„Wir waren schon mal besser“ – Audi räumt Qualitätsmängel ein
VonSimon Mones
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Audi wird immer noch als Premiummarke betrachtet. Doch die Qualität der Verarbeitung lässt zunehmend zu wünschen übrig. Dies wird auch in Ingolstadt bemerkt und es wird angestrebt, sich zu verbessern.
Die Situation hat sich jedoch drastisch verändert, und die drei Automobilgiganten befinden sich nun in einer ernsthaften Krise. Der schleppende Absatz von Elektrofahrzeugen und der kontinuierliche Einbruch des bedeutenden chinesischen Marktes tragen maßgeblich zu dieser Misere bei. Besonders Audi kämpft mit Schwierigkeiten und versucht nun, mit einer offensiven Strategie gegenzusteuern.
Ingolstadt übt Selbstkritik: Audi räumt Qualitätsmängel ein
Die Offensive beschränkt sich jedoch nicht nur auf neue Modelle: In Ingolstadt übt man sich auch in Selbstreflexion. Bei einem Fahrevent für den Q5 äußerte sich Oscar da Silva Martins, der Leiter für Kommunikation, Produkt und Technologie bei Audi, mit ungewohnter Offenheit, wie Motor1 berichtet. Er gab zu: „Wir waren qualitativ sicher schon mal besser, aber wir kommen da wieder hin“.
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Qualitätsmängel offenkundig: Audi verspricht Verbesserungen
Die Aussage von da Silva Martins lässt keinen Zweifel: Bei den jüngsten Audi-Modellen ist ein Rückgang in der Material- und Verarbeitungsqualität zu verzeichnen. Die Defizite treten vor allem im Interieur deutlich zutage. Beanstandet werden insbesondere die Verwendung minderwertiger Materialien an weniger exponierten Stellen, beispielsweise Hartplastik an Türverkleidungen und im Handschuhfach. Ebenso wird die mangelnde Verarbeitungsqualität von Kunststoffkomponenten im Bereich der Türgriffe und der Mittelkonsole kritisiert. Als Antwort auf diese Beanstandungen hat Audi prompte Verbesserungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Der Automobilhersteller beabsichtigt, spätestens im Rahmen der Modellpflege der aktuellsten Fahrzeuge die Materialqualität anzuheben.
Die beschriebenen Probleme betreffen nicht ausschließlich Audi. Auch weitere deutsche Premiummarken, darunter Mercedes-Benz, sehen sich mit vergleichbaren Schwierigkeiten konfrontiert. Als Ursachen werden die zunehmenden Entwicklungsaufwendungen angeführt, die sich aus den verschärften Anforderungen in den Bereichen Emissionen, Unfallsicherheit und Cybersicherheit ergeben.