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Die zwei gesündesten Kohlsorten, die Sie kennen sollten

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Mit der richtigen Zubereitung wird fast jede Kohlsorte zum Hochgenuss.
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Beim Kohl hat jeder seine Vorlieben. Wenn es um die Gesundheit geht, ist aber klar, welche Sorten ganz vorne liegen. Ein Ernährungsmediziner erklärt, warum.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Grundsätzlich leistet jede Kohlsorte mit ihrem hohen Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen einen wertvollen Beitrag zur Ernährung und ist in diesem Sinne sehr gesund. Es gibt allerdings zwei Spitzenreiter in Sachen Inhaltsstoffe: den Brokkoli und den Grünkohl. Die Gründe hierfür weiß Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl. Wenn Sie mit den beiden Gemüse-Sorten keine kulinarische Freundschaft schließen möchten, erfahren Sie hier, womit die Alternativen besonders punkten.

Brokkoli und Grünkohl sind die Superhelden der Kohlsorten

Wie Dr. Matthias Riedl in seinem Buch „Mein Weg zur gesunden Ernährung“ erklärt, liefert Brokkoli neben vielen weiteren Nährstoffen vor allem Kalzium und Magnesium, die die Knochen stärken. Hinzu kommt ein besonderer Inhaltsstoff: Der sekundäre Pflanzenstoff Sulforaphan ist ein Senfölglycosid, das die Produktion gefäßschützender Enzyme anregt und sowohl Tumorzellen in der Ausbreitung als auch Entzündungen hemmt. Außerdem kann der Kohl sogar die Zuckerwerte senken, was vor allem für Diabetiker wichtig ist.

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Laut dem Ernährungsmediziner teilt sich der Grünkohl ebenfalls das Siegertreppchen und ist ein wahres Superfood. Die Sorte, die lange Zeit vor allem bei Norddeutschen für das Traditionsgericht Grünkohl mit Pinkel bekannt war, hat in letzter Zeit auch die Trendküche erobert – ob in Smoothies, Bowls oder als Kale- bzw. Grünkohlchips. Diese Kohlsorte ist vor allem für Vegetarier, Veganer und Sportler interessant, denn sie liefert so viel Eiweiß wie Milch. Auch mit seinen hohen Eisenwerten ist der Kohl ungeschlagen unter seinen Verwandten. Und Grünkohl stärkt das Herz-Kreislauf-System. Seine Besonderheit ist allerdings ein sehr hoher Gehalt an dem sekundären Pflanzenstoff Lutein schützt die Netzhaut des Auges vor Lichtschäden und hilft so, den Fortschritt der altersbedingten Makuladegeneration aufzuhalten.

Wer mit den genannten Kohlsorten nicht so warm wird, kann im Garten auch ganze einfach Mini-Kohlköpfe anbauen. Die Wahl der Sorte steht hier jedem frei.

Wintergemüse: Zehn frostharte Sorten, die Sie auch noch bei Kälte ernten können

Eine angeschnittene Topinamburknolle auf einem Holzbrett und mehrere Knollen im Hintergrund
Ab Oktober ernten: Bei Topinambur handelt es sich um die Knollen einer Sonnenblumenart. © Westend61/Imago
Die weiße Blüte einer Lauchzwiebel in der Nahaufnahme
Der Altai-Lauch (Allium altaicum) ist der Winterheckzwiebel ähnlich und sehr robust. © imagebroker/Imago
Winterkresseblätter auf Knäckebrot, das mit Frischkäse bestrichen ist.
Barbarakraut oder Winterkresse. © imagebroker/Imago
Eine kräftige Feldsalatpflanze wächst in aufgelockerter Erde.
Das Praktische an Feldsalat: Er sät sich oft selbst aus und lässt sich dann wie Unkraut aus dem Rosenbeet ernten. © Shotshop/Imago
Eine Frau wäscht Grünkohlblätter in einem Küchenbecken
Ab Oktober beginnt die Ernte: Neue Grünkohlsorten benötigen nicht wie früher eine Kälteperiode, um zu schmecken. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Weißkohl- und Rotkohlköpfe in Kisten an einem Marktstand
Wer Weiß- und Rotkohl nach November ernten möchte, sollte die Köpfe bei starkem Frost mit einem Vlies schützen. © CHROMORANGE/Imago
Frisch ausgegrabene Pastinakenwurzeln liegen auf der Erde
Pastinaken sehen unspektakulär aus, liefern aber bis in den Frühling süßlich-nussigen Nachschub.  © imagebroker/Imago
Ein Mann erntet Chicoree aus einem Erdhaufen.
Wächst im Dunkeln heran: Der Chicoree ist eine Kulturform der Zichorienwurzel (Wegwarte). © Belga/Imago
Eine Winterportulakpflanze mit Blüten
Winterportulak wird erst ab September ausgesät und ist auch mit Blüte essbar. © Nature Picture Library/Imago
Gelbe Steckrüben in einem Körbchen
Steckrüben sind ein unterschätztes Gemüse /Ernte? © Westend61/Imago

Von Blumenkohl bis Wirsing: Auch andere Kohlsorten haben tolle innere Werte

Ihnen wären andere gesunde Alternativen lieber? Dann finden Sie in folgender Liste vielleicht den richtigen:

  • Blumenkohl: Blumenkohl hat einen hohen Vitamin-K-Gehalt und gilt als besonders bekömmlich. Daher können Sie ihn auch ohne Weiteres roh essen, beispielsweise in einem schnellen Blumenkohlsalat.
  • Rosenkohl: Dieser Kohl hat laut aok.de nach Brokkoli die höchsten Vitamin-C-Werte mit 112 mg pro 100 g Gemüse.
  • Rotkohl: Der Botaniker James Wong erklärt, dass Rotkohl unter allen Kohlsorten den höchsten Gehalt an Anthocyanen aufweist. Diese Farbstoffe können den Körper vor oxidativem Stress schützen.
  • Weißkohl: Weißkohl hat von allem viel – Die Mengen von Vitamin C, Vitamin E und Ballaststoffen machen ihn zu einem rundum gesunden Wohlfühlpaket. Besonders in Form von Sauerkraut ist er gut für die Darmflora.
  • Wirsing: Er enthält dreimal so viel Folsäure wie die anderen Kopfkohlsorten. Das Vitamin ist wichtig für den Zellstoffwechsel und die Blutbildung. Eine Portion Wirsing deckt den Tagesbedarf fast zur Hälfte.

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