ganz fahl und totenblass im Gesicht und bekommen zudem Angstschweiß. © Bernd Feil/Imago
Frau ist erschöpft
Es gibt auch eher unspezifische Anzeichen, die für einen Herzinfarkt sprechen können. Dazu zählt extreme Müdigkeit und Erschöpfung. © Imago
Auch Kieferschmerzen zählen zu den eher unspezifischen Herzinfarkt-Symptomen. Bei extremen Beschwerden sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.
Auch Kieferschmerzen zählen zu den eher unspezifischen Herzinfarkt-Symptomen. Bei extremen Beschwerden sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen.  © Imago

Auch vorangegangene Herzinfarkte aufgrund der KHK fördern das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Brustschmerzen, Luftnot, Herzstolpern, kurze Bewusstlosigkeiten und Schwindelanfälle sind Warnsignale, die Sie zum Arzt führen sollten, weil sie auf behandlungsbedürftige Herzkrankheiten hinweisen können.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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