Schwere Krankheiten möglich

Warum starrt meine Katze die Wand an? Drei Gründe für das ungewöhnliche Verhalten

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Immer wieder beobachten Frauchen und Herrchen, dass ihre Katze unablässig die Wand anstarrt. Das Verhalten kann harmlos sein – oder Anzeichen für etwas Ernsteres.

Katzen können uns mit ihrem Verhalten immer wieder erstaunen. Manchmal wundern wir uns, wenn sie die Pappschachtel dem weichen Bett vorziehen, manchmal halten sie uns nachts mit ihren plötzlichen Energieschüben wach. Oft stecken ganz einfache Erklärungen hinter dem Phänomen. Was aber, wenn die Katze immerzu die Wand anstarrt? Was sich ebenfalls um ein verbreitetes Verhalten handelt, kann ganz harmlose Hintergründe haben, aber auch ein ernstzunehmendes Warnsignal sein.

1. Die Katze jagt etwas, das wir nicht sehen können

Wenn sie die Wand anstarrt, macht die Katze möglicherweise Jagd auf etwas, das für uns im Verborgenen bleibt.

Manchmal kann es regelrecht gruselig sein, wenn das Haustier minutenlang die gleiche leere Ecke an der Wand mit großen Augen beobachtet. Hat es einen Geist gesehen? Das nicht, aber vermutlich etwas anderes, das sich unserem Auge entzieht. Katzen sind geschickte Jäger und können viele Dinge wahrnehmen, die wir nicht sehen, riechen oder hören können. Kleine Insekten, die umherschwirren oder krabbeln sowie Bewegungen von Licht- und Schatten können ihre Jagdinstinkte auf den Plan rufen.

Darüber hinaus können auch merkwürdige Geräusche sie in ihren Bann ziehen. Hohes Piepsen oder tiefes Brummen bleibt unseren Ohren manchmal verborgen oder wir haben uns daran gewöhnt. Doch die Katze ist für sie hochsensibel und versucht herauszufinden, wo der Krach herkommt. Möglicherweise riecht sie aber auch etwas, das wir mit unserer Nase ebenso wenig erschnuppern können. In den meisten Fällen versucht die Katze, den für sie merkwürdigen Eindrücken auf die Schliche zu kommen. In ihrer Natur als Jäger liegt es dabei, manchmal stundenlang auf der Lauer zu liegen, um den mysteriösen Geräuschen, Gerüchen und Lichtern auf die Spur zu kommen. Das kann uns mitunter eigenartig erscheinen, ist in der Regel aber völlig unbedenklich. Eine Studie hat aufgedeckt, welches Verhalten bei Katzen normal ist und welches bedenklich.

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2. Die Katze langweilt sich

Findet der Stubentiger allem Anschein nach keine anderen Beschäftigungen, sollte man sich als Frauchen und Herrchen mit der Frage auseinandersetzen, ob das Tier besser ausgelastet sein könnte. Bekommt die Katze genug Aufmerksamkeit? Hat sie genug Beschäftigungsmöglichkeiten, mit Kratzbaum und Spielzeugen sowie genug Platz, um sich auszutoben? Es kann passieren, dass die Katze gelangweilt oder unglücklich ist. Wenn sie aber immerzu die Wand anstarrt, kann das einen ernsteren Hintergrund haben.

Schließlich kann das Starren auch darauf hindeuten, dass die Katze schwer krank ist. Katzen sind in freier Wildbahn eher Einzelgänger. Dort müssen sie auf der Hut sein, um zu überleben. Schwäche, Krankheit und Schmerzen zeigen liegt also nicht unbedingt in ihrer Natur. Manchmal liegt es also an uns, ihr wunderliches Verhalten in eine Sprache zu übersetzen, die wir verstehen, um dem Tier entsprechend helfen zu können.

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3. Die Katze ist schwer krank

Eine ganze Reihe an Problemen kann sich also durch Wand Anstarren äußern. So kann es sein, dass der Katze übel ist, dass sie Schmerzen hat oder neurologische Probleme erlebt, die bis hin zu Krampfanfällen reichen können. Bei älteren Katzen kann plötzliches Wand Anstarren zudem bedeuten, dass sie nicht mehr gut sehen können. Doch wie kann man unbedenklichen Zeitvertreib von ernsten Krankheitssymptomen unterscheiden? Größtes Warnsignal ist immer eine deutliche Veränderung vom Normalzustand, sei es im Verhalten oder optisch – das sind auch typische Stresssignale bei Katzen.

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

Geht das Wand-Anstarren mit stumpfem Fell einher oder damit, dass die Katze weniger oder deutlich mehr frisst als zuvor? Auch an der Körpersprache kann man den Zustand der Katze gut einschätzen. Ist ihr Blick aufmerksam auf etwas gerichtet? Bewegt sie sich dabei immer wieder, dreht den Kopf, zuckt mit dem Schwanz oder miaut? Dann ist sie womöglich nur auf der Jagd. Wirkt sie dagegen apathisch, bewegt sich stundenlang nicht oder kauert geradezu an der Wand? Das alles sind Anzeichen dafür, dass die Katze schwer krank ist und möglicherweise in Lebensgefahr schwebt. Beobachtet man ein entsprechendes Verhalten bei seinem Haustier, sollte man also sofort Tierarzt.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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