VonJuliane Gutmannschließen
Rund 65.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an plötzlichem Herztod. Auch junge Menschen sind betroffen. In vielen Fällen könnte das Herzversagen verhindert werden.
Hinter plötzlichem Herztod kann eine Reihe von Gründen stecken. Am häufigsten wird die Todesursache auf die koronare Herzkrankheit (KHK) zurückgeführt. Etwa sechs Millionen Menschen sind in Deutschland KHK-Patienten, so eine Information der Deutschen Herzstiftung. Vor allem Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte gelten als Trigger der koronaren Herzkrankheit.
Doch auch andere Herzkrankheiten begünstigen das plötzliche Herzversagen, an welchem auch TV-Legende Hans Meiser im Oktober 2023 verstorben ist. So gelten auch Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündung oder ein sehr hoher Blutdruck als mögliche – aber seltenere – Ursachen für plötzlichen Herztod.
Plötzlicher Herztod: Männer häufiger betroffen als Frauen
Tückisch ist die Todesursache deshalb, weil die Betroffenen gesund wirken. Ärzte sprechen vom plötzlichen Herztod, wenn Personen noch 24 Stunden zuvor vermeintlich gesund waren. Von einem Moment auf den anderen brechen die Betroffenen zusammen und das Herz hört auf zu schlagen.
Das Risiko für den plötzlichen Herztod steigt mit dem Alter, weil viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen dann häufiger auftreten. Männer sind hormonell bedingt stärker gefährdet als Frauen, heißt es weiter vonseiten der Deutschen Herzstiftung.
Herzversagen vorbeugen und Krankheiten frühzeitig behandeln lassen
Durch konsequentes Vorbeugen, frühzeitige Diagnose und Therapie lässt sich das Risiko eines plötzlichen Herztods auf ein Minimum reduzieren, so die Deutsche Herzstiftung. Wichtig ist vor diesem Hintergrund vor allem, dass bestehende Herzkrankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Suchen Sie deshalb bei Herzbeschwerden baldmöglichst einen Kardiologen auf. Dieser kann mittels Untersuchungen feststellen, ob koronare Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen oder andere Herzkrankheiten vorliegen.
Vorsicht: So erkennen Sie sofort einen Herzinfarkt




Auch vorangegangene Herzinfarkte aufgrund der KHK fördern das Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Brustschmerzen, Luftnot, Herzstolpern, kurze Bewusstlosigkeiten und Schwindelanfälle sind Warnsignale, die Sie zum Arzt führen sollten, weil sie auf behandlungsbedürftige Herzkrankheiten hinweisen können.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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